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Soziale Gedächtnisse: Selektivitäten in Erinnerungen an die Zeit des Nationalsozialismus
Die Soziologie und der Nationalsozialismus in Österreich
Mehr oder weniger?: Zur Soziologie ökologischer Wachstumskritik und nachhaltiger Entwicklung
Ebook series30 titles

Sozialtheorie

Rating: 3.5 out of 5 stars

3.5/5

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About this series

Ungeachtet ihres metaphysischen Ursprungs bildet die Kategorie des Seelischen bis heute für die soziologische Theoriebildung ein kaum hinterfragtes Konzept. Manuel Schulz kritisiert diese Leerstelle mit Blick auf das Werk Georg Simmels und entwickelt unter Rückgriff auf die Neue Phänomenologie eine leib- und existenzphilosophische Vergesellschaftungstheorie. Die so gewonnene Forschungsperspektive zeigt sich dabei nicht nur anschlussfähig an Arbeiten der Kritischen Theorie und der Subjektivierungsforschung, sondern eröffnet auch einen innovativen Rahmen für die Analyse der Herausforderungen, denen sich heutige Gesellschaften im Angesicht der Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen gegenübersehen.
LanguageDeutsch
Release dateMar 31, 2014
Soziale Gedächtnisse: Selektivitäten in Erinnerungen an die Zeit des Nationalsozialismus
Die Soziologie und der Nationalsozialismus in Österreich
Mehr oder weniger?: Zur Soziologie ökologischer Wachstumskritik und nachhaltiger Entwicklung

Titles in the series (100)

  • Mehr oder weniger?: Zur Soziologie ökologischer Wachstumskritik und nachhaltiger Entwicklung

    Mehr oder weniger?: Zur Soziologie ökologischer Wachstumskritik und nachhaltiger Entwicklung
    Mehr oder weniger?: Zur Soziologie ökologischer Wachstumskritik und nachhaltiger Entwicklung

    »Mehr oder weniger?« Ökologische Wachstumskritik richtet sich gegen zerstörerische Dynamiken moderner Industrie- und Überflussgesellschaften, die ein gutes Leben gefährden. Auch Konzepte nachhaltiger Entwicklung halten oft allzu optimistisch an modernen Mehr-Versprechen fest. Jedoch bietet auch die bloße Hinwendung zum Weniger keine besseren Antworten. Vielmehr bedarf nachhaltige Entwicklung der kontinuierlichen Suche nach abgestimmten Mitteln und Zwecken. Stephan Lorenz zeigt, dass Chancen dafür in der Demokratisierung der Suchprozesse liegen. Den Sozialwissenschaften kommt dabei die Aufgabe zu, zur Verbesserung entsprechender Aushandlungsverfahren beizutragen. Es geht um die Frage: Wer und was muss wie berücksichtigt werden?

  • Soziale Gedächtnisse: Selektivitäten in Erinnerungen an die Zeit des Nationalsozialismus

    Soziale Gedächtnisse: Selektivitäten in Erinnerungen an die Zeit des Nationalsozialismus
    Soziale Gedächtnisse: Selektivitäten in Erinnerungen an die Zeit des Nationalsozialismus

    Wie wird in differenzierten Gesellschaften erinnert? Dieser Band greift kulturwissenschaftliche Thesen zu sozialen Gedächtnissen auf und wendet sie soziologisch, wodurch die Wechselbeziehungen zwischen sozialen Gedächtnissen und ihren Konstitutionsbedingungen in den analytischen Blick geraten. Die Beiträge fokussieren dabei auf die Frage nach der Selektivität von sozialen Gedächtnissen und problematisieren, wie, was und nach welchen Kriterien erinnert oder vergessen wird. In Fallbeispielen, die auf narrativen Interviews und Gruppendiskussionen in Familien aus Ost- und Westdeutschland zur Erinnerung der Zeit des Nationalsozialismus (sowie gegebenenfalls der DDR-Vergangenheit) basieren, wird gezeigt: Das je konkrete soziale Erinnern geschieht unter gesellschaftlichen Rahmungen und Strukturen: Differenzierung, Pluralisierung, Generationengrenzen, Medialität, Authentizität, Diskurse und Semantiken spielen eine bedeutende Rolle.

  • Die Soziologie und der Nationalsozialismus in Österreich

    Die Soziologie und der Nationalsozialismus in Österreich
    Die Soziologie und der Nationalsozialismus in Österreich

    In Bezug auf den Nationalsozialismus ist oft von einer Bankrotterklärung der Soziologie die Rede. Der Band widmet sich daher der Frage, wie die erst spät universitär verankerte Soziologie in Österreich den Nationalsozialismus thematisiert hat: Wie verhielt sie sich im Vergleich zu anderen wissenschaftlichen Disziplinen? Und welche Auswirkungen hatte und hat die Fachgeschichte auf die Entwicklung der Disziplin und das (un)bewusste Tradieren kontaminierter Konzepte nach 1945? Dabei werden verschüttete empirische und theoretische Arbeiten zum Nationalsozialismus vorgestellt und die Weitergabe von Erfahrungen in den Nachkriegs-Narrativen der soziologischen Forschung und gesellschaftlichen Erfahrung thematisiert.

  • Das Militär und seine Subjekte: Zur Soziologie des Krieges

    Das Militär und seine Subjekte: Zur Soziologie des Krieges
    Das Militär und seine Subjekte: Zur Soziologie des Krieges

    Waffen allein entscheiden nicht über die Schlagkraft einer Armee. Entscheidend ist auch, wie die Kriegführung die Subjektivität der Soldaten berücksichtigt. In der vorliegenden Studie zeigt sich diese als ein historisch variables, aber nicht frei konstruierbares Phänomen. Ausgehend von dem Faktum, dass Soldaten im Krieg die Versehrtheit ihres Leibes riskieren, der sich nicht beliebig verändern lässt, wird ihre Subjektivität zwischen aktivem Handeln und passivem Erleiden beleuchtet. Das Buch analysiert die Paradoxien, die sich aus Funktionserweiterungen des soldatischen Handelns bei Auslandseinsätzen ergeben, sowie die Versuche der avancierten Militärmächte, die Subjektivität durch den Einsatz modernster Technik zu nutzen.

  • Postnukleare Handlungstheorie: Ein soziologisches Akteurmodell für Cyborgs

    Postnukleare Handlungstheorie: Ein soziologisches Akteurmodell für Cyborgs
    Postnukleare Handlungstheorie: Ein soziologisches Akteurmodell für Cyborgs

    Vor dem Hintergrund einer kritischen Rekonstruktion soziologischer Theoriebildung entwickelt Diego Compagna ein Akteurmodell für Cyborgs, das insbesondere auf die Differenz von Subjekt und Akteur abhebt. Die wissenssoziologisch inspirierte Rekonstruktion und das daraus abgeleitete Akteurmodell legen zugleich offen, dass die Soziologie immer auch Ungleichheit (re)produziert - indem es einer Reifizierung des sozialen Akteurs als »menschliches« bzw. »phänomenologisch bestimmbares« Subjekt Vorschub leistet, das nie als neutrale Entität vorkommen kann.

  • Kontingenz in der Gegenwartsgesellschaft: Dimensionen eines Leitbegriffs moderner Sozialtheorie

    Kontingenz in der Gegenwartsgesellschaft: Dimensionen eines Leitbegriffs moderner Sozialtheorie
    Kontingenz in der Gegenwartsgesellschaft: Dimensionen eines Leitbegriffs moderner Sozialtheorie

    Bereits Aristoteles erklärte das Zufällige als das, was weder unmöglich noch notwendig ist und aus diesem Grund auch anders sein kann. Auf der anderen Seite gewinnen der Begriff der Kontingenz und die Einübung des »Möglichkeitssinns« (Robert Musil) ihre Konturen primär im Alltag der Moderne. Und erst heute erkennen wir in aller Radikalität, dass sämtliche Ordnungsformationen disponibel und durch den Zwang zur Dezision geprägt sind: Immer mehr Problemkomplexe müssen als Folgen von Entscheidungen gedeutet werden. Gleichzeitig führt das Verschwinden substantieller Fundamente auch zu neuen Ungewissheiten. Anhand wichtiger Dimensionen und sozialer Phänomene fasst diese Studie die Bandbreite des Kontingenzdiskurses zusammen und diskutiert maßgebliche Autoren. So entsteht ein materialreiches, breites Panorama unserer gegenwärtigen Gesellschaft, das uns zudem ein lehrreiches Erlebnis ermöglicht: die Begegnung mit uns selbst.

  • Die Ökonomisierung des Krankenhauses: Eine Studie über den Wandel pflegerischer Arbeit

    Die Ökonomisierung des Krankenhauses: Eine Studie über den Wandel pflegerischer Arbeit
    Die Ökonomisierung des Krankenhauses: Eine Studie über den Wandel pflegerischer Arbeit

    Der Umbau der Krankenhäuser zu Unternehmen wird immer wieder als in sich konsistente Rationalisierungsstrategie verhandelt. Aus soziologischer Perspektive wird hingegen deutlich: Die viel diskutierte ›Ökonomisierung‹ der Krankenhäuser ist ein in sich widersprüchlicher Prozess. Robin Mohan zeichnet die Geschichte des Krankenhauses mithilfe einer an Marx, Weber und Bourdieu orientierten Gesellschaftstheorie der Ökonomisierung nach, die den Widerspruch von Gebrauchswert und Tauschwert zum verbindenden Leitmotiv erhebt. Ergänzt wird die Analyse durch eine arbeitssoziologische Studie, die rekonstruiert, wie sich die Ökonomisierungsprozesse aus der Sicht der Pflegekräfte darstellen.

  • Soziale Beschleunigung in nicht-westlichen Gesellschaften: Eine Fallstudie zum Iran

    Soziale Beschleunigung in nicht-westlichen Gesellschaften: Eine Fallstudie zum Iran
    Soziale Beschleunigung in nicht-westlichen Gesellschaften: Eine Fallstudie zum Iran

    Hartmut Rosa nimmt mit seiner Theorie von Beschleunigung und Entfremdung vor allem hoch entwickelte westliche Gesellschaften in den Blick. Doch inwiefern lassen sich seine Überlegungen auch auf andere Gesellschaften übertragen? Welche beschleunigenden und entschleunigenden Kräfte kann es hier geben, was sind ihre Funktionen und was ihre Konsequenzen? Hassan Poorsafir stellt diese Fragen am Beispiel des Iran. Ausgehend von einer sozialhistorischen Analyse der iranischen Gesellschaft ab dem 19. Jahrhundert untersucht er die sozialen, wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse des Landes im dynamischen Wechselspiel von Be- und Entschleunigung - und liefert damit eine spannende Erweiterung der Rosa'schen Theorie.

  • Die Gesellschaft der Nachhaltigkeit: Umrisse eines Forschungsprogramms

    Die Gesellschaft der Nachhaltigkeit: Umrisse eines Forschungsprogramms
    Die Gesellschaft der Nachhaltigkeit: Umrisse eines Forschungsprogramms

    Nachhaltigkeit ist zu einem Leitbegriff des gesellschaftlichen Wandels geworden, mit dem sich unterschiedliche Zielvorstellungen verbinden - sei es ein grüner Kapitalismus, der auf ökologischer Modernisierung beruht, oder eine sozial-ökologische Transformation, die eine postkapitalistische Ära einläuten könnte. In dieser Programmschrift von Sighard Neckel und seinem Hamburger Forschungsteam werden die gesellschaftlichen Dimensionen von Nachhaltigkeit aufgezeigt, aber auch die Paradoxien, die mit einer nachhaltigen Entwicklung im globalen Kapitalismus verbunden sind. Grundlegende soziologische Perspektiven auf Nachhaltigkeit sind ebenso Thema wie Ausblicke in konkrete Felder einer kritisch-reflexiven Sozialforschung zu den gesellschaftlichen Konflikten um Nachhaltigkeit.

  • Workfare in den USA: Das Elend der US-amerikanischen Sozialhilfepolitik

    Workfare in den USA: Das Elend der US-amerikanischen Sozialhilfepolitik
    Workfare in den USA: Das Elend der US-amerikanischen Sozialhilfepolitik

    Das »Sozialhilfeproblem« scheint in den USA - anders als in Europa - gelöst, worauf anhaltend hohe Beschäftigungsquoten verweisen. Die Studie stellt diesen Konsens in Frage. Sie untersucht die bislang nur unzureichend verstandenen Hintergründe und Konsequenzen der US-Sozialhilfereform von 1996, die einen radikalen Arbeitszwang für alle Bedürftigen einführte. Es wird erklärt, warum sich mit dieser ›Workfare-Politik‹ die Armut noch verschärft hat. Zudem wird gezeigt, wie Gewerkschaften und soziale Bewegungen auf diese Politik reagiert haben und vor welchen sozialpolitischen Herausforderungen Städte wie New York und Los Angeles zu Beginn des 21. Jahrhunderts stehen.

  • Michel Foucaults »Geschichte der Gouvernementalität« in den Sozialwissenschaften: Internationale Beiträge

    Michel Foucaults »Geschichte der Gouvernementalität« in den Sozialwissenschaften: Internationale Beiträge
    Michel Foucaults »Geschichte der Gouvernementalität« in den Sozialwissenschaften: Internationale Beiträge

    Michel Foucaults Konzept der Gouvernementalität ist bereits zu einem wichtigen Bestandteil der Diskussionen und Forschungen in der politischen Philosophie und den Sozialwissenschaften avanciert. Im Herbst 2004 sind nunmehr, zeitgleich in Deutschland und Frankreich, die vollständig transkribierten und kommentierten Vorlesungen zur »Geschichte der Gouvernementalität« erschienen. Der vorliegende Band greift die sich damit bietende Möglichkeit einer systematischen Analyse der verschiedenen theoretischen und diskurshistorischen Aspekte des Vorlesungstextes auf. Eine internationale Autorenschaft aus dem deutschen, dem angelsächsischen und dem frankophonen Raum lotet die paradigmatische Relevanz der Gouvernementalität für die Sozialwissenschaften aus - gleichermaßen im Rückblick auf die bisherigen Forschungen und Rezeptionslinien wie auch perspektivisch anhand aktueller gesellschaftlicher Problemstellungen und theoretischer Diskussionen.

  • Das Bild zum Sprechen bringen: Eine Soziologie des Audioguides in Kunstausstellungen

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    Das Bild zum Sprechen bringen: Eine Soziologie des Audioguides in Kunstausstellungen
    Das Bild zum Sprechen bringen: Eine Soziologie des Audioguides in Kunstausstellungen

    Das Bild schweigt still. Seine Visualität verweigert sich der Sprache, es ist nicht übersetzbar. Ungeachtet dessen werden Bilder in der Praxis immer wieder sprachlich erschlossen, verhandelt und tradiert: als Abbilder, epistemische Objekte - oder als Kunstwerke. Ausgehend von dieser theoretisch viel diskutierten Diskrepanz untersucht das Buch Audioguides in Kunstausstellungen erstmals aus soziologischer Perspektive: Richter über Kunst und Nicht-Kunst und Grenzgänger zwischen Wahrnehmung und Kommunikation, Subjekt und Objekt, visuellem und sprachlichem Wissen, lösen sie das Problem der Bildbeschreibung praktisch, brechen das Schweigen des Bildes und bringen es - als sozial und sinnhaft strukturiert - zum Sprechen.

  • Ko-Konstruktionen in der Interaktion: Die gemeinsame Arbeit an Äußerungen und anderen sozialen Ereignissen

    Ko-Konstruktionen in der Interaktion: Die gemeinsame Arbeit an Äußerungen und anderen sozialen Ereignissen
    Ko-Konstruktionen in der Interaktion: Die gemeinsame Arbeit an Äußerungen und anderen sozialen Ereignissen

    In der Interaktionslinguistik und Gesprächsforschung ist das Konzept der Ko-Konstruktion zur Beschreibung von Äußerungen entwickelt worden, die von mehreren Gesprächsteilnehmern gemeinsam formuliert werden. In diesem Band wird dieses Konzept generell erweitert auf soziale Ereignisse, die von den Beteiligten gemeinsam hervorgebracht werden. Hierzu werden neben den klassischen Domänen der Äußerungen und Texte (u.a. auch in mehrsprachigen Settings) auch Datenkollektionen zu multimodalen Aspekten der Interaktion, zu Fragen der (früh-)kindlichen Entwicklung und zu allgemeinen Grundlagen des gemeinsamen Handelns beleuchtet. Die Beiträge diskutieren darüber hinaus theoretische und methodische Probleme des erweiterten Konzepts.

  • Organisationsforschung nach Foucault: Macht - Diskurs - Widerstand

    Organisationsforschung nach Foucault: Macht - Diskurs - Widerstand
    Organisationsforschung nach Foucault: Macht - Diskurs - Widerstand

    Der Band lotet die Möglichkeiten und Grenzen des Werkes von Michel Foucault für eine kritische Organisations- und Managementforschung aus. Entlang der Foucault'schen Problematisierungen der Regierungsrationalität(en), des Wissens und des Widerstandes wird nach Anschlüssen der Organisationsforschung an entsprechende Analysen und Diagnosen gefragt. Zugleich werden in produktiver Weiterentwicklung der Überlegungen Foucaults neue Perspektiven für die Analyse von Organisationen aufgezeigt.

  • Intersektionalität: Zur Analyse sozialer Ungleichheiten

    Intersektionalität: Zur Analyse sozialer Ungleichheiten
    Intersektionalität: Zur Analyse sozialer Ungleichheiten

    Das Thema soziale Ungleichheit steht nach wie vor im Zentrum der Soziologie. Die mehrdimensionale Analyse sozialer Ungleichheit stellt unter dem Begriff der »Intersektionalität« in den letzten Jahren die wohl größte Innovation in diesem Feld dar und gewinnt auch in der Lehre zunehmend an Bedeutung - insbesondere in den Modulen zur Soziologie sozialer Ungleichheit, zur Sozialstrukturanalyse und zu den Gender Studies. Erstmals im deutschsprachigen Raum liegt nun eine kompakte Analyse dieses zentralen Ansatzes der Soziologie sozialer Ungleichheit vor. Die Ausarbeitung einer klaren forschungsanleitenden Theorie und Methodik machen den Band zu einem wertvollen Begleiter in Lehre und Forschung.

  • Altern ist Zukunft!: Leben und Arbeiten in einer alternden Gesellschaft

    Altern ist Zukunft!: Leben und Arbeiten in einer alternden Gesellschaft
    Altern ist Zukunft!: Leben und Arbeiten in einer alternden Gesellschaft

    Die »Zukunft der Arbeit« und ihre Gestaltung stellt eine der derzeit spannendsten gesellschaftlichen Herausforderungen dar. Im Wissenschaftsjahr 2013 »Die demografische Chance« setzte sich auch die DASA Arbeitswelt Ausstellung mit diesem aktuellen Thema auseinander. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, zu der die DASA gehört, forscht bereits seit einigen Jahren zu »Arbeit, Altern und Gesundheit«. Das betrifft auch Fragen der Arbeitsplatzgestaltung in Bezug auf die Gesunderhaltung älterer Beschäftigter. Was können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Alternsforschung, der Soziologie und der Philosophie, aus der Neurologie und der Kulturanthropologie zum Thema beitragen? Was muss eine Demografie-Strategie leisten und wie gehen andere Länder und Kulturen mit diesem Thema um? Darüber informiert dieser vierte Band der Reihe »Constructing the future of work«, der ein wissenschaftliches Symposium der DASA Arbeitswelt Ausstellung in Dortmund (www.dasa-dortmund.de) dokumentiert.

  • Homo militaris: Perspektiven einer kritischen Militärsoziologie

    Homo militaris: Perspektiven einer kritischen Militärsoziologie
    Homo militaris: Perspektiven einer kritischen Militärsoziologie

    Als politische Institution des Staates und der Gesellschaft prägt das Militär Soldaten und Zivilisten - und erzeugt den »Homo militaris«. Ulrich vom Hagen widmet sich der spezifischen Kultur des Militärs: In Verbindung der Weber'schen Herrschaftstheorie und der Bourdieu'schen Feldtheorie konzipiert er das Militär als gewaltsame Körperschaft und lässt den Homo militaris dabei als soziologische Figur - als eine Gestalt institutionalisierter Gewalt - sichtbar werden. Zur Untersuchung des militärischen Feldes Deutschlands konnten hierfür erstmals Daten einer internen Erhebung der Bundeswehr genutzt werden. Das Buch macht eine kritische Militärsoziologie an die allgemeine Soziologie anschlussfähig.

  • Ästhetisches Engineering: Zur Verbreitung von Belletristik im Literaturbetrieb

    Ästhetisches Engineering: Zur Verbreitung von Belletristik im Literaturbetrieb
    Ästhetisches Engineering: Zur Verbreitung von Belletristik im Literaturbetrieb

    Renate Grau systematisiert die organisatorischen Prozesse und Handlungspraktiken zur Verbreitung von Belletristik im Literaturbetrieb. Damit trägt sie zum Verständnis einer wichtigen, aber bisher wenig erforschten Industrie bei. Büchermachen betrachtet sie als Ästhetisches Engineering, also als Auseinandersetzung von Menschen und ästhetischen Dingen zur Herstellung von Objekten, die die Sinne ansprechen sollen. Das Ästhetische Engineering wird im umkämpften Buchmarkt insbesondere dann zum Erfolgsfaktor, wenn ein neuer fiktionaler Titel oder ein bisher unbekannter Autor durchgesetzt werden soll. Mithilfe von ausführlichem Beispielmaterial und erläuterten Strategien erfolgreicher Praktiker präsentiert dieses Buch innovative Ansätze zum Management neuer Belletristiktitel.

  • Metamorphosen des Kapitals: Kapitalistische Vergesellschaftung und Perspektiven einer kritischen Sozialwissenschaft nach Marx, Foucault und Bourdieu

    Metamorphosen des Kapitals: Kapitalistische Vergesellschaftung und Perspektiven einer kritischen Sozialwissenschaft nach Marx, Foucault und Bourdieu
    Metamorphosen des Kapitals: Kapitalistische Vergesellschaftung und Perspektiven einer kritischen Sozialwissenschaft nach Marx, Foucault und Bourdieu

    Welche Triebkräfte und Möglichkeitsräume gesellschaftlicher Veränderung verbinden sich mit den Dynamiken des modernen Kapitalismus? Tino Heims breit angelegte Studie zielt auf die Überwindung analytischer Defizite der jüngsten Kapitalismusdebatte. In einer theoriesystematischen Verknüpfung und gegenstandsbezogenen Weiterentwicklung der Analyseraster von Marx, Foucault und Bourdieu - die auch als Kritik dominanter Rezeptionslinien antritt - werden zentrale kapitalistische Funktionslogiken und Krisendynamiken ebenso prägnant analysiert wie historische Transformationen konkreter Modi kapitalistischer Vergesellschaftung. Damit wird zugleich ein Beitrag zur Neubestimmung einer analytisch-kritischen Sozialwissenschaft jenseits normativer Sozialkritik geleistet.

  • Visuelle Netzwerkforschung: Qualitative, quantitative und partizipative Zugänge

    Visuelle Netzwerkforschung: Qualitative, quantitative und partizipative Zugänge
    Visuelle Netzwerkforschung: Qualitative, quantitative und partizipative Zugänge

    Seit einigen Jahren hält ein neues Forschungsparadigma Einzug in die Sozial-, Geistes- und Wirtschaftswissenschaften: die Netzwerkanalyse, der zufolge Identität und Handeln maßgeblich von sozialen Strukturen beeinflusst werden. Ein Novum ist hierbei die visuelle Netzwerkforschung, die mit Hilfe von sogenannten Netzwerkbildern und -karten soziale Beziehungen erhebt und analysiert. Dieses empirische Vorgehen ist bislang jedoch nahezu unerforscht. Die interdisziplinären Beiträge des Sammelbandes schließen diese Lücke. Es werden erstmalig Studien vorgestellt, die sich qualitativer und quantitativer Techniken bedienen, um soziale Netzwerke visuell zu erforschen.

  • Monopole der Gewalt: Mafiose Macht, staatliche Souveränität und die Wiederkehr normativer Theorie

    Monopole der Gewalt: Mafiose Macht, staatliche Souveränität und die Wiederkehr normativer Theorie
    Monopole der Gewalt: Mafiose Macht, staatliche Souveränität und die Wiederkehr normativer Theorie

    Rauschgifthandel, Geldwäsche, Mord - das »Geschäft« organisierter Kriminalität ist hinlänglich bekannt. Doch erst die spektakulären Attentate auf hochrangige Staatsbeamte im Italien der 1970er bis 1990er Jahre führten das eigentliche Streben der Mafia unabweisbar vor Augen: die Erringung des Gewaltmonopols auf einem bestimmten Territorium. Ausgehend von theoretischen Reflexionen über die Komplexe Gewalt, Staat und Ausnahmezustand einerseits und von empirischen Materialien zum italienischen Anti-Mafia-Kampf andererseits, löst Martin Ludwig Hofmann das Phänomen der organisierten Kriminalität aus einem rein kriminologischen Zugriff - und erweitert es um eine genuin sozialtheoretische Dimension.

  • Die vergnügte Gesellschaft: Ernsthafte Perspektiven auf modernes Amüsement

    Die vergnügte Gesellschaft: Ernsthafte Perspektiven auf modernes Amüsement
    Die vergnügte Gesellschaft: Ernsthafte Perspektiven auf modernes Amüsement

    Vergnügen als gesellschaftliches Phänomen ernst nehmen - so lautet das Thema dieses Buches, dessen Beiträge neue Fragen und Perspektiven für die weitgehend spaßvergessenen Sozial- und Kulturwissenschaften erschließen wollen: Wie lässt sich modernes Amüsement jenseits kulturpessimistischer Zeitdiagnosen in gesellschaftlichen, kulturellen und historischen Kontexten analysieren? Welche theoretischen und empirischen Zugänge müssen entwickelt werden, um Spaß und Vergnügen angemessen beschreiben, verstehen und erklären zu können? Und wie kann die allgegenwärtige Spaßkritik selbst kritisiert und auf ihre normativen Grundlagen hin befragt werden?

  • Die Genese der autonomen Kunst: Eine historische Soziologie der Ausdifferenzierung des Kunstsystems

    Die Genese der autonomen Kunst: Eine historische Soziologie der Ausdifferenzierung des Kunstsystems
    Die Genese der autonomen Kunst: Eine historische Soziologie der Ausdifferenzierung des Kunstsystems

    Die Entstehung eines autonomen Kunstsystems ist nicht ohne Ablösung von religiösen und an Schichtung orientierten Erwartungen denkbar. Anhand einer historischen Empirie von Künstlertraktaten zeigt Sebastian W. D. Krauss, auf welche Weise sich im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit ein Wissen über Malerei herausbildete, das auf diese Bezüge verzichten konnte. Die wissenssoziologische Analyse folgt hierbei den Reflexionsbemühungen über die Unterscheidung von Kunst und Handwerk sowie dem Wirklichkeitsverhältnis des Bildes, das in diesem Prozess zunehmend auf Imagination und die Kontingenz subjektiven Erlebens verpflichtet wurde.

  • Reputationsnetze: Zur Internationalisierung von Unternehmensberatern. Eine relationale Theorie

    Reputationsnetze: Zur Internationalisierung von Unternehmensberatern. Eine relationale Theorie
    Reputationsnetze: Zur Internationalisierung von Unternehmensberatern. Eine relationale Theorie

    In den letzten zwanzig Jahren hat die Unternehmensberatung ein starkes Wachstum und ein hohes Maß an internationaler Verbreitung erfahren. Wie aber erschließen Unternehmensberater erfolgreich neue internationale Märkte? Mit Hilfe eines institutionellen Ansatzes untersucht der Autor die Funktion sozialer Netzwerke zur Überwindung geographischer Ferne. Empirische Fallstudien in London, Madrid und Frankfurt zeigen die fundamentale Bedeutung von Reputation und Vertrauen für die Internationalisierung. Das Buch leistet damit einen systematischen Beitrag zu einem sozio-institutionellen Verständnis wirtschaftlicher Globalisierungsprozesse.

  • Doing Culture: Neue Positionen zum Verhältnis von Kultur und sozialer Praxis

    Doing Culture: Neue Positionen zum Verhältnis von Kultur und sozialer Praxis
    Doing Culture: Neue Positionen zum Verhältnis von Kultur und sozialer Praxis

    Wie wird Kultur soziale Praxis? Der Band vereint wesentliche und innovative Beiträge, die verschiedene Ansätze wie Pragmatismus, Ethnomethodologie und Bourdieus Praxeologie mit Diskussionen aus science, gender und postcolonial studies verknüpfen. Gleichzeitig eröffnet er neue Zugänge zu einer Theorie sozialer Praktiken, indem er unterschiedliche Praxisformen - Körperpraktiken, Gewaltpraktiken, Praktiken der Medienrezeption - der allen gemeinsamen Frage nach dem Verhältnis von Kultur und Praxis unterwirft. Damit rückt er die »Praxiswende« in den Sozial- und Kulturwissenschaften als eine ihrer innovativsten »Denkbaustellen« in den Blick. Mit Beiträgen von Udo Göttlich, Kien Nghi Ha, Stefan Hirschauer, Karl H. Hörning, Helga Kotthoff, Michael Meier, Andreas Reckwitz, Sven Reichardt, Julia Reuter, Ingo Schulz-Schaeffer, Norbert Sieprath, Urs Stäheli und Matthias Wieser.

  • Paradoxien der Biopolitik: Politische Philosophie und Gesellschaftstheorie in Italien

    Paradoxien der Biopolitik: Politische Philosophie und Gesellschaftstheorie in Italien
    Paradoxien der Biopolitik: Politische Philosophie und Gesellschaftstheorie in Italien