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Queer Art: A Freak Theory
Andere Räume: Soziale Praktiken der Raumproduktion von Drag Kings und Transgender
Homophobie und Islamophobie: Intersektionale Diskriminierungen am Beispiel binationaler schwuler Paare in Berlin
Ebook series30 titles

Queer Studies

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About this series

In queeren Räumen fühlen sich Subjekte stark, die sonst marginalisiert sind. Mittels eines imaginierten Basiskonsens und einer eigenen affektiv-ästhetischen Logik entsteht hier das Gefühl von Zuhause: Es können das zugeschriebene »being different« ausgelebt, Netzwerke geknüpft und sich gegenseitig gefeiert werden. Doch auch solche Räume sind durch Hierarchien, szene-interne Normen und Ausschlüsse strukturiert, was zu steten Aushandlungen führt. Diese sind maßgeblich an der queeren Raumproduktion und den darin entstehenden Handlungsfähigkeiten beteiligt. Esto Mader zeigt mittels diffraktiven Arbeitens die Dynamik queerer Räume und stellt fest: Fluidität ist diesen Räumen intrinsisch gegeben.
LanguageDeutsch
Release dateSep 11, 2007
Queer Art: A Freak Theory
Andere Räume: Soziale Praktiken der Raumproduktion von Drag Kings und Transgender
Homophobie und Islamophobie: Intersektionale Diskriminierungen am Beispiel binationaler schwuler Paare in Berlin

Titles in the series (35)

  • Homophobie und Islamophobie: Intersektionale Diskriminierungen am Beispiel binationaler schwuler Paare in Berlin

    3

    Homophobie und Islamophobie: Intersektionale Diskriminierungen am Beispiel binationaler schwuler Paare in Berlin
    Homophobie und Islamophobie: Intersektionale Diskriminierungen am Beispiel binationaler schwuler Paare in Berlin

    »Dort bin ich schwul, hier bin ich Ausländer ...« Dieser profunde Beitrag zur Erforschung der Mehrfachdiskriminierung in den städtischen liberalen Milieus der Mehrheitsgesellschaft untersucht binationale schwule Paare in Berlin, die zugleich mit Homophobie und Islamophobie konfrontiert sind. Zülfukar Cetin zeichnet die Geschichte und historische Entwicklung der Diskriminierung plausibel nach und zeigt, dass die Homophobie aus den Prämissen der Heteronormativität und den daraus folgenden Normalisierungsprozessen resultiert. Die Studie macht deutlich, dass die untersuchten Diskriminierungsbegriffe eng mit der Macht des Diskurses verbunden sind.

  • Queer Art: A Freak Theory

    2

    Queer Art: A Freak Theory
    Queer Art: A Freak Theory

    A queer theory of visual art - based on extensive readings of art works Queer Art traces the question of how strategies of denormalization initiated by visual arts can be continued through writing. In the book's three chapters art theoretical debates are combined with queer theory, post-colonial theory, and (dis-)ability studies, proposing the three terms radical drag, transtemporal drag, and abstract drag. The works discussed include those by Zoe Leonard, Shinique Smith, Jack Smith, Wu Ingrid Tsang, Ron Vawter, Bob Flanagan, Henrik Olesen, Felix Gonzalez-Torres, Sharon Hayes, and Pauline Boudry/Renate Lorenz.

  • Andere Räume: Soziale Praktiken der Raumproduktion von Drag Kings und Transgender

    1

    Andere Räume: Soziale Praktiken der Raumproduktion von Drag Kings und Transgender
    Andere Räume: Soziale Praktiken der Raumproduktion von Drag Kings und Transgender

    Raum und Gesellschaft bedingen einander. Doch was prägt den Raum, wie wird er hergestellt? In dieser ethnographischen Studie wird Raumproduktion erstmalig aus der Perspektive sozialer Praktiken erforscht und mit heteronormativer Zweigeschlechtlichkeit in Verbindung gebracht. Am Beispiel der Heterotopie der Drag-King- und Transgender-Szene werden körper- und interaktionsbezogene Aspekte von Raumproduktion und Geschlechtskonstruktion, die Materialität und der sozialhistorische Kontext von Orten und Räumen sowie die Rolle sozialer Normen für die Raumproduktion beleuchtet. Nina Schuster zeigt, dass Raumproduktion immer ein unabgeschlossener, in Aushandlung befindlicher, facettenreicher sozialer Prozess ist.

  • »Wie Lili zu einem richtigen Mädchen wurde«: Lili Elbe: Zur Konstruktion von Geschlecht und Identität zwischen Medialisierung, Regulierung und Subjektivierung

    9

    »Wie Lili zu einem richtigen Mädchen wurde«: Lili Elbe: Zur Konstruktion von Geschlecht und Identität zwischen Medialisierung, Regulierung und Subjektivierung
    »Wie Lili zu einem richtigen Mädchen wurde«: Lili Elbe: Zur Konstruktion von Geschlecht und Identität zwischen Medialisierung, Regulierung und Subjektivierung

    Verwoben in neue Narrative erlebt die Figur »Lili Elbe« gegenwärtig eine populärkulturelle Renaissance. Projektionsfläche für öffentliche Verhandlungen von Geschlecht und Identität wird sie jedoch schon zur Weimarer Zeit. Vermeintlich als Mann geboren und operativ transformiert avanciert Elbe 1931 zum Sinnbild moderner Medizin: perfekter Hermaphrodit und erste technologisch geschaffene Frau zugleich. Über ihre mediale Präsenz figuriert sie zudem als Prisma für subjektivitätsregulierende Diskurse. Sabine Meyers transdisziplinäre Studie nimmt sich der komplexen Zusammenhänge hinter der Projektion erstmals umfassend an und eröffnet neue und kritische Perspektiven für eine Historiographie von Trans*.

  • Schöne, queere Zeiten?: Eine praxisbezogene Perspektive auf die Gender und Queer Studies

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    Schöne, queere Zeiten?: Eine praxisbezogene Perspektive auf die Gender und Queer Studies
    Schöne, queere Zeiten?: Eine praxisbezogene Perspektive auf die Gender und Queer Studies

    Geschlechterrollen, sexuelle Orientierungen und Identitäten, Machtgefälle sowie vieles mehr sind schon seit Jahrzehnten im Fokus gender- und queertheoretischer Wissenschaften. Tiefgreifende Analysen, statistische Erhebungen und interdisziplinäre Forschungsvorhaben führen dabei neue und wichtige Erkenntnisse zu Tage. Doch wie hat sich dadurch unsere moderne Gesellschaft verändert? Dieser Frage stellt sich Martin J. Gössl und setzt hierfür die Ergebnisse der Wissenschaft realen Gegebenheiten gegenüber: Geschlecht, Sexualität, Liebe, Schönheit, Perfektion oder Intimität - also Wirklichkeiten gelebter Existenzen - finden eine Reflexion auf queerer Basis.

  • Der postethnische Homosexuelle: Zur Identität »schwuler Deutschtürken«

    5

    Der postethnische Homosexuelle: Zur Identität »schwuler Deutschtürken«
    Der postethnische Homosexuelle: Zur Identität »schwuler Deutschtürken«

    In diesem Buch treten erstmalig männliche Individuen in den Fokus, die türkischer Herkunft und zugleich homosexuell sind - eine Identitätskultur zwischen ethnischer und sexueller Marginalisierung, die bisher vor allem von Stereotypen geprägt ist. Neben Interviews analysiert Wenzel Bilger auch die seit den 1990er-Jahren aufkommenden künstlerischen und politischen »Repräsentationen« dieser spezifischen Identitätskultur durch Filme, Theaterstücke und politische Diskurse, in denen sich ein normatives Integrationsmodell und eine Kritik an einer diskriminierenden Mehrheitskultur gegenüberstehen. Die Studie im Schnittpunkt von Postcolonial und Queer Studies zeigt, dass sich ein »schwuler Deutschtürke« in der liberalen Gesellschaft integrieren kann, wenn er sich in ambivalenten Performativen entethnisiert.

  • Perverse Bürgerinnen: Staatsbürgerschaft und lesbische Existenz

    4

    Perverse Bürgerinnen: Staatsbürgerschaft und lesbische Existenz
    Perverse Bürgerinnen: Staatsbürgerschaft und lesbische Existenz

    Sind Lesben anerkannte Bürgerinnen? Auf der Basis einer ›lesben-affirmativen‹ Herangehensweise untersucht Christine M. Klapeer das schwierige Verhältnis zwischen nicht (hetero-)normativen sexuellen Existenzweisen und der Institution Staatsbürgerschaft. Im Rekurs auf feministische, queere, postkoloniale und gouvernementalitätstheoretische Ansätze zeigt sie, wie Konstruktionen von Sexualität, Geschlecht und Rasse in Staatsbürgerschaftskonzepte eingeschrieben sind und wie der Bürgerinnenstatus von lesbischen Existenzweisen entlang dieser Strukturkategorien auf höchst widersprüchliche Weise modelliert, normiert und begrenzt wird. Auf diese Weise werden auch die heteronormativen Implikationen von Staatsbürgerschaft selbst offengelegt.

  • Forschung im Queerformat: Aktuelle Beiträge der LSBTI*-, Queer- und Geschlechterforschung

    6

    Forschung im Queerformat: Aktuelle Beiträge der LSBTI*-, Queer- und Geschlechterforschung
    Forschung im Queerformat: Aktuelle Beiträge der LSBTI*-, Queer- und Geschlechterforschung

    Menschen, die nicht ins heteronormative Raster der Gesellschaft passen, werden auch heute noch in vielen Lebensbereichen benachteiligt. Forschung und Wissensvermittlung helfen, diesen Diskriminierungen und bestehenden Vorurteilen zu begegnen und Akzeptanz gegenüber Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans* und Inter* (LSBTI*) aufzubauen. So beschäftigen sich zahlreiche Forschungsarbeiten mit den Lebenswelten von LSBTI* in Vergangenheit und Gegenwart. In bisher einzigartig vielfältiger Zusammenstellung geben Expert_innen in diesem Band einen Einblick in ihre LSBTI*-Forschungsarbeit und diskutieren aktuelle Forschungsperspektiven. Die Beiträge zeigen Forschungslücken auf und erörtern die gesellschaftliche Bedeutung von »Forschung im Queerformat«.

  • Expert_innen des Geschlechts?: Zum Wissen über Inter*- und Trans*-Themen

    16

    Expert_innen des Geschlechts?: Zum Wissen über Inter*- und Trans*-Themen
    Expert_innen des Geschlechts?: Zum Wissen über Inter*- und Trans*-Themen

    Muss eine Person Inter* oder Trans* sein, um als Expert_in für Inter*- oder Trans*themen anerkannt zu werden? Oder darf sie dies auf keinen Fall, da sie ›objektiv‹ sein muss? Und welche (Gefühls-)Arbeit müssen Expert_innen des Geschlechts alltäglich leisten, um im eigenen Geschlecht und/oder als Expert_in anerkannt zu werden? Verliert der professionelle Expert_innenstatus zunehmend an Deutungsmacht? Anhand von Interviews mit Aktivist_innen und Therapeut_innen räumt Kim Scheunemann mit dem Vorurteil auf, dass ausschließlich Inter*-oder Trans*personen sich mit Geschlecht auseinandersetzen (müssen) und stellt in Frage, ob es objektive Expert_innen des Geschlechtes überhaupt geben kann.

  • Ladyfest-Aktivismus: Queer-feministische Kämpfe um Freiräume und Kategorien

    14

    Ladyfest-Aktivismus: Queer-feministische Kämpfe um Freiräume und Kategorien
    Ladyfest-Aktivismus: Queer-feministische Kämpfe um Freiräume und Kategorien

    Ladyfeste stellen eine aktuelle queer-feministische Politikform dar. Alexandra Ommert liefert die bisher einzige Studie, die sich empirisch dem Ladyfest-Aktivismus der 2000er Jahre im deutschsprachigen Raum widmet. Sie ordnet das Phänomen historisch und begrifflich-theoretisch ein und schlägt vor, sein utopisches Potenzial im Ringen um Begriffe und Kategorien als plurale, transkategoriale Bündnispolitik zu verstehen und weiterzudenken. So werden nicht nur Einblicke in die aktivistischen Debatten und die historischen Zusammenhänge mit der Riot-Grrrl-Bewegung geboten, sondern auch deren Bedeutungen für einen aktuellen queer-feministischen Aktivismus aufgezeigt.

  • Sisters - Cyborgs - Drags: Das Denken in Begriffspersonen der Gender Studies

    11

    Sisters - Cyborgs - Drags: Das Denken in Begriffspersonen der Gender Studies
    Sisters - Cyborgs - Drags: Das Denken in Begriffspersonen der Gender Studies

    Feministische und queere Theorien sind mit ganz besonderen Figuren ausgestaltet: die »Sister« der zweiten Frauenbewegung, die »Cyborg« von Donna Haraway, das »Nomadic Subject« von Rosi Braidotti, die »New Mestiza« von Gloria Anzaldúa und die »Drag« von Judith Butler. Welche Funktionen erfüllen Begriffspersonen innerhalb von Genderdiskursen? Welche Wirkungen haben sie auf Leser_innen und Denker_innen? Und vor allem: Wo liegen die Potenziale dieser Figuren für Denken, Erkennen und politisches Handeln? Kirstin Mertlitsch zeigt auf, welche wissenschaftlichen Theorien und Schlüsselkonzepte queer-feministische Begriffspersonen verkörpern und ausagieren. Sie analysiert erstmals, in welchen rationalen, emotional-affektiven und körperlich-materiellen Dimensionen Wissen vermittelt und Erkenntnisprozesse ermöglicht werden.

  • Das Coming-out der Staaten: Europas sexuelle Minderheiten und die Politik der Sichtbarkeit

    15

    Das Coming-out der Staaten: Europas sexuelle Minderheiten und die Politik der Sichtbarkeit
    Das Coming-out der Staaten: Europas sexuelle Minderheiten und die Politik der Sichtbarkeit

    In den letzten zwei Jahrzehnten ist die LGBT-Bewegung (Lesbian, Gay, Bisexual and Transgender) in einer im Vergleich zu anderen Menschenrechtsbewegungen beispiellosen Geschwindigkeit gewachsen. Phillip M. Ayoub zeichnet die jüngere Geschichte dieser transnationalen Bewegung in Europa nach. Er zeigt, wie das »Coming-out« die marginalisierte Gesellschaftsgruppe ins Zentrum der politischen Debatte rückte und ihr zu längst fälligen Rechten verhalf. Neben der Analyse der von der Bewegung vertretenen Normen steht vor allem die Frage im Zentrum, warum die gesellschaftsrechtliche Anerkennung der LGBT-Minderheiten in den jeweiligen Staaten so unterschiedlich verläuft.

  • Widerspenstige Alltagspraxen: Eine queer-feministische Suchbewegung wider den Kapitalozentrismus

    13

    Widerspenstige Alltagspraxen: Eine queer-feministische Suchbewegung wider den Kapitalozentrismus
    Widerspenstige Alltagspraxen: Eine queer-feministische Suchbewegung wider den Kapitalozentrismus

    Widerspenstige Alltagspraxen sind kollektive Experimente, die sich auf der Suche nach emanzipatorischen Alternativen menschlichen Zusammenlebens und -arbeitens befinden. In drei Suchbewegungen verfolgt Madeleine Sauer die Frage, wie dominante Wissensproduktionen über Kapitalismus und Demokratie die Analyse widerspenstiger Alltagspraxen erschweren, welche queer-feministischen und herrschaftskritischen Theorieperspektiven dazu beitragen, jene Praxen in den Fokus zu nehmen, und was die Theorieproduktion von den gelebten Praxen lernen kann. Hierzu werden drei Praxisbeispiele aus dem Bereich der Raum(aneignungs)- und Stadtpolitiken - das Mietshäuser Syndikat, der Wagenplatz Schwarzer Kanal und das Projekt NewYorck im Bethanien - exemplarisch analysiert.

  • Visual Kei: Körper und Geschlecht in einer translokalen Subkultur

    8

    Visual Kei: Körper und Geschlecht in einer translokalen Subkultur
    Visual Kei: Körper und Geschlecht in einer translokalen Subkultur

    Visual Kei ist mit der Jahrtausendwende von Japan nach Europa gekommen. Die Subkultur zeichnet sich durch ästhetische Inszenierungspraxen aus, in denen Konzeptionen von Körper und Geschlecht fluide erscheinen. Die vertraute Geschlechtsbinarität wird überschritten: Eine Zuordnung zu den Polen »männlich« oder »weiblich« wird erschwert und auch heterosexuelles Begehren wird in Frage gestellt. Wie konstituieren sich Subjekte in und durch Praxis? Und wie werden sie darin anerkannt, möglich und lebbar? Nadine Heymanns ethnographische Studie geht diesen Fragen vor dem Hintergrund von Bourdieus Theorie der Praxis und Butlers Konzept der Performativität nach.

  • Intersex Narratives: Shifts in the Representation of Intersex Lives in North American Literature and Popular Culture

    12

    Intersex Narratives: Shifts in the Representation of Intersex Lives in North American Literature and Popular Culture
    Intersex Narratives: Shifts in the Representation of Intersex Lives in North American Literature and Popular Culture

    This book explores representations of intersex - intersex persons, intersex communities, and intersex as a cultural concept and knowledge category - in contemporary North American literature and popular culture. The study turns its attention to the significant paradigm shift in the narratives on intersex that occurred within early 1990s intersex activism in response to biopolitical regulations of intersex bodies. Focusing on the emergence of recent autobiographical stories and cultural productions like novels and TV series centering around intersex, Viola Amato provides a first systematic analysis of an activism-triggered resignification of intersex.

  • Refugees & Queers: Forschung und Bildung an der Schnittstelle von LSBTTIQ, Fluchtmigration und Emanzipationspolitiken

    17

    Refugees & Queers: Forschung und Bildung an der Schnittstelle von LSBTTIQ, Fluchtmigration und Emanzipationspolitiken
    Refugees & Queers: Forschung und Bildung an der Schnittstelle von LSBTTIQ, Fluchtmigration und Emanzipationspolitiken

    Verfolgung aufgrund marginalisierter sexueller Orientierung und geschlechtlicher Identität ist in der BRD ein anerkannter Asylgrund. Mindestens fünf Prozent der derzeit einreisenden Geflüchteten sind lesbisch, schwul, bisexuell, trans*, intergeschlechtlich oder queer - kurz LSBTTIQ-Geflüchtete. Sie sind in der BRD mit spezifischen Formen von Diskriminierungen konfrontiert, wodurch in der LSBTTIQ-Community einerseits ein zunehmendes Bewusstsein über Flucht und Migration und das Bedürfnis, sich politisch und unterstützend einzubringen, entsteht. Andererseits werden mit aktuell verstärkten Migrationsbewegungen auch Sorgen um emanzipatorische Errungenschaften laut, die zum Teil jedoch in rassistische Zuschreibungen abgleiten. Die Beiträger_innen des Bandes begegnen der Diskussion in differenzierter Weise und nehmen die Herausforderungen, aber auch Chancen und Möglichkeiten jenseits von Verallgemeinerungen und Paternalismus in den Blick. Sie befassen sich mit Forschungsethik, partizipativen Erhebungsmethoden, medialen Repräsentationen, intersektionalen Erfahrungen sowie den konkreten Bedürfnissen von LSBTTIQ-Geflüchteten in Erstunterbringung und Asylverfahren. Der Band bietet somit einen Einblick in verschiedene Sensibilisierungskonzepte und Bildungsansätze zum Thema LSBTTIQ-Geflüchtete.

  • Opacity - Minority - Improvisation: An Exploration of the Closet Through Queer Slangs and Postcolonial Theory

    27

    Opacity - Minority - Improvisation: An Exploration of the Closet Through Queer Slangs and Postcolonial Theory
    Opacity - Minority - Improvisation: An Exploration of the Closet Through Queer Slangs and Postcolonial Theory

    The expression »to come out of the closet« calls for an analysis of how language and notional as well as social spaces interact and intersect to constitute »queer«. This performative book, a product of artistic research, is an exploration of the proverbial closet through linguistics, queer, and postcolonial theory. It is a project in which opacity, minority, and improvisation happen on the levels of content, analysis, and typography. Eleven queer slangs from around the world become part of an exploration of queerness and knowledge from the Periphery through autoethnography, Édouard Glissant's concept of opacity, José Muñoz's disidentifications, and Gloria Anzaldúa's performative writing. Theory, personal accounts, and art are interwoven to offer an interdisciplinary reading of the slangs as queer methods of survival and resistance.

  • Queere Praktiken der Reproduktion: Wie lesbische und queere Paare Familie, Verwandtschaft und Geschlecht gestalten

    30

    Queere Praktiken der Reproduktion: Wie lesbische und queere Paare Familie, Verwandtschaft und Geschlecht gestalten
    Queere Praktiken der Reproduktion: Wie lesbische und queere Paare Familie, Verwandtschaft und Geschlecht gestalten

    Ein, zwei, drei oder vier Elternteile, »Sponkel«, »Mapas« und lesbische Zeugungsakte - wer oder was Familie ist und wie sie gegründet wird, hat sich vervielfältigt. Sarah Charlotte Dionisius rekonstruiert aus einer von den Feminist Science and Technology Studies inspirierten, queertheoretischen Perspektive, wie lesbische und queere Frauen*paare, die mittels Samenspende Eltern geworden sind, Familie, Verwandtschaft und Geschlecht imaginieren und praktizieren. Damit wirft sie einen heteronormativitätskritischen Blick auf die sozialwissenschaftliche Familienforschung sowie auf gesellschaftliche und rechtliche Entwicklungen, die neue Ein- und Ausschlüsse queerer familialer Lebensweisen mit sich bringen.

  • Trans*Gender im Film: Zur Entstehung von Alltagswissen über Transsex* in der filmisch-narrativen Inszenierung

    20

    Trans*Gender im Film: Zur Entstehung von Alltagswissen über Transsex* in der filmisch-narrativen Inszenierung
    Trans*Gender im Film: Zur Entstehung von Alltagswissen über Transsex* in der filmisch-narrativen Inszenierung

    Wenn sich ein Individuum der binären Geschlechtseinteilung entzieht, wird das Alltagswissen instabil: Durch die Konstituierung eines ›Anderen‹ gegenüber dem menschlich ›Normalen‹ werden Individuen aus dem Bereich des Menschlichen ausgeschlossen, sie gelten als kulturell nicht intelligibel (Butler). Annette Raczuhn greift ein Forschungsdesiderat in diesem Bereich auf, indem sie erstmals die Produktion von gesellschaftlich geteiltem Wissen anhand der kulturellen Repräsentation von Transsex* in Filmen untersucht. Mit den Theoremen »Wrong Body Story«, Voyeurismus, Beichtpraxis und dem Passing-out zeigt sie die gesellschaftliche Diskrepanz zwischen wissenschaftlicher Konstruktion und Alltagsverständnis auf.

  • History's Queer Stories: Retrieving and Navigating Homosexuality in British Fiction about the Second World War

    19

    History's Queer Stories: Retrieving and Navigating Homosexuality in British Fiction about the Second World War
    History's Queer Stories: Retrieving and Navigating Homosexuality in British Fiction about the Second World War

    Critical analysis of the dramatisation of homosexuality in British fiction about the Second World War is noticeable only by its relative absence from the field. Whereas feminist literary criticism has broadened the canon of war fiction to include narratives by and about women, queer scholars have seldom focused on literary representations of homosexuality during the war. Natalie Marena Nobitz closes a glaring gap in the critical attention of four novels dealing with the disruption of gender roles and institutionalised heteronormativity: Walter Baxter's Look Down in Mercy (1951), Mary Renault's The Charioteer (1953), Sarah Waters' The Night Watch (2006) and Adam Fitzroy's Make Do and Mend (2012).

  • Das Selbstbestimmungsgesetz: Über die Diskurse um Transgeschlechtlichkeit und Identitätspolitik

    35

    Das Selbstbestimmungsgesetz: Über die Diskurse um Transgeschlechtlichkeit und Identitätspolitik
    Das Selbstbestimmungsgesetz: Über die Diskurse um Transgeschlechtlichkeit und Identitätspolitik

    Im Zuge der politischen und medialen Debatten um das geplante Selbstbestimmungsgesetz, welches das Transsexuellengesetz ablösen soll, findet ein Ringen um die Selbst- und Fremdbestimmung des Geschlechts statt. Dies kann exemplarisch für den Widerstreit von geschlechterbinären und geschlechterpluralen Lebensformen verstanden werden. Annette und Waldemar Vanagas zeigen anhand der nunmehr vier Jahre andauernden Diskurse auf, wie identitätspolitische Bestrebungen um das Geschlechterwissen und eine daraus abgeleitete gesellschaftliche Ordnung zu neuen Prekarisierungen führen. So wird der vermeintliche Konsens auf Ebene der Identitätspolitik dabei zumeist auf dem Rücken transgeschlechtlicher Menschen ausgetragen.

  • Good White Queers?: Racism and Whiteness in Queer U.S. Comics

    23

    Good White Queers?: Racism and Whiteness in Queer U.S. Comics
    Good White Queers?: Racism and Whiteness in Queer U.S. Comics

    How do white queer people portray our own whiteness? Can we, in the stories we tell about ourselves, face the uncomfortable fact that, while queer, we might still be racist? If we cannot, what does that say about us as potential allies in intersectional struggles? A careful analysis of Dykes To Watch Out For and Stuck Rubber Baby by queer comic icons Alison Bechdel and Howard Cruse traces the intersections of queerness and racism in the neglected medium of queer comics, while a close reading of Jaime Cortez's striking graphic novel Sexile/Sexilio offers glimpses of the complexities and difficult truths that lie beyond the limits of the white queer imaginary.

  • Bouncing Back: Queer Resilience in Twentieth and Twenty-First Century English Literature and Culture

    24

    Bouncing Back: Queer Resilience in Twentieth and Twenty-First Century English Literature and Culture
    Bouncing Back: Queer Resilience in Twentieth and Twenty-First Century English Literature and Culture

    LGBTQ people have strategies of resilience at their disposal to help them deal with the challenge that heteronormativity as a power structure poses to their affective lives. This book makes the concept of resilience available to queer literary and cultural studies, analysing these strategies in terms of narration, performance, bodies, and space. Resilience turns out to be a highly interactive mode of being in the world, which can set free creative energy as well as draw inspiration and energy from artistic work. Authors and artists discussed include Katherine Mansfield, Christopher Isherwood, Sylvia Townsend Warner, Jeanette Winterson, Michael Cunningham, and Ian McKellen.

  • Schwuler* Fußball: Ethnografie einer Freizeitmannschaft

    18

    Schwuler* Fußball: Ethnografie einer Freizeitmannschaft
    Schwuler* Fußball: Ethnografie einer Freizeitmannschaft

    Durch Sprache diskriminiert und lange Zeit tabuisiert: schwule Fußballer. 2015 haben sie mit dem Coming-out des ehemaligen deutschen Nationalspielers Thomas Hitzlsperger eines ihrer ersten und prominentesten Gesichter erhalten. Jenseits von Scheinwerferlicht und Einzelfällen nimmt diese ethnografische Studie erstmalig den Alltag von schwulen* Fußballteams im Freizeit- und Amateurbereich in den Fokus. Die teilnehmende Beobachtung als Spieler-Trainer führte Stefan Heissenberger auf die Vorder- und Hinterbühnen dieses Unterfeldes des heteronormativen Fußballs. Die Ergebnisse zu Vereinspolitik, Geselligkeit, schwulen* Turnieren und Männlichkeiten sowie deren Einbettung in »den« Fußball setzen neue Impulse für die sozialwissenschaftliche und gesellschaftspolitische Auseinandersetzung mit der weltweit bedeutsamsten Sportart.

  • Gender und Biopolitik: Normative und intersektionale Gewalt gegen Trans*Menschen

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    Gender und Biopolitik: Normative und intersektionale Gewalt gegen Trans*Menschen
    Gender und Biopolitik: Normative und intersektionale Gewalt gegen Trans*Menschen

    Das Zweigeschlechtermodell ist schon lange ein umkämpfter Schauplatz von Transformation sowie Versuchen der Fixierung binärer Identitätskonzepte. Tamás Jules Joshua Fütty geht der Frage nach, was Normen mit Geschlecht, Gewalt, Staatlichkeit und Biopolitik zu tun haben. Im Gegensatz zu der Reduktion auf ›transphobe Hassgewalt‹ wird ein erweitertes Gewaltverständnis begründet: als normative und intersektionale Gewalt, die v.a. über Recht und Medizin institutionell verankert ist und ungleiche Lebenschancen für Trans*Menschen hervorbringt. Innerhalb bestehender Sicherheitsdispositive und ihrer Grenzregime sind mehrfachdiskriminierte Trans*Menschen besonders stark für lebensbedrohliche Gewalt und vorzeitigen Tod exponiert.

  • Queer Turkey: Transnational Poetics of Desire