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Der neue Sonnenwinkel 9 – Familienroman: Ein Scherbenhaufen im Paradies …
Der neue Sonnenwinkel 70 – Familienroman: Ein Brief spielt Schicksal
Der neue Sonnenwinkel 8 – Familienroman: Bitte verzeih uns, Bambi!
Ebook series30 titles

Der neue Sonnenwinkel

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About this series

Entscheidungen fürs Leben sollen gefällt werden. Was lange vorbereitet wurde, muss nun vollzogen werden. Aber wie sorgfältig auch alles geknüpft wurde – am Ende sind es die Überraschungen, die Verwicklungen, mit denen keiner rechnete, einschneidende Veränderungen, die den neuen Sonnenwinkel vollenden. Mancher wird bleiben und diesen schönen Flecken Erde genießen, manch anderer wird den Weg suchen in die große weite Welt. Nicht alle Erwartungen werden sich erfüllen. Aber die Liebe wird bleiben im Sonnenwinkel, und wer hier ausgeharrt hat, wird am Ende nicht enttäuscht sein.

Das konnte jetzt wirklich nicht wahr sein. Nicki hatte seit gefühlten Ewigkeiten nichts mehr von Franziska Belani gehört, sie nicht gesehen. Und ausgerechnet jetzt rief sie an, unpassender konnte es überhaupt nicht sein. Sie mochte Franziska sehr gern, doch diesen Anruf jetzt konnte Nicki überhaupt nicht gebrauchen. Davon allerdings ahnte Franziska nichts, die sofort munter zu plaudern begann: »Nicki, wie du gewiss von deiner Freundin, der Frau Doktor, bereits weißt, sind meine Tage im Sonnenwinkel gezählt, sitze ich praktisch bereits auf gepackten Koffern. Und da dachte ich, dass wir unbedingt noch etwas Zeit miteinander verbringen sollten. Wenn du magst, dann können wir jetzt ein wenig plaudern, und dabei können wir uns direkt auch verabreden. Ich richte mich da vollkommen nach dir, denn schließlich hast du ja diese entzückende kleine Tochter, die natürlich immer Priorität haben muss.« Franziska wollte weiterreden, doch Nick unterbrach sie sofort. Zu jedem anderen Zeitpunkt hätte sie gern mit diesem Opernstar geplaudert, jetzt ging es wirklich nicht. »Franziska, ich habe gerade Besuch, deswegen passt es jetzt nicht, aber natürlich möchte ich mich gern mit dir treffen. Ich rufe dich an, ja? Dann können wir uns verabreden.« Franziska war enttäuscht, sie hatte sich auf ein Telefonat mit Nicki gefreut, einmal, weil sie Nicki wirklich sehr gern mochte, andererseits allerdings, weil sie ziemliche Langeweile hatte. Der Sonnenwinkel war niemals ein Sehnsuchtsort von ihr gewesen, und jetzt, da feststand, dass sie ihn bald verlassen würde, hatte sie auch überhaupt keine Lust mehr, sich umzusehen, Leute kennenzulernen. »Schade, Nicki«, erwiderte sie, »ruf mich an, sobald du Zeit und Lust hast.« »Ja, werde ich tun, ich freue mich darauf, dich endlich wieder mal zu treffen, Franziska.« Sie verabschiedeten sich voneinander, Nicki legte das Telefon weg, am liebsten hätte sie es ganz ausgestellt, um nicht noch einmal gestört zu werden. Aber das war doch wieder einmal so typisch, so etwas geschah, wenn man nicht damit rechnete und wenn man es nicht brauchte.
LanguageDeutsch
PublisherKelter Media
Release dateMay 23, 2017
Der neue Sonnenwinkel 9 – Familienroman: Ein Scherbenhaufen im Paradies …
Der neue Sonnenwinkel 70 – Familienroman: Ein Brief spielt Schicksal
Der neue Sonnenwinkel 8 – Familienroman: Bitte verzeih uns, Bambi!

Titles in the series (33)

  • Der neue Sonnenwinkel 8 – Familienroman: Bitte verzeih uns, Bambi!
    Der neue Sonnenwinkel 8 – Familienroman: Bitte verzeih uns, Bambi!
    Der neue Sonnenwinkel 8 – Familienroman: Bitte verzeih uns, Bambi!

    Im Sonnenwinkel ist eine Familienroman-Serie. Schauplätze sind der am Sternsee gelegene Sonnenwinkel und die Felsenburg, eine beachtliche Ruine von geschichtlicher Bedeutung. Mit Michaela Dornberg übernimmt eine sehr erfolgreiche Serienautorin, die Fortsetzung der beliebten Familienserie "Im Sonnenwinkel". Michaela Dornberg ist mit ganzem Herzen in die bezaubernde Welt des Sonnenwinkels eingedrungen. Sie kennt den idyllischen Flecken Erlenried und die sympathische Familie Auerbach mit dem Nesthäkchen Bambi. Bambi Auerbach war wie erstarrt. Sie sah nicht mehr ihren Überraschungseisbecher, von dem sie zuvor so entzückt war, nein. Sie versuchte, sich an das zu erinnern, worüber die beiden Frauen nebenan gesprochen hatten, unter anderem, musste man sagen. Die beiden Frauen hatten ohne Punkt und Komma geredet und wirklich alles durchgehechelt. Aufmerksam geworden war Bambi eigentlich erst, als zuerst der Name Auerbach gefallen war, und dann sogar ihr Name, ganz eindeutig Bambi Auerbach. Das konnte sie sich doch nicht ausgedacht haben, weil sie wegen der Abreise von Hannes so durcheinander war. Ja sicher, das war sie, und wie. Ihr Herz tat weh, aber das bedeutete doch nicht, dass auch mit ihrem Kopf etwas nicht stimmte. Sie hatte ihren Namen gehört! Am liebsten wäre Bambi jetzt aufgestanden, in die Nische nach nebenan gegangen, um sich die Frauen anzusehen. Die Stimmen kannte sie auf jeden Fall nicht. Gerade als sie noch darüber nachdachte, sprach eine der Frauen, und das, was sie sagte, hielt Bambi auf ihrem Stuhl fest. »Du kannst sagen was du willst, meine Liebe. Ich wette dagegen. Adoptierte Kinder haben es schwer, und sie werden von ihren Adoptiveltern niemals so geliebt wie ihre eigenen Kinder. So, und bei dieser Aussage bleibe ich.« »Und ich wiederhole noch einmal, dass man das nicht so pauschal sagen kann. Sicher hast du in dem einen oder anderen Fall recht. Aber es gibt Adoptiveltern, die ihr adoptiertes Kind vergöttern. Und da führe ich noch einmal die Auerbachs aus dem Sonnenwinkel an. Die lieben diese Bambi über alles.« »Ja, das stimmt«, gab die

  • Der neue Sonnenwinkel 9 – Familienroman: Ein Scherbenhaufen im Paradies …
    Der neue Sonnenwinkel 9 – Familienroman: Ein Scherbenhaufen im Paradies …
    Der neue Sonnenwinkel 9 – Familienroman: Ein Scherbenhaufen im Paradies …

    Im Sonnenwinkel ist eine Familienroman-Serie. Schauplätze sind der am Sternsee gelegene Sonnenwinkel und die Felsenburg, eine beachtliche Ruine von geschichtlicher Bedeutung. Mit Michaela Dornberg übernimmt eine sehr erfolgreiche Serienautorin, die Fortsetzung der beliebten Familienserie "Im Sonnenwinkel". Michaela Dornberg ist mit ganzem Herzen in die bezaubernde Welt des Sonnenwinkels eingedrungen. Sie kennt den idyllischen Flecken Erlenried und die sympathische Familie Auerbach mit dem Nesthäkchen Bambi. Am liebsten wäre Doktor Roberta Steinfeld auf das Mädchen zugelaufen, hätte die Kleine ganz fest in die Arme genommen und ihr gesagt, dass sie sich doch nicht so quälen sollte. Sie blieb wie angewurzelt stehen. Bambi Auerbach, die sich künftighin nur noch Pam nennen wollte. Das war die Abkürzung ihres eigentlichen Namens Pamela. Sie bot ein Bild des Jammers, wie sie blass, angespannt und mit leerem Blick auf ihrem Stuhl saß, das Fotoalbum mit Bildern ihrer leiblichen Eltern fest an sich gepresst, als könne sie daran den Halt finden, der ihr verloren gegangen war. Oh, es war schon nachvollziehbar, dass ihr der Boden unter den Füßen weggebrochen war, als sie zufällig und das in aller Öffentlichkeit, in einem Eiscafé, erfahren musste, dass sie keine Auerbach war, sondern dass man sie adoptiert hatte. Sie, die sich für eine Auerbach durch und durch gehalten hatte, war aus ihrer Wohlfühlwelt herausgerissen worden. Roberta konnte dem Himmel nur immer wieder danken, dass sie Pam – es fiel ihr schwer, sie so zu nennen – zufällig mitten in der Nacht gefunden hatte, als sie von einem späten Patientenhausbesuch kam. Sie hatte sie mitgenommen, und nun war sie also bei ihr, weil sie ihre vermeintlichen Eltern nicht mehr sehen wollte. Und selbst Ricky, ihrer Schwester, war es nicht gelungen, einen Draht zu Pamela zu bekommen. Alles war anders geworden. Aber es war kein Zustand, der anhalten konnte. Pam musste zur Schule, und auf ewig konnte sie nicht schmollen. Welch ein Glück, dass die Auerbachs überhaupt zugestimmt hatten, dass ihre jüngste Tochter, die sie über alles

  • Der neue Sonnenwinkel 70 – Familienroman: Ein Brief spielt Schicksal
    Der neue Sonnenwinkel 70 – Familienroman: Ein Brief spielt Schicksal
    Der neue Sonnenwinkel 70 – Familienroman: Ein Brief spielt Schicksal

    Vor Robertas Haustür liegt ein neugeborenes Mädchen, Adrienne. Roberta und Alma sind vollkommen aus dem Häuschen, aber auch überfordert. Da erweisen sich Inge Auerbach und Teresa von Roth als sehr hilfreiche Engel. Bea und Alex befinden sich auf einem sehr guten Weg. Er zerstreut mehr und mehr ihre Zweifel, keine neue Bindung eingehen zu dürfen, solange die alte formal noch nicht beendet, wenn auch endgültig gescheitert ist. Bea ist jetzt tatsächlich glücklich mit Alex. Plötzlich ruft Horst an mit einer erstaunlichen Neuigkeit. Er drängt auf ein schnelles Ende ihrer Ehe. Horst ist sogar bereit, sehr viel Geld dafür zu zahlen. Eine halbe Million! Inge und Werner frühstücken gemeinsam. Ihre Harmonie kennt keine Grenzen mehr. Werner ist bereit, sein altes Leben aufzugeben. Inge ist sprachlos vor Glück. Angela von Bergen wollte gerade zu ihrem Glas greifen, um etwas zu trinken, als sie es unvermittelt wieder abstellte. Was hatte ihre Mutter da gerade gesagt? Was redete sie da? "Mama, was für ein Brief?", erkundigte sie sich irritiert. Sophia blickte ihre Tochter an. Das konnte jetzt nicht wahr sein. Seit dieser Brief aus Achenberg gekommen war, bereitete er ihr Bauchschmerzen, und ihre Tochter blickte sie an, als habe sie gerade Suaheli gesprochen. Wollte Angela sie jetzt veräppeln? Oder wollte sie mit ihr nicht über den Inhalt des Briefes reden? Das war wohl die richtigere Variante, und sie war auch überhaupt nicht dazu verpflichtet. Sie sprachen über alles. Zwischen Mutter und Tochter gab es keine Geheimnisse. Und Angela hätte ihr jetzt ruhig sagen können, dass es sie nichts anging, was in dem Brief stand. Doch so zu tun, als sei sie durch diese Frage aus allen Wolken gefallen, das ging überhaupt nicht. Sophia richtete sich ein wenig auf. So ganz richtig konnte sie sich nicht entscheiden, ob sie ganz cool darüber hinweggehen sollte oder die Beleidigte spielen, was sie im Grunde genommen ja auch war. "Angela, es ist ja schon gut. Ich hätte es jetzt nicht erwähnen müssen. Es geht mich ja auch nichts an."

  • Der neue Sonnenwinkel 71 – Familienroman: Die schöne Seele und der See
    Der neue Sonnenwinkel 71 – Familienroman: Die schöne Seele und der See
    Der neue Sonnenwinkel 71 – Familienroman: Die schöne Seele und der See

    Vor Robertas Haustür liegt ein neugeborenes Mädchen, Adrienne. Roberta und Alma sind vollkommen aus dem Häuschen, aber auch überfordert. Da erweisen sich Inge Auerbach und Teresa von Roth als sehr hilfreiche Engel. Bea und Alex befinden sich auf einem sehr guten Weg. Er zerstreut mehr und mehr ihre Zweifel, keine neue Bindung eingehen zu dürfen, solange die alte formal noch nicht beendet, wenn auch endgültig gescheitert ist. Bea ist jetzt tatsächlich glücklich mit Alex. Plötzlich ruft Horst an mit einer erstaunlichen Neuigkeit. Er drängt auf ein schnelles Ende ihrer Ehe. Horst ist sogar bereit, sehr viel Geld dafür zu zahlen. Eine halbe Million! Inge und Werner frühstücken gemeinsam. Ihre Harmonie kennt keine Grenzen mehr. Werner ist bereit, sein altes Leben aufzugeben. Inge ist sprachlos vor Glück. Sophia von Bergen war sehr alarmiert. Und das konnte sie auch sein. Innerhalb kürzester Zeit war aus einer bestens gelaunten jungen Frau ein aufgelöstes Nervenbündel geworden. Dabei hatte Angela aus ihrem Arbeitszimmer nur etwas holen wollen, und jetzt erinnerte Sophia sich auch wieder, die Jacke, die Angela nun auch trug und die eine ganze Weile unbeachtet über einer Stuhllehne gehangen hatte, eine Unart von ihrer Tochter, die Sophia ihrer Tochter einfach nicht abgewöhnen konnte, was sie mittlerweile auch aufgegeben hatte Nachdem Sophia einen Augenblick wie gelähmt war, wollte sie aufspringen, zu ihrer Tochter eilen, sie in den Arm nehmen, trösten. Es war schließlich nicht zu übersehen, dass sich in dieser kurzen Zeit etwas geschehen sein musste, was Angela völlig aus der Bahn geworfen hatte, und so etwas geschah nicht so leicht. Auf jeden Fall half in einer derartigen Situation am meisten, seinem Kind seine Liebe zu zeigen, dass man für es da war, was immer auch geschah. Und das, wie alt das Kind mittlerweile geworden war, weil Mutterliebe niemals aufhörte. Angela schien gespürt zu haben, was ihre Mutter vorhatte. Sie erwachte aus ihrer Erstarrung. "Mama, bitte bleib sitzen", rief sie hastig, und dann war Angela auch schon mit wenigen Schritten bei ihrer Mutter, setzte sich, ergriff deren Hand, und dann sagte sie mit bebender, ihr kaum ­gehorchender Stimme: "Mama, Berthold ist tot." Eine Bombe hätte keine einschlagendere Wirkung haben können. Sophia starrte ihre Tochter voller Nichtbegreifen an. Was hatte Angela da gesagt? Das konnte nur ein Scherz sein, doch mit dem Tod machte man keine Scherze. Sie schluckte, wollte etwas sagen, es gelang ihr einfach nicht, ein Wort herauszubringen, in ihrem Kopf begannen die Gedanken zu kreisen. Sie riss sich zusammen, stammelte schließlich ein: "Angela, was hast du da gesagt?" Eine törichte Frage, Angela hatte sich klar und deutlich ausgedrückt, und sie hatte es verstanden. "Mama, ich konnte es erst auch nicht begreifen, doch es trifft zu, Berthold ist tot." Nach diesen Worten war es erst einmal still, so still, dass man das Ticken der Uhr hören konnte.

  • Der neue Sonnenwinkel 72 – Familienroman: Warum hast du mich belogen?
    Der neue Sonnenwinkel 72 – Familienroman: Warum hast du mich belogen?
    Der neue Sonnenwinkel 72 – Familienroman: Warum hast du mich belogen?

    Vor Robertas Haustür liegt ein neugeborenes Mädchen, Adrienne. Roberta und Alma sind vollkommen aus dem Häuschen, aber auch überfordert. Da erweisen sich Inge Auerbach und Teresa von Roth als sehr hilfreiche Engel. Bea und Alex befinden sich auf einem sehr guten Weg. Er zerstreut mehr und mehr ihre Zweifel, keine neue Bindung eingehen zu dürfen, solange die alte formal noch nicht beendet, wenn auch endgültig gescheitert ist. Bea ist jetzt tatsächlich glücklich mit Alex. Plötzlich ruft Horst an mit einer erstaunlichen Neuigkeit. Er drängt auf ein schnelles Ende ihrer Ehe. Horst ist sogar bereit, sehr viel Geld dafür zu zahlen. Eine halbe Million! Inge und Werner frühstücken gemeinsam. Ihre Harmonie kennt keine Grenzen mehr. Werner ist bereit, sein altes Leben aufzugeben. Inge ist sprachlos vor Glück. "Hallo, Ladybird, ich habe deine Stimme und dich so sehr vermisst." Roberta hatte Kens Anruf erhofft, sie hatte sich ausgemalt, wie es sein würde. Sie schluckte, dann presste sie ein "Hallo, Ken", hervor. Mehr musste sie auch nicht sagen, er redete, und sie hoffte Zeit zu bekommen, den Gefühlssturm in sich wenigstens zu einem lauen Windchen herunterzuatmen. Dazu kam es allerdings nicht, denn er sagte: "Ladybird, es tut mir ja so unendlich leid, dass wir uns am Wochenende nicht sehen konnten. Es hat mir fast das Herz gebrochen, aber wir holen es nach. Und der einzige Trost für mich ist nur, dass wir ein ganzes Stück weitergekommen sind mit unseren Dreharbeiten und dass wir, was so richtig erfreulich ist, in den Kosten geblieben sind, was nicht vorhersehbar war. Nun, das tröstet mich wirklich ein wenig." "Du sagtest es schon mal, Ken", antwortete sie und war sehr verwundert, wie sachlich ihre Stimme klang, "schön für dich." Merkte er es nicht, oder wollte er es nicht merken? "Ja, das ist wirklich schön", war seine Erwiderung. "Ich habe immer dein Bild vor Augen gehabt, leider konnte ich mich nicht bei dir melden, weil es da, wo wir drehten, keinerlei Empfang gab." Nun beschloss sie, diesem Spiel ein Ende zu bereiten, auch wenn es wehtat und wenn die Folgen, die ihre Worte haben würden, schmerzhaft für sie waren. "Das wundert mich allerdings jetzt sehr, Ken. In Paris gab es keinen Empfang?" Es war still am anderen Ende der Leitung, und Roberta vermutete schon, er habe vor lauter Schreck aufgelegt oder die Leitung sei aus einem anderen Grund unterbrochen. Das kam hin und wieder schließlich schon mal vor.

  • Der neue Sonnenwinkel 73 – Familienroman: Ein Baby im Doktorhaus
    Der neue Sonnenwinkel 73 – Familienroman: Ein Baby im Doktorhaus
    Der neue Sonnenwinkel 73 – Familienroman: Ein Baby im Doktorhaus

    Vor Robertas Haustür liegt ein neugeborenes Mädchen, Adrienne. Roberta und Alma sind vollkommen aus dem Häuschen, aber auch überfordert. Da erweisen sich Inge Auerbach und Teresa von Roth als sehr hilfreiche Engel. Bea und Alex befinden sich auf einem sehr guten Weg. Er zerstreut mehr und mehr ihre Zweifel, keine neue Bindung eingehen zu dürfen, solange die alte formal noch nicht beendet, wenn auch endgültig gescheitert ist. Bea ist jetzt tatsächlich glücklich mit Alex. Plötzlich ruft Horst an mit einer erstaunlichen Neuigkeit. Er drängt auf ein schnelles Ende ihrer Ehe. Horst ist sogar bereit, sehr viel Geld dafür zu zahlen. Eine halbe Million! Inge und Werner frühstücken gemeinsam. Ihre Harmonie kennt keine Grenzen mehr. Werner ist bereit, sein altes Leben aufzugeben. Inge ist sprachlos vor Glück. Almas Aufschrei konnte einem durch Mark und Bein gehen. Roberta fiel vor Schreck der Autoschlüssel aus der Hand. Sie bückte sich automatisch, hob ihn auf, dann nahm auch sie bewusst wahr, was bei Alma diese Aufregung hervorgerufen hatte. Vor der Haustür, der privaten Haustür des Doktorhauses lag ein größeres, längliches Paket. In dem schummerigen Licht der Straßenlaterne konnte man nicht erkennen, was das sein sollte. Auf jeden Fall war es ungewohnt, und deswegen gingen einem die merkwürdigsten Gedanken durch den Kopf, angefangen von einer Bombe, die jemand abgelegt hatte. Roberta hatte zwar keine Feinde, doch man konnte nicht in den Kopf eines jeden Menschen sehen, und es konnte den einen oder anderen unter ihnen geben, dem ihr Gesicht nicht gefiel. Lange konnte sie über die unterschiedlichsten Möglichkeiten nicht nachdenken, denn Alma hatte sich bei ihr am Arm festgekrallt und wisperte aufgeregt: "Frau Doktor, was ist das? Was hat das zu bedeuten?" Zuerst einmal musste sie sich darum kümmern, dass ihre Alma nicht kollabierte. "Alma, so beruhigen Sie sich erst einmal, wenn wir das Paket erreicht haben, werden wir es sehen. Vielleicht hat sich da jemand einen Scherz erlaubt." Alma schüttelte entschieden den Kopf. "Nein, das glaube ich nicht, ich spüre, dass es …" Sie brach ihren Satz ab, und Roberta hätte jetzt nur erraten können, was Alma spürte, doch dazu hatte sie weder Lust, noch war es ihre Art, sich in Richtung Spökenkiekerei zu bewegen. Dafür war eindeutig ihre Freundin Nicki zuständig. Nicki und Alma konnten sich über Schwingungen, Gespür, Voraussagen und ähnliches stundenlang unterhalten. Roberta zog Alma mit sich fort, es dauerte nicht lange, und sie hatten das Paket erreicht. Sie beugten sich gleichzeitig herunter und dann hielten sie den Atem an. In dem Paket lag, dick vermummt, ein Baby!

  • Der neue Sonnenwinkel 74 – Familienroman: Du bist das beste Stück der Welt!
    Der neue Sonnenwinkel 74 – Familienroman: Du bist das beste Stück der Welt!
    Der neue Sonnenwinkel 74 – Familienroman: Du bist das beste Stück der Welt!

    Roberta fällt aus allen Wolken, als plötzlich Max bei ihr auftaucht. Doch sie kann entspannen, er will nichts von ihr. Er ist gekommen, um sich das Ärztehaus anzusehen, das im Neubaugebiet entsteht. Als er sie kurz darauf anruft, um ihr zu sagen, dass er das neue Ärztehaus nicht kaufen wird, ihr beim selben Gespräch anbietet, sie zu entschädigen, weil er sie damals bei der Scheidung so unfair behandelte, kann sie es nicht fassen. Roberta verzichtet. Nicki ruft an, um ihr zu erzählen, dass Pete gekommen ist, um sie zu besuchen. Er ist kein Straßenmusikant mehr, sondern in den Schoß seiner adligen Familie zurückgekehrt. Nicki ist nicht mehr an ihm interessiert. Inge erlebt eine große Überraschung. Werner hat alle Kinder eingeladen. Inge ist überwältigt davon. Für Julia und Tim kommt der letzte Arbeitstag im "Seeblick". Sie gesteht ihm, dass sie schwanger ist. Beide sind überglücklich, dass sich ihr Traum so schnell erfüllt. Roberta dagegen hat plötzlich gewisse Vorahnungen … Almas merkwürdiges Verhalten, als sie den Besuch ankündigte. Roberta hatte keine Gelegenheit, es zu hinterfragen, denn der Besucher betrat direkt hinter Alma den Raum. Roberta konnte nur froh sein, dass sie saß, sonst wäre ihr gar vor lauter Überraschung die kleine Adrienne aus den Armen gefallen. Max. Sie hätte mit allem gerechnet, mit ihrem Exmann allerdings nicht. Sie hatte versucht, alles zu vergessen, was zwischen ihnen gewesen war, die guten und die schlechten Zeiten, von denen die schlechten Zeiten deutlich in der Überzahl gewesen waren. Was wollte Max von ihr? Roberta spürte, wie alle Alarmglocken in ihr angingen. Sie hatte vor ihm Ruhe gehabt, weil eine Frau die Kosten für sein aufwendiges Leben übernommen hatte. War das vorbei, und er hatte sich an sie erinnert und wollte nun versuchen, etwas aus ihr herauszuquetschen? Solche Gedanken waren nicht abwegig, denn Dr. Max Steinfeld hatte da überhaupt keine Skrupel. Allerdings war auch er mehr als bloß überrascht, der blieb stehen, schaute sie voller Erstaunen an. Er war es allerdings, der sich zuerst fasste. "Du hast ein Kind?", quetschte er überrascht hervor, deutete auf die kleine Adrienne, die in Robertas Armen lag. Sollte sie ihm erzählen, wie sie an das Baby gekommen war, dass es einfach vor ihrer Tür gelegen hatte? Es schossen ihr viele Gedanken durch den Kopf, dann entschied sie, darauf nicht zu antworten, sondern ihn zu fragen, was er von ihr wolle, und das tat sie dann auch. "Darf ich mich vielleicht erst mal setzen?", erkundigte er sich.

  • Der neue Sonnenwinkel 75 – Familienroman: Gibt es ein Leben ohne Adrienne?
    Der neue Sonnenwinkel 75 – Familienroman: Gibt es ein Leben ohne Adrienne?
    Der neue Sonnenwinkel 75 – Familienroman: Gibt es ein Leben ohne Adrienne?

    In der jungen Frau, die verdächtig oft in der Nähe des Doktorhauses zu sehen ist, glaubt Roberta die Kindesmutter zu erkennen. Es trifft zu, sie ist tatsächlich die Mutter von Adrienne. Die Zeit des Babys im Doktorhaus ist also begrenzt. Adrian Coubert, der Kindesvater, kommt plötzlich in den Sonnenwinkel. Roberta hat das sehr geschickt arrangiert, und ihr Plan geht auf: Er übernimmt die Verantwortung, freut sich und will Paula, die Mutter der Kleinen, und Adrienne zu sich nach Lyon holen. Sie wollen eine kleine, glückliche Familie werden. Genau das könnte Roberta und Alma trösten. Heinz Rückert bekommt von der tatkräftigen Ärztin die Leviten gelesen. Sie fordert ihn ganz dringend auf, sein Leben zu ändern. Teresa bekommt einen unangenehmen Drohbrief. Als sie auf dem Weg ist, Bücher abzuholen, macht sie eine folgenreiche Entdeckung. In Robertas Beruf kam man mehr als nur einmal in Situationen, die ziemlich grenzwertig waren, ob einem etwas oder jemand sympathisch oder unsympathisch war. Da musste man durch. Das jetzt war eine Situation, die Roberta überforderte. Sie konnte es ignorieren, und alles würde so weiterlaufen wie bisher, oder aber sie klärte es, und, da war sie sich sehr sicher, würde sich alles verändern. Ihr innerer Kampf dauerte nur ein paar Sekunden, dann gab sie sich einen Ruck, lief auf die schlanke junge Frau zu, die ihr bereits einige Male in der Nähe des Doktorhauses aufgefallen war. Die junge Frau bemerkte, dass die Aufmerksamkeit ihr galt, wollte davonlaufen, doch Roberta hinderte sie daran. "Halt, warten Sie bitte." Das half nichts, da musste sie halt stärkere Geschütze auffahren, obwohl sie sich das Zusammentreffen mit dieser Frau anders vorgestellt hatte. "Ich weiß, wer Sie sind: die Mutter von Adrienne." Ein Blitzschlag hätte keine größere Wirkung haben können, die junge Frau blieb wie angewurzelt stehen, drehte sich jedoch nicht um. Mit wenigen Schritten war Roberta bei ihr. "Tut mir leid, dass ich Ihnen das jetzt so direkt ins Gesicht geschleudert habe. Ich wollte jedoch nicht, dass Sie davonlaufen. Wir müssen miteinander reden." Im Zeitlupentempo drehte die junge Frau sich um. Sie und Roberta sahen sich in die Augen. Das Entsetzen war im Gesicht der jungen Frau nicht zu übersehen, auch eine gewisse Verunsicherung. Sie war hochgewachsen, sehr schlank, hatte dunkelblonde Haare, die zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden waren, schöne graue Augen, in denen das blanke Entsetzen lag. Die junge Frau war erregt, schluckte, verknetete ihre Hände ineinander. "Ich …, wie haben Sie …, äh …"

  • Der neue Sonnenwinkel 76 – Familienroman: Eine Dame von Format
    Der neue Sonnenwinkel 76 – Familienroman: Eine Dame von Format
    Der neue Sonnenwinkel 76 – Familienroman: Eine Dame von Format

    Teresa sieht auf dem Marktplatz eine junge Frau und ist sofort überzeugt davon, dass die den Drohbrief geschrieben hat, eine im Internat abgewiesene Bewerberin. Der Verdacht trifft zu! Doch statt sich aufzuregen, die Frau zur Polizei zu bringen, redet Teresa mit ihr, hilft ihr und vermittelt ihr sogar einen Job bei Heinz Rückert. Bald darauf kommt Simone Rettinger, die Drohbriefschreiberin, noch einmal zu Teresa, um sich zu entschuldigen und zu bedanken für den vermittelten Job, der Simone sehr glücklich macht. Sie schämt sich, will eine Selbstanzeige machen, doch das redet ihr Teresa aus. Sie empfiehlt Simone, sich im Tierheim nützlich zu machen oder auf anderem Wege Gutes zu tun. Auch Enkelin Pamela weint sich bei Teresa aus. Sie fühlt sich irgendwie verloren, weil sie nicht weiß, was später mal aus ihr werden soll. Teresa gelingt es, ihre Enkelin aufzubauen. Meta hat einen Mann kennengelernt, Bruno Eckhardt, doch um nicht wieder einen Reinfall zu erleben wie seinerzeit mit dem dubiosen Franz Glattberg bittet sie Alma, den Mann zu überprüfen. Ein spannendes ­Detektivspiel beginnt – mit spektakulärem Ausgang … Es war unglaublich! Manchmal hatte man so etwas wie eine Eingebung, verspürte eine Gewissheit. Dabei hatte Teresa nur flüchtig in die Gesichter der vorübergehenden Passantinnen und Passanten geschaut, während sie den Marktplatz überquerte. Und dann war ihr Blick an dem Gesicht einer schlanken, eher unscheinbar wirkenden jungen Frau hängen geblieben. Und da waren alle Alarmglocken bei ihr angegangen, und sie erinnerte sich sofort, wo sie diese Frau schon mal gesehen hatte. Sie hatte sich im Internat als Bürokraft beworben, doch sie war abgewiesen worden, weil es Bewerberinnen gab, die qualifizierter gewesen waren. So war es nun mal, und als Arbeitgeber hatte man die freie Auswahl und die freie Entscheidung, im Internat war es ein Team, doch niemand hatte diese Frau haben wollen. Doch das war jetzt nicht entscheidend. Darüber musste sie sich wirklich nicht den Kopf zerbrechen. Teresa spürte, wie ihr Blutdruck in die Höhe schellte, sie begann, schneller zu atmen. Dann atmete sie ganz tief durch. Teresa war sich so sicher, dass sie nach einem kurzen Augenblick des Zögerns auf die Frau zusteuerte. Sie ansprach, und dabei beobachtete Teresa die Frau ganz genau. Die wurde verlegen, wechselte die Gesichtsfarbe, wollte davoneilen, doch Teresa hielt sie entschlossen zurück. Das Verhalten der Frau war so eindeutig, dass bei Teresa auch die allerletzten Zweifel schwanden. Und aus diesem Grunde kam sie auch direkt zur Sache. "Was haben Sie sich eigentlich dabei gedacht, mir diesen unverschämten, auch noch anonymen Drohbrief zu schicken?", erkundigte sie sich barsch. Die Frau zuckte zusammen. Ihre Verlegenheit steigerte sich, sie versuchte, sich herauszureden.

  • Der neue Sonnenwinkel 77 – Familienroman: Kein Glück für Nicki?
    Der neue Sonnenwinkel 77 – Familienroman: Kein Glück für Nicki?
    Der neue Sonnenwinkel 77 – Familienroman: Kein Glück für Nicki?

    Nicki kommt in den Sonnenwinkel, sie ist wieder einmal unzufrieden mit sich und der Welt, jammert Roberta etwas vor. Doch die kennt das schon. Roberta wird zu einem Patienten gerufen, obwohl sie eigentlich frei hat. Nicki macht derweil einen Spaziergang zum ehemaligen Restaurant Seeblick. Es zieht sie förmlich dorthin. Erinnerungen kommen in ihr hoch, doch oben angekommen denkt sie nicht an Roberto, sondern genießt den Blick auf den See. Sie ist hingerissen, bis ein Mann in einem Arbeitsanzug sie anherrscht. Sie ist sauer, weil er sie gestört hat, sagt ihm ein paar passende Worte, die ihn offensichtlich belustigen. Doch als er sie dann ganz unerwartet bittet, doch zu bleiben, geht Nicki beleidigt davon. Erst bei Roberta erfährt sie, dass es sich bei dem angeblichen Handwerker auch um den neuen Eigentümer gehandelt haben könnte, den Bildhauer Lennart Hegenbach. Nicki ärgert sich über sich selbst. Ob sie einmal aus ihren Fehlern lernen wird? Roberta registrierte kaum, dass ihre Patientin sich noch einmal ganz überschwänglich bei ihr bedankte, sich erneut von ihr verabschiedete, ehe sie ging. Das alles bekam Roberta nur ganz am Rande mit, und das war ungewöhnlich, denn normalerweise war die Ärztin ein sehr höflicher, aufmerksamer Mensch. Es gab halt Ausnahmesituationen, in denen alles anders war, und so etwas war es jetzt. Roberta schaute den Mann an, der neben Ursel Hellenbrink stand und sich mit ihr sehr angeregt unterhielt, mit Ursel ganz entspannt lachte. Das konnte jetzt nicht wahr sein! Sah sie eine Fata Morgana? Ehe Roberta an ihrem Verstand zweifeln konnte, drehte der Mann sich langsam zu ihr um, kam lachend auf sie zu, nahm sie in seine Arme und rief freudig: "Auf diesen Augenblick habe ich gewartet, auf den habe ich mich gefreut. Roberta, meine Liebe, es ist ganz wundervoll, dich nach so langer Zeit wiederzusehen." Roberta war nicht so leicht sprachlos, jetzt war sie es. Sie schluckte, und es dauerte einen Augenblick, ehe sie begriff, was da gerade passierte. Doch dann siegte die Freude. Dr. Enno Riedel war nicht nur in der Praxis, nein, er hatte sie gerade umarmt! "Enno, ich kann es nicht glauben, du hier? Kneif mich mal, damit ich mich davon überzeugen kann, dass du es wirklich bist, dass ich nicht spinne." Dr. Enno Riedel freute sich. "Dann ist mir die Überraschung also richtig gelungen, und dich einmal sprachlos zu sehen, liebste Freundin, ehrlich mal, ich hätte niemals damit gerechnet, dass ich das im Leben hinbekommen würde. Ich bin es wirklich, und ich hoffe sehr, dass es dir gelingen wird, in knapp zwei Stunden zu erzählen, was sich im schönen Sonnenwinkel so ereignet hat, vor allem, wie es dir so ergangen ist. Hier und da habe ich ja schon mal etwas erfahren.

  • Der neue Sonnenwinkel 78 – Familienroman: Das Geheimnis ihrer Familie
    Der neue Sonnenwinkel 78 – Familienroman: Das Geheimnis ihrer Familie
    Der neue Sonnenwinkel 78 – Familienroman: Das Geheimnis ihrer Familie

    Fabian besucht seine Mutter, um ihr zu erzählen, dass Stella plant, mit den Kindern wieder nach Deutschland zu ziehen. Rosmarie ist fassungslos, Heinz nimmt es gelassen. Er hat ein anderes Problem, er muss lernen, ohne seine Mandanten klarzukommen. Rosmarie kann sich endlich mit Inge unterhalten. Auch die ist ziemlich durcheinander, schließlich ist Stella ja ihre ehemalige Schwiegertochter. Bea ist unzufrieden, weil es einfach nicht klappen will, endlich mit Leonore und Sandra das entscheidende Gespräch zu führen. Doch da bringt sie Teresa auf eine ganz großartige Idee. ­Roberta denkt immer mehr an Lars zurück, träumt verstärkt von ihm. Als sie mit Nicki darüber reden will, hat die ihre ­eigenen Probleme. Sie will in den Sonnenwinkel kommen, um herauszufinden, wer der rätselhafte Mann im Arbeitsanzug wirklich ist. Eine Hellseherin hat ihr diesen Rat gegeben. Darauf reagiert Roberta ziemlich ungehalten … Rosmarie hätte wirklich mit allem gerechnet, aber gewiss nicht damit, ihren Sohn in ihrem Wohnzimmer vorzufinden. Sie schaute ihn an, sein ernstes Gesicht, und schon begann sich in ihrem Kopf ein Gedankenkarussell zu drehen. Fabian zu dieser Uhrzeit im Sonnenwinkel? Er müsste doch eigentlich in seinem Gymnasium sein, um dort alles im Griff zu haben und um die Schülerinnen und Schüler der Abi-Klassen zu unterrichten. Es gab nur eine Erklärung, es musste etwas passiert sein! Sie begrüßte ihren Sohn nicht einmal, sondern erkundigte sich ganz angstvoll: "Ist etwas mit Ricky? Ist mit einem der Kinder etwas passiert?" Es war eine berechtigte Frage angesichts der Kinderschar, da gab es ja immer mal wieder kleinere und größere Katastrophen. Aber deswegen würde er doch nicht persönlich herkommen, nur um ihr zu berichten, dass eines der Kinder sich ein Knie aufgeschlagen hatte oder etwas in dieser Art. Außerdem übernahmen das meist die Frauen, Männer hielten sich in diesen Sachen eher zurück. "Mama, guten Tag erst einmal, schön, dich zu sehen", sagte Fabian mit einem leicht ironischen Unterton in seiner Stimme, und Rosmarie wiederholte, noch immer ein wenig abwesend und von ihren Gedanken gequält: "Guten Tag, Fabian. Ja, schön, dich zu sehen." Er lächelte, und das erleichterte Rosmarie ein wenig, weil es dann doch wohl nicht ganz so schlimm sein konnte. Sonst hätte er ja nicht gelächelt. "So, Mama, und nun setz dich erst einmal hin." Er sagte es und führte sie zu einem Sessel gegenüber, drückte sie beinahe hinein, und nachdem das geschehen war, setzte er sich auch wieder hin. Rosmarie war augenblicklich wirklich ein wenig durch den Wind, denn die nächste Frage, die sie stellte, lautete: "Wo ist Meta? Warum hat sie dir noch nichts zu trinken gebracht, Fabian?" Er zuckte die Achseln.

  • Der neue Sonnenwinkel 79 – Familienroman: Eine Romanze kommt selten allein
    Der neue Sonnenwinkel 79 – Familienroman: Eine Romanze kommt selten allein
    Der neue Sonnenwinkel 79 – Familienroman: Eine Romanze kommt selten allein

    Nicki hofft, den Mann im Arbeitsanzug zu sehen, doch der Weg hinauf zum ›Seeblick‹ ist richtig abgesperrt, das Schild ›Betreten verboten‹ ist nicht zu übersehen. Da kommt ihr der Zufall zu Hilfe. Sie lernt Paula kennen, die kleine Tochter von Lennart Hegenbach, dem Bildhauer, und dann trifft sie den Mann im Arbeitsanzug. Es ist Lennart. Zwischen ihm und Nicki scheint sich etwas anzuspinnen. Im Baumarkt will Simone eigentlich nur Wandfarben holen. Sie trifft auf einen Mann, der sich als der Geschäftsführer herausstellt. Er will ihr unbedingt helfen. Simone ist durcheinander, doch ihre Hauswirtin Hermine rät ihr, sich mit Ole, so heißt er, zu treffen, weil der einer von den besonders Guten sei. Nicki wartet derweil auf einen Anruf von Lennart, der ausbleibt. Sofort ist sie traurig, durcheinander. Dann klingelt es an der Haustür … Manchmal spielte sich etwas bei einem ab, geschahen Dinge, die man an sich nicht kannte, für die man keine Erklärung hatte und die dennoch geschahen. Eine solche Erfahrung machte gerade Werner Auerbach, der weltbekannte, geschätzte und manchmal auch ein wenig überheblich wirkende Herr Professor. Werner gehörte überhaupt nicht zu den Menschen, die sofort zur Hilfe eilten, die immer zur Stelle waren, auch wenn nur ein welkes Blatt vom Baum fiel. Werner hatte wirklich keine Ahnung, warum ausgerechnet er Heinz Rückert gesagt hatte, dass sie schnell zur Unfallstelle laufen sollten, um ihre Hilfe anzubieten. Ja, das hatte er tatsächlich gesagt. Das konnte doch nicht er sein! Darüber nachzudenken, lohnte sich nicht, und es drängte ihn wirklich zu dem Ort, an dem sich jetzt immer mehr Gaffer einfanden, die sich nichts entgehen lassen wollten, die am liebsten sofort fotografierten, um die Fotos dann auch gleich ins Internet zu stellen. Werner hasste das, und nun wollte er sich zu diesen Menschen gesellen, die er abgrundtief verachtete. Warum? Darauf hatte auch er keine Erklärung. Er und Heinz hatten die Unfallstelle erreicht. Heinz bahnte sich resolut einen Weg durch die Menschentraube, die sich angesammelt hatte. Werner war froh darüber, fühlte sich aber dennoch deplatziert. Er war ein Wissenschaftler, für den nur Fakten zählten, alles, was bewiesen werden konnte oder was bewiesen werden sollte. Jemand wie er glaubte nicht an Vorahnungen, an innere Stimmen. Das war Unsinn! Und warum war er dennoch hier? Er wusste es nicht. Ein furchtbar zertrümmerter PKW war offensichtlich gegen die Pfosten des Wartehäuschens für den Bus gefahren. Wie es aussah, war der Fahrer des Wagens wegen überhöhter Geschwindigkeit dagegen geprallt, hatte die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren.

  • Der neue Sonnenwinkel 80 – Familienroman: Das Ende kann ein Anfang sein
    Der neue Sonnenwinkel 80 – Familienroman: Das Ende kann ein Anfang sein
    Der neue Sonnenwinkel 80 – Familienroman: Das Ende kann ein Anfang sein

    Manch schwerer Konflikt hat sich zum Guten gewendet. Zarte Liebesfäden werden gesponnen, die Glück bringen könnten. Wird der Sonnenwinkel eine frohe, eine idyllische Zukunft finden? Wir wissen es nicht, aber wir sehen inmitten feiernder, beseligter Menschen die junge Pamela Auerbach, die alles noch vor sich hat. Das kleine Waisenmädchen von einst ist nun fast schon erwachsen. Auf einmal weiß sie auch, was werden soll. Pamela hat so ihre Pläne. Sie sind verheißungsvoll. Werden sie ihr Glück bescheren? Es konnte wirklich nicht wahr sein, dass sie nicht mehr daran gedacht hatte, Lotto gespielt zu haben. Alles andere war für sie wichtiger gewesen, nicht nur die Renovierung der Wohnung im Sonnenwinkel, die ein richtiges kleines Schmuckkästchen geworden war. Es waren noch ein paar Abschlussarbeiten notwendig, und sie würde einziehen können. Es war kaum auszudenken, und manchmal konnte sie es auch noch nicht richtig glauben, dass sie dieses Glück gehabt hatte. Nichts davon zählte augenblicklich. Wo war nur dieser verflixte Lottoschein? Simone begann hektisch in ihrer Tasche herumzukramen. Nichts! Sie zuckte zusammen, als eine ihr mittlerweile sehr bekannte Männerstimme sich erkundigte: "Hallo, Simone, was suchst du so hektisch?" Sie hörte auf mit ihren Bemühungen, wandte sich um. Damit hatte sie nicht gerechnet, Ole Petersen hier zu sehen. Sie war so überrascht, dass sie zunächst einmal seine Frage nicht beantwortete, sondern eine Gegenfrage stellte: "Was machst du denn um diese Zeit hier? Musst du nicht in deinem Baumarkt nach dem Rechten sehen?" Er lachte. "Zunächst einmal muss ich dich korrigieren, meine Liebe, es ist nicht mein Baumarkt, ich arbeite dort, und als Geschäftsführer hat man mehr zu tun, als nur darauf zu achten, dass die Ziegeln richtig gestapelt sind. Ich war unterwegs und habe einen dicken Auftrag hereingeholt. Das Kaufhaus Knoll wird total umgebaut, und alle benötigten Materialien wird man bei uns kaufen." "Gratuliere", freute Simone sich für ihn. Er bedankte sich.

  • Der neue Sonnenwinkel 81 – Familienroman: Wenn Gefühle erwachen
    Der neue Sonnenwinkel 81 – Familienroman: Wenn Gefühle erwachen
    Der neue Sonnenwinkel 81 – Familienroman: Wenn Gefühle erwachen

    Roberta stellt sehr schnell fest, dass Lars nicht zurückgekommen ist. Es war alles nur ein Traum, allerdings ein sehr realistischer. War es ein Zeichen? Möchte Lars, der Verschollene, dass wieder nach ihm gesucht wird? Nicki kommt zu ihr, weil Roberta nicht ans Telefon geht. Ausgerechnet Nicki, die doch an Zeichen glaubt, rät ihrer Freundin, endlich loszulassen. Für sie steht fest, dass Lars tot ist. Roberta jedoch kann den Traum nicht vergessen, sie ruft Solveig an, ihre Beinaheschwägerin, und ist enttäuscht, dass Solveig keine neue Suchaktion nach ihrem Bruder starten möchte. Roberta grübelt – soll auch sie sich mit dem Tod ihres Geliebten abfinden? Nicki ihrerseits ist enttäuscht, dass Lennart es vorgezogen hat, erst einmal seine Töchter zu treffen, nicht aber sie. Was hat Nicki erwartet? Auf einmal denkt Roberta an Konstantin von Cleven. Sie hält daran fest, dass sie ihn nicht erhören möchte. Wenn Gefühle erwachen, gelten sie einer ganz bestimmten Person. Und die Familien Auerbach und Rückert? Sie kommen nicht vom Thema Stella los. Spannung liegt in der Luft im Sonnenwinkel. Ein anhaltendes Schrillen zerriss die Stille des Augenblicks. Es hörte einfach nicht auf. Und genau das war es, was die junge Ärztin Roberta Steinfeld in die Realität zurückbrachte. Sie öffnete beinahe widerwillig ihre Augen. Und da wurde Roberta bewusst, dass sie in ihrem Bett lag. Sie schreckte hoch. Aber wieso? Da konnte etwas nicht stimmen. Was hatte das zu bedeuten? Wimmernd sank sie zurück auf ihr Kissen. Ihre Gedanken begannen, sich im Kreis zu drehen, flatterten durcheinander wie aufgescheuchte Hühner, in deren Stall ein Fuchs eingedrungen ist. Ihr Herz klopfte laut und unregelmäßig. Das Telefon klingelte unaufhörlich, schrill und fordernd. Roberta nahm es noch immer nicht bewusst wahr. Sie begriff immer mehr, dass es keine wundervolle Wirklichkeit gab, sondern, dass es nicht mehr gewesen war als ein Traum, aus dem sie am liebsten niemals mehr aufgewacht wäre. Lars war bei ihr gewesen. Lars, die Liebe ihres Lebens, ihr Seelenmensch. Und jetzt war er nicht mehr da. Sie war allein und fühlte sich unendlich einsam, schutzlos, verlassen. Frau Dr.

  • Der neue Sonnenwinkel 82 – Familienroman: Du gehörst zu uns, Roberta!
    Der neue Sonnenwinkel 82 – Familienroman: Du gehörst zu uns, Roberta!
    Der neue Sonnenwinkel 82 – Familienroman: Du gehörst zu uns, Roberta!

    Ihre Freundin Nicki benötigt die Hilfe Robertas jetzt am allerdringendsten. Ihr Treffen mit Lennart und seinen Kindern gerät zum Fiasko. Lennarts Töchter lehnen die neue Freundin ihres Vaters rundweg ab, die eine zeigt es indirekt, die andere knallhart. Auch ein zweites Treffen scheitert. Die sonst so selbstbewusste Nicki ist mit ihrem Latein mal wieder am Ende. Ohne ihre Arztfreundin Roberta wäre sie völlig vernichtet. Aber sie ist nicht das einzige Sorgenkind für Dr. Roberta Steinfeld. Die ­attraktive Ärztin ist im Sonnenwinkel un­ent­behrlicher als je zuvor – und das, obwohl gerade das neue Ärztehaus, eine angebliche Konkurrenz für sie, eröffnet hat! Rosmarie Rückert presste ihre Stirn an die Scheibe der Terrassentür und schaute zu, wie ihre beiden Hundedamen Missie und Beauty unbeschwert im Garten herumtollten. Es war schön, ihnen zuzusehen. Beauty bemühte sich gerade, einen herumflatternden Zitronenfalter zu fangen, was ihr natürlich nicht gelang. Missie schaute nicht einmal hin. Sie war halt die Klügere. Das war sie tatsächlich, auch wenn Rosmarie das nicht wahrhaben wollte. Missie war auch sehr clever. Ihr eigentlicher Name lautete nicht umsonst Miss Marple. Rosmarie liebte beide Hunde. Bei Heinz war es nicht anders. Doch irgendwie hatte sich herauskristallisiert, dass Beauty irgendwie eher ihr Hund war, Missie der von Heinz. Liebe bekamen sie von ihnen beiden mehr als nur genug. Ein Leben ohne diese beiden Hausgenossinnen wäre für Heinz und sie undenkbar. Beauty und Missie hatten sich in ihr Herz geschlichen. Wenn Rosmarie nur an seinen Namen dachte, wurde sie traurig und gleichzeitig auch zornig auf sich selbst. Welcher Teufel hatte sie bloß geritten, ihren Aufenthalt in Paris vorzeitig abzubrechen, nach Hause zu reisen, um bloß nicht die Ankunft von Stella zu verpassen. Und die ließ nicht einmal etwas von sich hören. Warum rief sie nicht wenigstens an? Sie war doch nicht irgendeine unbedeutende Bekannte, die man warten lassen durfte, weil sie unwichtig war. Sie war die Mutter!

  • Der neue Sonnenwinkel 83 – Familienroman: Keine Liebe ohne Schatten
    Der neue Sonnenwinkel 83 – Familienroman: Keine Liebe ohne Schatten
    Der neue Sonnenwinkel 83 – Familienroman: Keine Liebe ohne Schatten

    Stella kommt unangemeldet zu ihren Eltern, allerdings nicht, um sie zu besuchen, sondern um ihnen ihre Eigentumswohnung in Berlin abzuschwatzen. Rosmarie und Heinz sollen den Mieter heraussetzen, auf Eigenbedarf klagen. Rosmarie und Heinz sind entsetzt, können das Verhalten ihrer Tochter nicht verstehen. Endlich meldet Ole sich wieder bei Simone. Sie verabreden sich, sie wird für ihn kochen, weil sie weiß, dass sie ihm damit eine Freude machen kann. Ole kommt, sie sind beide verlegen, doch dann spüren sie, dass sie noch viele Gefühle füreinander haben. Sie umarmen sich, küssen sich, sind sich ganz nahe. Dann lässt Ole die Bombe platzen, er ist in den Vorstand seines Konzerns berufen worden, hat zugesagt, und das bedeutet einen Umzug. Natürlich möchte er Simone mitnehmen. Die ist hin und her gerissen, schlägt schließlich zunächst einmal eine Fernbeziehung vor, damit sie sich auch näher kennenlernen können. Sie will auch nicht ihr Leben, in dem sie gerade erst angekommen ist, sofort wieder aufgeben. Er ist verschnupft, beleidigt. Alles ist offen. Was soll sie tun? Der bekannte, erfolgreiche und sehr geschätzte Notar Dr. Heinz Rückert gehörte nicht unbedingt zu den spontanen Menschen. Deswegen war er jetzt auch ein wenig sauer auf seine Ehefrau Rosmarie. Sie hatten mit ihren Hunden Beauty und Missie einen Spaziergang machen wollen. Eigentlich wären sie auch längst schon unterwegs gewesen, wenn Rosmarie nicht plötzlich diese Anwandlungen gehabt hätte von diesem merkwürdigen Gefühl, das sie plötzlich zögerlich werden ließ. In seiner Welt kam so etwas nicht vor, das war ­blanker Unsinn, und deswegen konnte er auch nicht nachvollziehen, was da mit ihr los war. Er liebte seine Rosmarie wirklich über alles. Doch mit diesen Anwandlungen kam er einfach nicht klar. Das war früher wesentlich einfacher gewesen, da war es lediglich um Geld gegangen, um das sie sich glücklicherweise keine Sorgen machen mussten. Na ja, wenn er ehrlich war, war ihm die Rosmarie von heute schon lieber, denn für die hatte er nach vielen Jahren Ehe, die nicht mehr als eine funktionierende Zweckgemeinschaft gewesen war, seine Liebe entdeckt. Er warf ihr einen Blick zu, Rosmarie schien wie erstarrt. Er schüttelte voller Nichtbegreifen den Kopf. "Rosmarie, entspann dich. Es wird der Briefträger sein, der geklingelt hat." Er würde ihm jetzt die Tür öffnen, die Post in Empfang nehmen, was nicht zwingend notwendig war, denn die hätte er auch in den Briefkasten stecken können. Heinz vermutete, dass Meta diesem Mann einen Kaffee servierte, ein anderes Getränk. Sie hatte davon gesprochen, und dagegen war auch überhaupt nichts einzuwenden. Diesmal musste der Mann enttäuscht von dannen ziehen, denn er wollte so etwas gar nicht erst einführen. Er wollte endlich los! Wie auch immer, entweder kam Rosmarie gleich mit, oder er würde sich die beiden Hundedamen schnappen und mit ihnen allein losziehen, wenngleich es mit Rosmarie an seiner Seite natürlich unterhaltsamer wäre.

  • Der neue Sonnenwinkel 84 – Familienroman: Ihr Traum vom wahren Glück
    Der neue Sonnenwinkel 84 – Familienroman: Ihr Traum vom wahren Glück
    Der neue Sonnenwinkel 84 – Familienroman: Ihr Traum vom wahren Glück

    Erst liegt ihre Welt in Scherben, und plötzlich ist sie wunderschön. Ole hat eingesehen, dass sie es langsam angehen lassen müssen. Er akzeptiert eine Fernbeziehung, mehr noch, er holt für Simone Bella, das "Honigtöpfchen", aus dem Tierheim. Simone ist bald glücklich mit Ole und ihrem "Honigtöpfchen", kann ihr Glück nicht fassen, alles ist schön wie nie zuvor in ihrem Leben. – Fabian kommt zu seinen Eltern, um ihnen persönlich mitzuteilen, dass Stella mit den Kindern auf und davon ist, einfach so, ohne sich persönlich zu verabschieden. Das ist schmerzlich, doch Heinz reist mit Rosmarie einfach nach Paris, um sie abzulenken. Jörg kommt auf einen Sprung aus Skandinavien vorbei, er leidet unter dem neuerlichen Kindesentzug. – Als Roberta nachts auf den Parkplatz des Krankenhauses zu ihrem Auto geht, macht sich an dem ein Polizist zu schaffen, der sich umdreht und sie mit einer Taschenlampe anleuchtet … Simone hielt inne, drehte sich um. Natürlich hatte sie die Stimme sofort erkannt. Sie gehörte Ole. Was machte er hier? Wieso war er da? Das konnte kein Zufall sein! Ole machte ein paar Schritte auf sie zu. Er hatte was, sah in seiner lässigen Jeans, dem weißen Hemd mit den aufgekrempelten Ärmeln umwerfend aus, zumindest war das ihr Empfinden, und es reichte aus, um ihren Herzschlag zu beschleunigen. Simone schaute ihn an, und ihr wurde sofort klar, dass es für sie lange noch nicht zu Ende war. Allerdings kam es auf sie allein nicht an. Ole, war er gekommen, um ihr zu sagen, dass es endgültig zwischen ihnen aus war? Das wäre immerhin anständig, es ihr persönlich zu sagen und nicht am Telefon oder es ihr gar per SMS mitzuteilen. "Hallo, Ole", sie bemühte sich, ihrer Stimme einen unverbindlichen Klang zu geben, was ihr allerdings nicht richtig gelang. Dazu war sie viel zu aufgeregt. Er lächelte, das war immerhin schon etwas. "Ich stehe bereits eine ganze Weile hier, weil ich nicht genau wusste, wann du eigentlich Feierabend machst." Simone erwiderte etwas völlig Banales, an das sie sich nicht mehr erinnern konnte, kaum, dass es ausgesprochen war. Zum Glück war Ole Petersen eindeutig gefasster als sie, und er eierte auch nicht herum, sondern kam direkt auf den Kern der Sache zu sprechen, den Grund seines unverhofften und unerwarteten Hierseins. "Simone, ich bin hier, um mich bei dir zu entschuldigen, und ich wünsche mir von ganzem Herzen, dass du mir verzeihen kannst.

  • Der neue Sonnenwinkel 85 – Familienroman: Ein Leben ohne Emotionen?
    Der neue Sonnenwinkel 85 – Familienroman: Ein Leben ohne Emotionen?
    Der neue Sonnenwinkel 85 – Familienroman: Ein Leben ohne Emotionen?

    Nachts auf dem Krankenhausparkplatz gelingt es Roberta, einen falschen Polizisten in die Flucht zu schlagen, der ihr Auto stehlen will. Am Tag darauf möchte sie ihren Feierabend genießen, als plötzlich Nicki vor ihr steht. Nicki ist empört! Sie hat zufällig Lennart, eine andere Frau und die drei Mädchen getroffen, wurde ignoriert, und als Paula zu ihr laufen wollte, wurde das Mädchen von Lennart zurückgehalten. Nicki steigert sich immer mehr in ihre Wut hinein, Roberta hat alle Mühe, sie zu beruhigen. Im Neubaugebiet trifft Roberta zufällig ihren arroganten Kollegen Lantermann, der sie ausspionieren wollte und sich nun zynisch erkundigt, ob sie inzwischen Angst vor der eigenen Courage bekommen habe. Mit der Unterstützung der Reiterin Katja Diewald wird Lantermann in die Schranken gewiesen. Roberta hat überraschende Erkenntnisse, die sie einen gänzlich neuen Blick auf die Welt werfen lassen. Roberta sah den Polizisten, die Taschenlampe, und da durchzuckte sie ein Gedanke, der kein guter war. Besonders nicht, wenn man sich nachts mutterseelenallein auf einem verlassenen Parkplatz befand, mit einem Polizisten wohlgemerkt. Roberta war nicht ängstlich, und selbst, wenn sie es wäre, wusste sie, dass man Angst niemals zeigen durfte. Angst war etwas, was viele Verbrecher beflügelte, ihnen ein Gefühl von Dominanz gab, weil sie meist selbst ein sehr gestörtes Selbstwertgefühl hatten. Moment mal! Wieso Verbrecher? Es war ein Polizist, der sich an ihrem Auto zu schaffen gemacht hatte. Das konnte sie allenfalls ungewöhnlich finden um diese Zeit, oder? Alle Müdigkeit war verflogen, Roberta ging einen Schritt näher an den Polizisten heran und erkundigte sich mit scharfer Stimme: "Was haben Sie an meinem Auto zu suchen?" Er leuchtete sie weiter an, das war unangenehm, Roberta trat einen Schritt beiseite. Er sagte: "Verkehrskontrolle." Es war eine mehr als merkwürdige Situation, doch Roberta konnte nicht anders, sie musste lachen. Und irgendwie befreite es sie auch. "Hören Sie doch mit diesem Unsinn auf, Sie wollten mein Auto knacken, und ich bin dummerweise dazu gekommen." Er war verblüfft, dann bemerkte er: "Polizeibeamte knacken keine Autos, die sorgen für Recht und Ordnung." Das bestätigte Roberta. "Polizeibeamte ja, aber Sie sind kein Polizist." "Bin ich", beharrte er. Roberta nickte, doch das konnte er leider nicht sehen, weil er zum Glück den Strahl seiner Taschenlampe nicht wieder auf sie richten konnte, denn sie war einen weiteren Schritt beiseite getreten.

  • Der neue Sonnenwinkel 86 – Familienroman: Zur Lüge getrieben
    Der neue Sonnenwinkel 86 – Familienroman: Zur Lüge getrieben
    Der neue Sonnenwinkel 86 – Familienroman: Zur Lüge getrieben

    Eine gewisse Claudia Ganter hat sich offenbar unsterblich in Professor Auerbach verliebt. Dem guten Werner wird das aber zunächst nicht einmal bewusst. Er ist vielmehr wütend auf Claudia, weil er erkennt, dass sie ihren Beruf ohne jede Leidenschaft, sondern allein des Geldes wegen ausübt. Claudias Eifersucht wird überbordend, als sie die innige Liebe zwischen Werner und seiner Frau Inge mit ansehen muss. Sie spielt nicht mit offenen Karten, versucht aber unbeirrt, mit dem Professor anzubändeln. Claudia zieht alle Register, um Werner in eine verfängliche Situation zu bugsieren, die sie dann als Triumph verbuchen kann. Auf eine völlig verquere Weise gelingt ihr das sogar ... Heinz Rückert, ihr Schwiegersohn Werner und ihr Magnus hatten so geheimnisvoll getan, dass Teresa beinahe enttäuscht war. Sie hatte wohl eine wirkliche Sensation erwartet. "Es ist ein Entwurf", versuchte Heinz zu erklären, als könnte sie das nicht sehen. "Natürlich wird es großformatiger erscheinen", fügte Werner hinzu. Wie nicht anders zu erwarten, musste auch Magnus seinen Senf dazugeben. "Aber die Farben, die sollen so bleiben." Teresa betrachtete aufmerksam das Plakat. Es war ausgezeichnet gemacht und der Text dazu hatte eine aufrüttelnde Wirkung – Komm mit ins Boot. Waren die Männer deswegen gekommen? Was wollten sie von ihr? Nun, das würde sie sofort herausfinden. Nachdem Teresa das Plakat eine Weile noch aufmerksamer betrachtet hatte, blickte sie das Dreigestirn, das sie erwartungsvoll anschaute, an und erkundigte sich: "Und wozu möchtet ihr meine Meinung hören? Zum Text? Zur Gestaltung des Plakates? Zu den Farben?" Wieder schauten sie sich an, und dann sagten sie wie aus einem Mund: "Zu allem." "Weißt du, Teresa, ehe wir dich einspannen, müssen wir wissen, dass du überzeugt davon bist. Nur wenn das der Fall ist, kann man etwas richtig rüberbringen."

  • Der neue Sonnenwinkel 87 – Familienroman: Eine bittere Enttäuschung
    Der neue Sonnenwinkel 87 – Familienroman: Eine bittere Enttäuschung
    Der neue Sonnenwinkel 87 – Familienroman: Eine bittere Enttäuschung

    Ole will zu Simone kommen, und sie ist ganz froh, keine lange Autofahrt machen zu müssen. Sie ist endlich bereit, ihr altes Leben aufzugeben und zu ihm zu ziehen. Hannes kommt in den Sonnenwinkel, er und Pia haben sich getrennt. Sie will Psychologie in Oxford studieren und Schmuck nur noch als Hobby anfertigen. Roberta plant ein Wochenende mit Nicki, als sie zu einer Patientin gerufen wird, die eine akute Blinddarmentzündung hat. Die Patientin geht natürlich vor, Nicki muss warten. Dann aber wird es noch ein wunderschönes Wochenende. Simone kann Oles Ankunft kaum erwarten. Die bitterste Enttäuschung ihres bisherigen Lebens steht ihr bevor. Ole ist gekommen, um ihr das Aus ihrer Beziehung zu verkünden. Er hat seine alte Jugendliebe Marlene wiedergetroffen, die er liebt und heiraten möchte. Um sich abzulenken, hilft Simone im Tierheim an den Tagen der offenen Tür aus. Sie macht das wirklich gern – aber warum muss das Leben nur so schwer sein? Simone griff nach ihrem Telefon, ganz ohne Eile. Sie erwartete keine wichtigen Anrufe. Als sie jedoch sah, wer der Anrufer war, begann ihr Herz stürmisch zu klopfen, verspürte sie eine gewisse Aufgeregtheit. Simone war außer sich vor Glück. Sie freute sich. Vermutlich wollte er wissen, wann sie bei ihm sein würde, wollte er ihr gleich sagen, was er alles mit ihr unternehmen wollte, wie sehr er sich auf ihr Kommen freue, dass er ihr Eintreffen kaum abwarten konnte. Und dann würden halt all die wundervollen Worte folgen, die Liebende sich zu sagen pflegen und von denen man nicht genug bekommen kann. Sie meldete sich und sprudelte auch sofort los: "Hallo, Ole, mein Schatz. Wie schön, dass du anrufst. Meine Reisetasche ist gepackt, und ich kann es kaum erwarten, zu dir zu kommen. Ich vermisse dich ja so sehr. Du kannst dir überhaupt nicht vorstellen, wie sehr du mir fehlst." Zunächst einmal kam nichts, doch das irritierte Simone nicht besonders. Sie war im Überschwang ihrer Gefühle wieder einmal zu schnell vorgeprescht, dabei wusste sie doch, dass Ole eher zu den Bedächtigen gehörte. Aus ihm sprudelten die Worte nicht so heraus. Doch als es nach einer Weile noch immer still war, erkundigte Simone sich ganz besorgt: "Hallo … Ole … bist du noch da?" War die Leitung gar unterbrochen? Das war sie nicht, denn endlich sagte Ole etwas. "Simone … ich … äh … nun, du kannst nicht kommen." Sie schluckte.

  • Der neue Sonnenwinkel 88 – Familienroman: Ihr Herz schlägt auch für Tiere
    Der neue Sonnenwinkel 88 – Familienroman: Ihr Herz schlägt auch für Tiere
    Der neue Sonnenwinkel 88 – Familienroman: Ihr Herz schlägt auch für Tiere

    Heinz Rückert besucht Teresa, um sie zu bitten, an einer großen Werbeaktion für das Tierheim mitzumachen. Sie sagt zu, auch Magnus gefällt es, dem seine eigene Frau Teresa immer stärker imponiert. Teresa gewinnt ihre Freundin Sophia von Bergen für das neue Projekt. Zu Roberta in die Praxis kommt ein Patient mit einer Handverletzung. Heribert Lehmann erzählt ihr nebenbei ganz beglückt, dass seine Frau nun doch endlich schwanger ist. Roberta wundert sich, denn Henrike Lehmann war gerade bei ihr; Anzeichen einer Schwangerschaft hatte sie nicht festgestellt. Hat Henrike die etwa nur vorgetäuscht, um einen roten Sportwagen zu bekommen? Ein Auto, das ihr Mann ihr sonst nicht gekauft hätte? Roberta sieht sich in der Zwickmühle und geht auf die Schwangerschaft nicht ein, während sie Heriberts Verletzung verarztet. Später macht die schöne Ärztin eine Ruderpartie auf dem See, ganz allein und doch irgendwie romantisch. Als sie zum Doktorhaus zurückkehrt, steht dort ein Mann, der sie an Lars erinnert. Als Teresa von Roth öffnete und Heinz Rückert vor der Tür sah, dazu noch bewaffnet mit einem unglaublichen Blumenstrauß, konnte sie sich eine Bemerkung nicht verkneifen: "Heinz, was willst du?" Der Besucher war so verdattert, dass er erst einmal überhaupt nichts sagte und danach nur stammeln konnte: "Ich … äh …" Teresa lachte. "Heinz, komm rein. Und entschuldige bitte, ich wollte dich nicht verwirren. Erst einmal guten Tag." Er folgte ihr ins Haus, dann in den stilvoll eingerichteten Salon, in dem das Ehepaar von Roth meistens seine Besucher empfing, wenn es das nicht in der gut ausgestatteten Bibliothek tat. Bei den von Roth gab es alles, was sich gehörte, wenn auch nur in klein und fein. Natürlich hatte es nichts mit den prachtvollen Herrenhäusern zu tun, aus denen sie beide stammten. Es gehörte der Vergangenheit an, und sie achteten beide darauf, dass ein Blick zurück in das, was gewesen war, ihre Gegenwart nicht belastete, die halt eine andere war. Teresa bot ihrem Besucher einen Platz an und erkundigte sich: "Was darf ich dir anbieten, Heinz? Kaffee oder Tee?" Heinz, der mit allen Wassern gewaschene Notar und Anleger seines Vermögens, fühlte sich ein wenig unbehaglich, weil Teresa ihn sofort durchschaut hatte. "Ah …, mach dir bitte keine Umstände, Teresa." "Gut, dann trinken wir einen Tee, denn den habe ich gerade gekocht. Und wenn dieser wunderschöne Blumenstrauß für mich bestimmt ist, dann gib ihn mir bitte, damit ich ihn in eine Vase stellen kann." Es wurde immer peinlicher. Er benahm sich wie ein Pennäler beim ersten Date mit seiner Angebeteten. Er mochte Teresa von Roth sehr gern, verehrte sie geradezu, aber irgendwie hatte er auch Respekt vor ihrer beeindruckenden Persönlichkeit. Er sprang auf, beeilte sich mit der Entschuldigung, reichte ihr die Blumen.

  • Der neue Sonnenwinkel 89 – Familienroman: Wer bist du, Florian?
    Der neue Sonnenwinkel 89 – Familienroman: Wer bist du, Florian?
    Der neue Sonnenwinkel 89 – Familienroman: Wer bist du, Florian?