Discover millions of ebooks, audiobooks, and so much more with a free trial

Only $11.99/month after trial. Cancel anytime.

Der Mann aus Sacramento: G.F. Barner 102 – Western
Der Kopfpreis: G.F. Barner 103 – Western
Die Brücke der Vergeltung: G.F. Barner 108 – Western
Ebook series30 titles

G.F. Barner

Rating: 0 out of 5 stars

()

About this series

Begleiten Sie die Helden bei ihrem rauen Kampf gegen Outlaws und Revolverhelden oder auf staubigen Rindertrails.
G. F. Barner ist legendär wie kaum ein anderer. Seine Vita zeichnet einen imposanten Erfolgsweg, wie er nur selten beschritten wurde. Als Western-Autor wurde er eine Institution. G. F. Barner wurde als Naturtalent entdeckt und dann als Schriftsteller berühmt. Seine Leser schwärmen von Romanen wie "Torlans letzter Ritt", "Sturm über Montana" und ganz besonders "Revolver-Jane". Der Western war für ihn ein Lebenselixier, und doch besitzt er auch in anderen Genres bemerkenswerte Popularität.

Wer nach Yuma kommt, der hat jemanden ermordet. Niemand kommt hierher, der nicht durch Beweise überführt und von einem ordentlichen Gericht verurteilt worden ist. Dies ist Yuma, zu dieser Zeit ein Block, ein großes Viereck mit Adobelehmmauern außen herum. Aufgeteilt in vier Bezirke, die die Grundlinien eines im Kreuz geteilten Vierecks haben. Auf jeder Ecke der Mauer erhebt sich ein Turm aus Holz oder Ziegeln. Auf jedem Turm, es sind mit den beiden am Eingang genau sechs, stehen ständig zwei Wachen. Nach Vorschrift tragen die Wachmänner einen Revolver Smith und Wesson vom Kaliber 38, geladen mit fünf Patronen. Dazu besitzt jeder Wachmann ein Gewehr vom Typ Spencer. Das Gewehr wird bei Antritt der Wache entsichert. Im Block links des Eingangs liegen nur Einzelzellen, anderthalb Schritt breit und zwei Schritte lang. Auf dem Boden ist ein Holzgestell und auf diesem sind Latten. Darauf liegt eine Decke und auf der Decke ein Mensch. 37 Menschen oder 37 Mörder. Es ist vier Uhr, und der Mann in Nummer sechzehn hebt langsam den Kopf. Er kann den Posten auf dem linken Turm sehen und den dünnen Strich des Gewehres ausmachen, das der Posten über dem Rücken trägt. Vier Schritt im Quadrat kann der Posten auf seinem Turm machen, dabei kreuzt sich seine Bahn mit der seines Partners. Sechzehn Schritte zusammen, nach acht Schritten treffen sie sich. Der Mann in der Zelle auf der Pritsche sieht nun, wie sich die beiden Wächter treffen. Er beobachtet sie bereits seit einer Stunde und weiß, daß er doch nicht mehr schlafen kann. Der Wind steht von links vom Kochhaus herüber.
LanguageDeutsch
PublisherKelter Media
Release dateNov 25, 2014
Der Mann aus Sacramento: G.F. Barner 102 – Western
Der Kopfpreis: G.F. Barner 103 – Western
Die Brücke der Vergeltung: G.F. Barner 108 – Western

Titles in the series (100)

  • Die Brücke der Vergeltung: G.F. Barner 108 – Western

    108

    Die Brücke der Vergeltung: G.F. Barner 108 – Western
    Die Brücke der Vergeltung: G.F. Barner 108 – Western

    Begleiten Sie die Helden bei ihrem rauen Kampf gegen Outlaws und Revolverhelden oder auf staubigen Rindertrails. G. F. Barner ist legendär wie kaum ein anderer. Seine Vita zeichnet einen imposanten Erfolgsweg, wie er nur selten beschritten wurde. Als Western-Autor wurde er eine Institution. G. F. Barner wurde als Naturtalent entdeckt und dann als Schriftsteller berühmt. Seine Leser schwärmen von Romanen wie "Torlans letzter Ritt", "Sturm über Montana" und ganz besonders "Revolver-Jane". Der Western war für ihn ein Lebenselixier, und doch besitzt er auch in anderen Genres bemerkenswerte Popularität. In der Hölle starb man nicht, das wusste Dick Malone genau. In der Hölle krepierte man. Man verreckte langsam und kostete jede Höllenqual bis zur Neige aus. Wir werden alle krepieren, dachte der ehemalige Sergeant Dick Malone vom dritten Kavallerieregiment der Tennessee Volunteers. Er stand in der Reihe und im Dreck von Camp Pigeon Creek Nummer 2. Sie standen alle im Dreck, neunzig Mann verteilt auf drei Züge, in Hufeisenformation angetreten, und blickten irgendwohin, nur nicht zum Doppeltor, durch das sie nun Sam Cooley hereinbrachten. Das arme Schwein, der hat es bald überstanden, dachte Malone und hörte, wie Ed Forges und Nick Steward hinter ihm schnauften. Das wird seine letzte Qual in der Hölle, wie wir Camp 2 nennen. Dann wird er ein Engel sein und weiße Flügel haben, himmlischen Nektar trinken. Als er an den himmlischen Nektar dachte, machte er die Augen auf und sah den hageren Yankee-Corporal Josef McLaren langbeinig vor dem Sechser-Kommando hergehen, das Sam Cooley in die Mitte genommen und die Bajonette auf die Gewehre gepflanzt hatte. Joe McLaren, der First Corporal, hatte die schmalen Lippen fest zusammengepresst und sah starr geradeaus. Er sah keinen der neunzig Gefangenen an, denn der Anblick dieser traurigen Gestalten war ihm zuwider. McLaren, den sie nur den »frommen Josef« nannten, war absolut bibelfest und hatte für jeden und alles immer den passenden Spruch bereit. So hatte er denn auch am frühen Morgen zu Sam Cooley gesagt, er würde bald den »himmlischen Nektar« trinken dürfen, seinen eigenen Schweiß. Nun hatte Sam Cooley ihn getrunken, man sah es ihm

  • Der Mann aus Sacramento: G.F. Barner 102 – Western

    102

    Der Mann aus Sacramento: G.F. Barner 102 – Western
    Der Mann aus Sacramento: G.F. Barner 102 – Western

    Begleiten Sie die Helden bei ihrem rauen Kampf gegen Outlaws und Revolverhelden oder auf staubigen Rindertrails. G. F. Barner ist legendär wie kaum ein anderer. Seine Vita zeichnet einen imposanten Erfolgsweg, wie er nur selten beschritten wurde. Als Western-Autor wurde er eine Institution. G. F. Barner wurde als Naturtalent entdeckt und dann als Schriftsteller berühmt. Seine Leser schwärmen von Romanen wie "Torlans letzter Ritt", "Sturm über Montana" und ganz besonders "Revolver-Jane". Der Western war für ihn ein Lebenselixier, und doch besitzt er auch in anderen Genres bemerkenswerte Popularität. Es gibt nur einen einzigen wuchtigen Knall, dann ist der Mann auch schon da und reißt den Arm hoch. In seiner Hand liegt der Revolver, und die dunkle, drohende Mündung blickt Ben Sharkey mitten zwischen die Augen. Hinter dem Mann klappt die Tür nach einem Hackentritt wieder zu. Der Mann geht rückwärts, dreht mit der linken Hand den Schlüssel um, und dann erst sagt er grimmig: »Jetzt habe ich dich, Mr. Sharkey. Du wirst reden, du doppelzüngige Natter, oder ich blase dir eine Kugel durch dein verteufelt gerissenes Gehirn! Antworte – wo ist Mathews?« Sharkey bleibt ganz ruhig hinter seinem Schreibtisch sitzen. Der große, sehnige Sharkey, dessen Gesicht Härte und Zorn widerspiegelt, rührt sich nicht. In seinen dunklen Augen taucht ein wilder Funke bei der Anrede auf. »Der Ordensträger«, murmelt Ben Sharkey. Er blinzelt schon wieder träge und lächelt voller Spott. »Sieh einer an! Mein Freund Danville – Marshal von Sacramento – kreuzt hier auf. Hallo, Marshal.« Das verdammte, spöttische Lächeln allein reizt Marshal Danville bereits genug. Danville würde, wenn er könnte, Sharkey über den Haufen knallen, aber gegen den Hundesohn gibt es keine Beweise. Dabei muß er zwei Dutzend Leben, wenn nicht mehr, auf dem Gewissen haben. Mit seinem dunklen gewellten Haar und dem prächtigen weißen Hemd gleicht Sharkey auf den ersten Blick einem vollendeten Gentleman. Er ist nur keiner. »Er kommt hier einfach herein und hält mir den Colt vor den Kopf«, murmelt Sharkey. Seine Stimme wird immer leiser und grimmiger, obgleich sein Gesicht ganz ruhig wirkt. »In meinem eigenen Palast wagt der verdammte

  • Der Kopfpreis: G.F. Barner 103 – Western

    103

    Der Kopfpreis: G.F. Barner 103 – Western
    Der Kopfpreis: G.F. Barner 103 – Western

    Begleiten Sie die Helden bei ihrem rauen Kampf gegen Outlaws und Revolverhelden oder auf staubigen Rindertrails. G. F. Barner ist legendär wie kaum ein anderer. Seine Vita zeichnet einen imposanten Erfolgsweg, wie er nur selten beschritten wurde. Als Western-Autor wurde er eine Institution. G. F. Barner wurde als Naturtalent entdeckt und dann als Schriftsteller berühmt. Seine Leser schwärmen von Romanen wie "Torlans letzter Ritt", "Sturm über Montana" und ganz besonders "Revolver-Jane". Der Western war für ihn ein Lebenselixier, und doch besitzt er auch in anderen Genres bemerkenswerte Popularität. Der Abend ist lau. Der Wind weht von Südwest und bringt die leichte Brise über die Wellen des Trout Creek, nahe der Station. Der eine Mann sitzt auf einem Stein hinter einem Busch, hat eine lange, dünne Zigarre im Mund und raucht. Der andere ist hinter ihm und paßt auf. Der dritte ist an den Pferden. Und der vierte ist unterwegs. Vielleicht hätte er nicht fortreiten sollen, denn mancher kann in der Nacht keinen Schlaf finden. So kommt es, daß der alte Quincy Lane die Männer sieht. Alle vier. Und das Pferd des einen Mannes, der in der Doppelreihe neben dem ersten reitet, fällt ihm auf. Es ist ein gutes Pferd, dessen helle Seitenflecken weiß gegen das Braun des übrigen Fells abstechen. Dieses Pferd sieht Quincy Lane. Und den Mann, als er wenig später am Fluß ist und der Mann durch die Furt östlich von Baxterville reitet. Zu dieser Zeit weiß Quincy Lane nichts von dem, was die vier Männer tun wollen. Er sieht nur das Pferd mit den auffallend hellen Flecken. Den Mann kennt er nicht. William Ortiz durchquert den Rio Grande. Als er am Ufer ist und noch nicht hundert Schritt zurückgelegt hat, sagt der Mann, der gefragt worden ist, ob er müde sei: »Ich bin nicht müde, mir fehlt nur Luft.« In den nächsten Sekunden zuckt der zweite Mann über ihm zusammen und sagt zischend: »Cole, am Fluß!« Cole blickt zur Furt, auf der der Mondschein liegt. In dieser Sekunde sieht er ihn. »Ortiz?« »Ja«, sagt der Mann über ihm. »Er muß es sein, er hat zwei Pferde

  • Für eine Handvoll Nuggets: G.F. Barner 104 – Western

    104

    Für eine Handvoll Nuggets: G.F. Barner 104 – Western
    Für eine Handvoll Nuggets: G.F. Barner 104 – Western

    Begleiten Sie die Helden bei ihrem rauen Kampf gegen Outlaws und Revolverhelden oder auf staubigen Rindertrails. G. F. Barner ist legendär wie kaum ein anderer. Seine Vita zeichnet einen imposanten Erfolgsweg, wie er nur selten beschritten wurde. Als Western-Autor wurde er eine Institution. G. F. Barner wurde als Naturtalent entdeckt und dann als Schriftsteller berühmt. Seine Leser schwärmen von Romanen wie "Torlans letzter Ritt", "Sturm über Montana" und ganz besonders "Revolver-Jane". Der Western war für ihn ein Lebenselixier, und doch besitzt er auch in anderen Genres bemerkenswerte Popularität. Snacky gähnt. Es ist das seltsamste Geräusch, das Morgan Clint jemals gehört hat. Früher, als sie Snacky noch nicht so gut kannten, sind sie jedesmal zusammengefahren und haben geglaubt, ein Puma schliche knurrend und heulend um die Wagen. Snacky gähnt so laut wie zehn Männer zusammen. Dabei öffnet er den Mund sperrangelweit. Der Wagen rollt. Snacky schielt von der Seite auf Morgan Clints Gesicht. Dann gähnt er noch einmal. Diesmal etwas länger und lauter. Und dann nimmt er die Flasche. Snacky trinkt für zehn. »Ja«, sagt Morgan, ohne den Kopf zu wenden. »Ja, ich weiß.« »Du weißt«, knurrt Snacky, und sein wuchernder, ungeheurer Bart, in dem sich angeblich ganze Völkerstämme verstecken können, klafft auf. »Du weißt gar nichts. Ich bin müde wie zehn Hunde zusammen. Und du, Kerl, fährst und fährst und fährst. Ich möchte wissen, warum die Räder noch nicht heißgelaufen sind.« »Steig ab und faß die Buchsen an, dann weißt du es genau.« »Du willst mich ja bloß munter machen, du weggelaufener Pavian. Den Gefallen tu dir selber. He, ist es nicht genug, wenn man sechzehn Stunden auf diesem alten, schaukelnden Conestoga sitzen muß? Ich bin ein alter Mann, nächstes Jahr werde ich hun­dert­neunzig.« »Gestern hast du gesagt, du wärst hundertsieben.« »Na ja«, sagt Snacky mürrisch. »Mit jeder Viertelstunde bei dir auf diesem verdammten Bock werde ich eben drei Jahre älter. Ich bin der älteste Fahrer, den dieses Land jemals gesehen hat.« »Und dazu auch der schwatzhaf­teste, Snacky!« »Da hättest du mal meinen Bruder kennenlernen sollen«, erwidert Snak­ky lauthals. »Der redete, ich sage dir, so was ist dir

  • Sie trieben nach Laredo: G.F. Barner 107 – Western

    107

    Sie trieben nach Laredo: G.F. Barner 107 – Western
    Sie trieben nach Laredo: G.F. Barner 107 – Western

    Begleiten Sie die Helden bei ihrem rauen Kampf gegen Outlaws und Revolverhelden oder auf staubigen Rindertrails. G. F. Barner ist legendär wie kaum ein anderer. Seine Vita zeichnet einen imposanten Erfolgsweg, wie er nur selten beschritten wurde. Als Western-Autor wurde er eine Institution. G. F. Barner wurde als Naturtalent entdeckt und dann als Schriftsteller berühmt. Seine Leser schwärmen von Romanen wie "Torlans letzter Ritt", "Sturm über Montana" und ganz besonders "Revolver-Jane". Der Western war für ihn ein Lebenselixier, und doch besitzt er auch in anderen Genres bemerkenswerte Popularität. Sero Dunham, der den seltenen Namen Serafino Michelangelo Dun­ham trägt, sieht sich noch einmal um. Hinter ihm steht der Major an der Wand. Im Saloon trinken zwei Cap­tain, ein halbes Dutzend Lieutenants und etliche Sergeants auf das Wohl von General McPherson. Dessen Be­such in Fort Stockton ist beendet. Die Garnison hat sich gut aufgeführt, es gibt Grund zu einer Feier. »Nun, Clyde?« Major Clyde Forestal wollte es ei­gentlich nicht sagen. Man soll keinen Mann, der 400 Meilen weit reiten muß, mit solchen Dingen belasten. »Sero, nimm einen Rat mit auf den Weg.« »Deine Ratschläge sind nie schlecht gewesen, Clyde. Also?« »Ich war Captain«, sagte Forestal. »Damals war es hier noch schlimmer als heute. Und Krieg, Sero. Ein gewis­ser Tremblow, ein Außenseiter, ver­sprach uns Pferde zu liefern. Er hat das günstigste Angebot gemacht. Se­ro, er hat sein Versprechen nie gehal­ten. Sie fanden ihn und sieben seiner Leute erschossen in einer Schlucht. Die Pferde blieben verschwunden.« »Ich kannte Tremblow.« »Was denn, du hast Tremblow ge­kannt, Sero? Das wußte ich nicht. Dann kennst du also auch seine Ge­schichte?« »Ja«, antwortet Sero Dunham. »Die ganze, nicht die halbe. Ich war in Alabama an der Front, als es pas­sierte. Sonst hätte ich mich viel- leicht um die Sache gekümmert, Clyde.« »Du? Hättest du einen Grund, dich um Tremblows Dinge zu kümmern, Sero?« »Er war der Mann meiner ältesten Schwester.« »Du großer Geist, das wußte ich nicht«, stieß der Major hervor. »Ich erinnere mich an sie.« Sero Dunham blickt auf den Mond, der wie eine große gelbe Zitrone am Himmel zu schweben scheint. »Sie starb in Mexiko«, antwortete er leise. »Der Besitzer

  • Im Gluthauch der Hölle: G.F. Barner 105 – Western

    105

    Im Gluthauch der Hölle: G.F. Barner 105 – Western
    Im Gluthauch der Hölle: G.F. Barner 105 – Western

    Begleiten Sie die Helden bei ihrem rauen Kampf gegen Outlaws und Revolverhelden oder auf staubigen Rindertrails. G. F. Barner ist legendär wie kaum ein anderer. Seine Vita zeichnet einen imposanten Erfolgsweg, wie er nur selten beschritten wurde. Als Western-Autor wurde er eine Institution. G. F. Barner wurde als Naturtalent entdeckt und dann als Schriftsteller berühmt. Seine Leser schwärmen von Romanen wie "Torlans letzter Ritt", "Sturm über Montana" und ganz besonders "Revolver-Jane". Der Western war für ihn ein Lebenselixier, und doch besitzt er auch in anderen Genres bemerkenswerte Popularität. »Stehen Sie auf, Mister!« Der Mann sagt es. Der zweite Mann steht links neben ihm. Sie sehen ihn an, mit harten Gesichtern. Steens blickt hoch – und lächelt. Während sein Blick von einem zum anderen wandert, erfaßt er die Leute weiter hinten im Saloon. Es ist still geworden. »Aufstehen?« fragt Steens und lä­chelt noch immer. »Warum, mein Freund?« »Hier sitzt um diese Zeit immer jemand«, sagt der große rotblonde Bursche mit der Säbelnarbe hart. »Dies ist sein Tisch, Mister. Sie stehen jetzt auf und suchen sich einen anderen Platz!« Am Tresen fällt ein Glas um. Dann geht jemand – ein leichter Schritt, der jäh stockt. Steens sieht an dem rechten Mann mit der Säbelnarbe vorbei den Tisch neben dem Tresen. Und am Tisch sitzt eine Frau. Vielleicht lenkt die Frau ihn zu lange ab. Sie ist rothaarig und hat alles, was eine Frau besitzen muß. Die Frau sieht Steens mit Entsetzen an. Sie schluckt, er erkennt es deutlich. Dann wendet sie sich ganz langsam um und sagt leise etwas zu dem Mann, der hinter dem Tresen steht und sich nicht rührt. Der Mann macht plötzlich ein Gesicht, als habe er 20 abgeschälte Zitronen auf einmal in den Mund gestopft bekommen. »Na, was ist?« fragt der zweite Mann, dem es zu lange zu dauern scheint, ehe sich Steens erhebt und sich einen anderen Tisch sucht. »Mach schon, verschwinde hier, Freundchen, sonst wird es rauh!« Rauh? denkt Steens und zuckt leicht zusammen. Sie sehen so aus, als würden sie alles rauh machen. Sie tragen ihre Revolver tief und haben kaum Schwielen

  • Ein Tramp aus Texas: G.F. Barner 106 – Western

    106

    Ein Tramp aus Texas: G.F. Barner 106 – Western
    Ein Tramp aus Texas: G.F. Barner 106 – Western

    Begleiten Sie die Helden bei ihrem rauen Kampf gegen Outlaws und Revolverhelden oder auf staubigen Rindertrails. G. F. Barner ist legendär wie kaum ein anderer. Seine Vita zeichnet einen imposanten Erfolgsweg, wie er nur selten beschritten wurde. Als Western-Autor wurde er eine Institution. G. F. Barner wurde als Naturtalent entdeckt und dann als Schriftsteller berühmt. Seine Leser schwärmen von Romanen wie "Torlans letzter Ritt", "Sturm über Montana" und ganz besonders "Revolver-Jane". Der Western war für ihn ein Lebenselixier, und doch besitzt er auch in anderen Genres bemerkenswerte Popularität. Clay Horton weiß nicht, daß es die Pass-Creek-Berge sind, auf die er zugeht. Er hat nur rechts einen Bergzug vor sich und links den nächsten. Die Sonne steht im Südwesten, der Wind ist heiß und trocken. Der Mann geht mit regelmäßigen, gleichförmigen Schritten dem Einschnitt zwischen den Elch-Bergen und den Pass-Creek-Bergen zu. Manchmal verändert er die Lage seines Sattels. Das Klingeln des Bauchgurtes mit seiner Schnalle am Lauf der Winchester ist die gleiche Musik in seinen Ohren, die auch seine Sporen machen. Der Mann lächelt kaum, er hält auch nicht an. Er sieht weit und breit kein Haus, nur Berge, einige Bäume, sonst Buschgelände und das wadenhoch stehende Fettholz. Es riecht nach Sage, als er über einen Hügel geht und einen Schuppen links vor sich sieht. Einen alten, baufälligen Schuppen, dessen Erddach mit Steinen beschwert ist. Ein kleiner Zaun aus windschiefen Latten läuft um diesen Schuppen. Holz liegt verstreut umher, kein Mensch ist zu sehen. Unterhalb des Schuppens blinkt Wasser. Ein Erdwall, ein versandeter Bachlauf und ein paar Büsche, deren Blätter vom Staub gepudert sind, sieht man. Scharfer Wind kommt aus Westen. Seit dreieinhalb Stunden ist er schon unterwegs. Clay Horton betrachtet den Schuppen und das Wasser wie einen Palast. Er spürt das Brennen an seiner rechten Kopfseite, die Stiche im Hinterkopf, an dem er eine Beule hat. Und er grinst nun trotz all dieser Dinge, die einen anderen Mann vielleicht ärgerlich machen würden. Es ist sein Pech, und damit basta. Wozu sich ärgern, das Leben ist mal bitter, mal ist es spaßig. Scheint heute

  • Land der Desperados: G.F. Barner 115 – Western

    115

    Land der Desperados: G.F. Barner 115 – Western
    Land der Desperados: G.F. Barner 115 – Western

    Begleiten Sie die Helden bei ihrem rauen Kampf gegen Outlaws und Revolverhelden oder auf staubigen Rindertrails. G. F. Barner ist legendär wie kaum ein anderer. Seine Vita zeichnet einen imposanten Erfolgsweg, wie er nur selten beschritten wurde. Als Western-Autor wurde er eine Institution. G. F. Barner wurde als Naturtalent entdeckt und dann als Schriftsteller berühmt. Seine Leser schwärmen von Romanen wie "Torlans letzter Ritt", "Sturm über Montana" und ganz besonders "Revolver-Jane". Der Western war für ihn ein Lebenselixier, und doch besitzt er auch in anderen Genres bemerkenswerte Popularität. Mitch Sheldon legt sich mit aller Gewalt auf den langen Hebelarm aus Holz und drückt das Stauwehrbrett mit Macht in die Höhe. Er beobachtet danach aus schmalen Augen das durch die Lücke in den starken und noch abgestützten Brettern schießende Wasser des Little Pleasant Baches. Sein Bruder Gregg hat den kleinen Bach, der in den südlichen Arm des Mokelumne-Flusses fließt, so getauft. Was bin ich doch für ein verrückter Kerl, denkt Mitch und starrt auf das murmelnde, gurgelnde Wasser. Ich sehe dem Wasser zu und habe doch genug mit der Kuh zu tun. Dieses gescheckte Rabenaas brüllt nun schon drei Tage und will verdammt nicht das Maverick bekommen. Ich werde mal hingehen und Gregg ablösen. Er schrickt zusammen, als sich Mary, die Frau seines Bruders, nähert und ihn anspricht. »Mitch, du sollst gleich mal zu Gregg kommen«, sagt sie hastig. »Es scheint, als ob die Gescheckte kalben will. Nun, vielleicht ist es wieder blinder Alarm, genau wie mit den Banditen.« Mitch muss den Schieber noch eine Weile offen lassen und hakt die Schieberstange in eine der Ösen der Kette ein. Jetzt kann das Wasser fließen und genau durch den Trog bis auf die Kuhweide rinnen. »Vielleicht war es kein blinder Alarm«, sagt er leise. »Sie könnten hier in der Gegend sein. Wenn sie wirklich von Heasts Schaf-Ranch dreißig Schafe gestohlen und den Schafhirten ermordet haben, dann könnten sie noch hier sein. »Hmmm«, macht Mitch und betrachtet sie lächelnd. »Mary, wenn sie zu uns kommen, dann stemmst du die Hände in die Hüften und redest mit ihnen

  • Mit Blut bezahlt: G.F. Barner 109 – Western

    109

    Mit Blut bezahlt: G.F. Barner 109 – Western
    Mit Blut bezahlt: G.F. Barner 109 – Western

    Begleiten Sie die Helden bei ihrem rauen Kampf gegen Outlaws und Revolverhelden oder auf staubigen Rindertrails. G. F. Barner ist legendär wie kaum ein anderer. Seine Vita zeichnet einen imposanten Erfolgsweg, wie er nur selten beschritten wurde. Als Western-Autor wurde er eine Institution. G. F. Barner wurde als Naturtalent entdeckt und dann als Schriftsteller berühmt. Seine Leser schwärmen von Romanen wie "Torlans letzter Ritt", "Sturm über Montana" und ganz besonders "Revolver-Jane". Der Western war für ihn ein Lebenselixier, und doch besitzt er auch in anderen Genres bemerkenswerte Popularität. Bell Moore fällt das schwarze Haar lang in den Nacken. Sie wendet den Kopf und sieht zu Joe, der in der Mitte auf dem Sitz hockt und starr geradeaus blickt. Dann wandert ihr Blick weiter zu Old Faith Moore, ihrem Vater. Sie erkennt die Freude nur an den Fältchen um seine Augen, denn sein übriges Gesicht wird fast völlig von dem Bart bedeckt. Als sie ihre Hand auf Joes Unterarm legt, geht Joes Kopf sofort herum. Der Blick kommt aus weiter Ferne zurück, und Joes Mund verzieht sich. Er hat sehr helle Augen, ein Erbteil seines Vaters. Dazu ist er braungebrannt. Niemand sieht diesem großen, breitschultrigen Mann seine zweieinhalb Jahre Jail an. Es war für sie beide eine Überraschung, ihn so gesund und ruhig wiederzusehen. Manchmal hat sie ihn zornig gesehen, aber niemals so zerbrochen wie an jenem Tag, an dem das Unglück mit Patsy Baker geschah. Joe Moore, der Mörder, lächelt. »Ist fein«, sagt Old Faith mit seiner kratzenden Stimme, »wenn man dich so sitzen sieht, Junge. Macht es dir wenigstens Spaß, einen Wagen zu fahren?« »Natürlich, Vater, vielleicht ist es besser so, daß du mein Pferd zu Hause gelassen hast. Was macht Tude, warum ist er nicht mitgekommen?« »Dein Bruder ist fünfzehn Jahre alt… Ich dachte, er sollte dich zu Hause begrüßen. Und dann…, jemand muß ja zu Hause bleiben, um auf das Vieh zu achten. Wie…, ich meine…, war es auszuhalten?« »Es war eine Erholung, Vater. Keine Rinder hüten, keine Arbeit auf der Ranch… Nun ja, es war auszuhalten.« Der Alte lächelt. Er kennt seinen

  • Die Todesfälle am Rio Grande: G.F. Barner 114 – Western

    114

    Die Todesfälle am Rio Grande: G.F. Barner 114 – Western
    Die Todesfälle am Rio Grande: G.F. Barner 114 – Western

    Begleiten Sie die Helden bei ihrem rauen Kampf gegen Outlaws und Revolverhelden oder auf staubigen Rindertrails. G. F. Barner ist legendär wie kaum ein anderer. Seine Vita zeichnet einen imposanten Erfolgsweg, wie er nur selten beschritten wurde. Als Western-Autor wurde er eine Institution. G. F. Barner wurde als Naturtalent entdeckt und dann als Schriftsteller berühmt. Seine Leser schwärmen von Romanen wie "Torlans letzter Ritt", "Sturm über Montana" und ganz besonders "Revolver-Jane". Der Western war für ihn ein Lebenselixier, und doch besitzt er auch in anderen Genres bemerkenswerte Popularität. Keithums Gewehr zuckte blitzschnell in die Höhe, als Oldman Young zurückprallte. Der Alte duckte sich hinter dem aufgestapelten Schnittholz, morschen Brettern, die hier langsam verfaulten. Irgendwo vor Keithum und Oldman Young war der Schritt, bog um die Ecke. Wer, dachte Keithum, wer von den Folliards? Wenn Laredo kam, konnte es gefährlich werden. Laredo schoss schneller, als mancher Mann mit den Augen blinzeln konnte. Keithum presste sich an die Wand des Schuppens. Das Gewehr hielt er nun wie eine Lanze. Er war bereit, es Laredo Folliard in den Bauch zu rammen, wenn der um die Schuppenecke kam. In diesem Augenblick bog der Schritt nach links ab. Und dann klatschte Wasser irgendwohin. »Joe«, flüsterte Old Young. Keithum war nervös wie ein junger Hund, der keinen Baum finden konnte. Sie hatten sechs Stunden im Sattel gehockt. Am Morgen war die Sache entdeckt worden, man hatte sie sofort Keithum gemeldet wie alles, was auf der Hale Ranch geschah. Zufällig aber hatte Richter Hale nicht gut geschlafen und gebrüllt. Keithum sollte die Kerle finden. Das wäre nun das dritte Zuchtschaf in vier Wochen, das irgendwelche Vielfraße geklaut hätten. Ohne die verdammten Diebe brauchte Keithum gar nicht erst wiederzukommen. »Der hatte 'ne Laune«, brummte Keithum, während Wasser plätscherte und jemand schnaufte: »Bei der Hitze eine Spur suchen …« Es hörte sich an, als wenn einer der Folliards badete. Das Geplätscher kam vom Hausanbau, der Waschküche der Folliards. Vielleicht saß Laredo gerade in der Badewanne? Dann würde er kaum seinen ständig blank geputzten Colt umgeschnallt tragen. Joe Keithum machte zwei lange Schritte, duckte sich

  • Abrechnung in La Mesa: G.F. Barner 124 – Western

    124

    Abrechnung in La Mesa: G.F. Barner 124 – Western
    Abrechnung in La Mesa: G.F. Barner 124 – Western

    Begleiten Sie die Helden bei ihrem rauen Kampf gegen Outlaws und Revolverhelden oder auf staubigen Rindertrails. G. F. Barner ist legendär wie kaum ein anderer. Seine Vita zeichnet einen imposanten Erfolgsweg, wie er nur selten beschritten wurde. Als Western-Autor wurde er eine Institution. G. F. Barner wurde als Naturtalent entdeckt und dann als Schriftsteller berühmt. Seine Leser schwärmen von Romanen wie "Torlans letzter Ritt", "Sturm über Montana" und ganz besonders "Revolver-Jane". Der Western war für ihn ein Lebenselixier, und doch besitzt er auch in anderen Genres bemerkenswerte Popularität. Hogan spürt zwei, drei harte Stöße. Seine Finger schrammen über den Fels. Dann schlagen seine Beine mit voller Wucht irgendwo gegen. In das Geräusch prasselnder Steine mischt sich immer noch Edwards' abgerissenes, schrilles Hohngeschrei. Irgendetwas prallt Matt Hogan an die Hüfte. Es schleudert ihn herum.Er kracht schwer hin und bleibt auf der Seite liegen. Obwohl er nicht begreift, wohin er gefallen sein kann, krallt er instinktiv seine schmerzenden Hände in den Fels, der sich über ihm erhebt.Sekundenlang liegt er still. Über ihm ist der blaue wolkenlose Himmel. Neben ihm ist nichts als Gestein. Und erst in der Sekunde, wo er den Kopf wendet, sieht er die Peitsche neben sich, die der Aufseher absichtlich hinuntergeworfen hat. Reine Schikane.Matt Hogan ist auf die vorspringende Felsplatte gefallen.Weit über ihm sind zwei Köpfe am Rand der Felsen zu erkennen. Er starrt nach oben auf das hässliche, grinsende Gesicht von Red Edwards.Der Dicke brüllt irgendetwas, stößt eine Flut wüster Beschimpfungen hervor. Dann verdreht er jedoch plötzlich die Augen. Und während er sich mit beiden Händen an den Hals greift, sinkt er gurgelnd zusammen.Matt Hogan hat für Sekunden das Gefühl, keine heile Stelle mehr am Körper zu haben.

  • Ihr letzter Trail: G.F. Barner 112 – Western

    112

    Ihr letzter Trail: G.F. Barner 112 – Western
    Ihr letzter Trail: G.F. Barner 112 – Western

    Begleiten Sie die Helden bei ihrem rauen Kampf gegen Outlaws und Revolverhelden oder auf staubigen Rindertrails. G. F. Barner ist legendär wie kaum ein anderer. Seine Vita zeichnet einen imposanten Erfolgsweg, wie er nur selten beschritten wurde. Als Western-Autor wurde er eine Institution. G. F. Barner wurde als Naturtalent entdeckt und dann als Schriftsteller berühmt. Seine Leser schwärmen von Romanen wie "Torlans letzter Ritt", "Sturm über Montana" und ganz besonders "Revolver-Jane". Der Western war für ihn ein Lebenselixier, und doch besitzt er auch in anderen Genres bemerkenswerte Popularität. Er liegt still, und die Nacht ist um ihn mit der drückenden Schwüle des Septembers in diesem Land am Vorfeld der Washoe-Berge. Um ihn ist die Stille, in der Männer schlafen und ihre Träume haben. Der eine, der kleine Diggi Brown, träumt von seinem Girl in Carson City und macht gerade den Mund auf. »Jenny«, sagt er versonnen. Und nach einer Pause: »Lovely!« Dann ist es wieder still, und Bart Trence dreht sich von der rechten Schulter auf den Rücken und schnarcht laut. Er schnarcht immer, wenn er auf dem Rücken liegt, der große und muskulöse Bart Trence. Es stört die anderen sechs Männer in dem kleinen Bunkhaus der großen LeRoy-Ranch nicht mehr. Es gehört zu ihrem Schlaf wie das leise Knarren des Windrades über ihnen auf dem Wasserradturm und das Heulen des Hundes, wenn der Mond ihn plagt. * »Jonny…, John…, John!« ruft Rick Lamotta gepreßt und berührt die Hand, die noch ganz warm ist, und Jonnys Augen sehen ihn an, als wenn sie ihn um etwas bitten wollten. Und da erst begreift Rick, daß ihn nicht sein Traum aufgeweckt hat, daß es der Schuß war, den Jonny Oro auf sich selber abfeuerte. Rick zieht sich am Wagenrad hoch und blickt auf den Zettel, der dort festgeklemmt ist. Auf dem Zettel steht in Jonnys krakeliger Schrift: Boß, du warst immer ein feiner Bursche. Nur einer kann durchkommen. Nimm das Wasser und geh! Geh immer weiter, bis du aus der Gila-Wüste heraus bist! Viel Glück. Und – es tut mir nicht leid! . Jonny »Wasser!« sagt Rick Lamotta heiser

  • Die Bande des Mandosa: G.F. Barner 113 – Western

    113

    Die Bande des Mandosa: G.F. Barner 113 – Western
    Die Bande des Mandosa: G.F. Barner 113 – Western

    Begleiten Sie die Helden bei ihrem rauen Kampf gegen Outlaws und Revolverhelden oder auf staubigen Rindertrails. G. F. Barner ist legendär wie kaum ein anderer. Seine Vita zeichnet einen imposanten Erfolgsweg, wie er nur selten beschritten wurde. Als Western-Autor wurde er eine Institution. G. F. Barner wurde als Naturtalent entdeckt und dann als Schriftsteller berühmt. Seine Leser schwärmen von Romanen wie "Torlans letzter Ritt", "Sturm über Montana" und ganz besonders "Revolver-Jane". Der Western war für ihn ein Lebenselixier, und doch besitzt er auch in anderen Genres bemerkenswerte Popularität. Die Schatten waren lang, die Sonne leuchtete glutrot. Mandosa starrte auf das rote verschwitzte Gesicht des Mannes mit purpurfarbenem Kinnbart. Es war noch zu weit, um die Gesichtszüge des Mannes auf dem Bock des Frachtwagens zu erkennen. Mandosa würde ihn töten, wie er andere vor ihm getötet hatte, und doch würde etwas anders sein: die anderen Männer hatten keinen roten Bart getragen. Mandosa nahm den Kopf herum und griff nach seinem Gewehr. Er sah Pino zehn Schritte weiter rechts unter den Yuccazweigen liegen. Pino war klein, häßlich. Aber er schoß niemals vorbei. Der dritte Mann auf dem Hang kaute an einem Stück Rohrzucker und hielt die schweren Lider geschlossen. Anscheinend gab sich Taylor nur dem Genuß hin, und doch, er war hellwach, niemand wußte das besser als Charles Mandosa. Er hatte seine drei besten Männer auf den Hang geführt und ihre Stellungen ausgesucht. Sie hatten es mit vier Gegnern zu tun, und dafür hätten eigentlich zwei Mann ausgereicht, aber Mandosa wollte es schnell hinter sich bringen. Der vierte der Bande war nicht zu sehen. Er war der kaltblütigste unter ihnen und der beste Schütze: Lee Cindall. Er pfiff vor sich hin. Cindall pfiff immer, wenn er jemand töten wollte. Er war Texaner, stammte aus Laredo und pfiff ständig den »Laredo-Song«, sobald er sich anschickte, jemanden durch eine Kugel ins Jenseits zu befördern. Während sich Mandosa fragte, wann Cindall diesmal aufhören würde zu pfeifen, tauchte der Kopf über dem Rand der Mulde auf, in der Cindall seit gut zehn Minuten gelegen hatte. Felicia Mandosa hatte den

  • Sweetwater-Ranch: G.F. Barner 116 – Western

    116

    Sweetwater-Ranch: G.F. Barner 116 – Western
    Sweetwater-Ranch: G.F. Barner 116 – Western

    Begleiten Sie die Helden bei ihrem rauen Kampf gegen Outlaws und Revolverhelden oder auf staubigen Rindertrails. G. F. Barner ist legendär wie kaum ein anderer. Seine Vita zeichnet einen imposanten Erfolgsweg, wie er nur selten beschritten wurde. Als Western-Autor wurde er eine Institution. G. F. Barner wurde als Naturtalent entdeckt und dann als Schriftsteller berühmt. Seine Leser schwärmen von Romanen wie "Torlans letzter Ritt", "Sturm über Montana" und ganz besonders "Revolver-Jane". Der Western war für ihn ein Lebenselixier, und doch besitzt er auch in anderen Genres bemerkenswerte Popularität. »Hätten wir ihn nur…«, sagt Dan Berry, der Storebesitzer, und macht danach eine kleine Pause. »Hätten wir ihn nur aufgehängt. Dann würde er nicht kommen.« Der Mann neben ihm wendet den Blick und sieht zur Schule hinüber. Sie stehen beide auf dem Vorbau von Carters Saloon, haben die Schule vor sich und warten auf den Glockenschlag, mit dem Mildred Keegan den Unterricht beenden wird. Sie läutet jetzt die Schulstunden ab, die Kinder werden herauskommen. »Du sagst es«, erwidert Lasco, der Barbier, der seine spanische Herkunft niemals ganz verleugnen kann. »Er wird kommen und wieder lächeln, wie damals, das betrunkene…« Die Glocke bimmelt. Sie wenden die Köpfe und sehen auf das kleine Haus, in dem die Langtons wohnen. Bei dem Gebimmel ist es nicht anders als an den anderen über tausend Tagen, die vergangen sind: Die Tür geht auf, Mrs. Langton kommt heraus und hat das Tuch, trotz der Hitze, um die Schultern gelegt. Es ist ein schwarzes Tuch. Und, wie immer, wirkt die Frau düster und verschlossen. Dabei hat sie früher gelacht. »Dieses Sch…«, sagte der Barbier Lasco heiser und wischt sich mit dem Taschentuch über die wenigen Haare, die noch auf seinem Kopf verblieben sind. »Warum tun wir nichts? Warum stehen wir da und warten, bis dieser Lump kommt und es noch einmal macht? Ein verdammter, schmutziger Mörder. Nun gut, wir haben mehr Mörder in dieser Stadt gehabt. Und wenn sie sich gegenseitig umbringen, dann ist es ihre Sache, aber das – das hat noch keiner getan.« »Er hat ihn ja nicht umgebracht«, sagt Berry leise. »Umgebracht nicht.« »Was

  • Holt Archie Dolen raus!: G.F. Barner 121 – Western

    121

    Holt Archie Dolen raus!: G.F. Barner 121 – Western
    Holt Archie Dolen raus!: G.F. Barner 121 – Western

    Begleiten Sie die Helden bei ihrem rauen Kampf gegen Outlaws und Revolverhelden oder auf staubigen Rindertrails. G. F. Barner ist legendär wie kaum ein anderer. Seine Vita zeichnet einen imposanten Erfolgsweg, wie er nur selten beschritten wurde. Als Western-Autor wurde er eine Institution. G. F. Barner wurde als Naturtalent entdeckt und dann als Schriftsteller berühmt. Seine Leser schwärmen von Romanen wie "Torlans letzter Ritt", "Sturm über Montana" und ganz besonders "Revolver-Jane". Der Western war für ihn ein Lebenselixier, und doch besitzt er auch in anderen Genres bemerkenswerte Popularität. Das einzige, was Tate Morris sympathisch machte, war seine Schwester Caroline. Während ihr volles rötliches Haar seidig schimmerte, glich Tate Morris' kurzgeschorener Haarschopf eher den Stacheln eines Igels, der aus Versehen in ein Mennigefaß gefallen war.Morris' rundes Pfannkuchengesicht, das man beim ersten Sehen für gutmütig halten konnte, erhob sich über der Menge wie ein von innen erleuchteter Honigkürbis.So sah ihn Dan Madun: einen baum­langen, breitschultrigen Mann mit beachtlichem Bauchumfang, der sich seinen Weg durch die Menge bahnte. Daß er es absolut rücksichtslos tat, paßte zu ihm wie der runde Bowler, ohne den man sich dieses Vollmondgesicht nicht vorstellen konnte.Im nächsten Augenblick sah Madun die beiden anderen Männer, die Morris im Kielwasser folgten. Sie glichen zwei kleinen schmalbrüstigen Hühnern, die Mühe hatten, einem besonders großen, stolzen Hahn zu folgen.Der Mann zwischen ihnen trug keinen Hut, und der Regen, der jetzt auf Granger in Wyoming und die Bahnstation fiel, rieselte dem kleinen, mickrigen Mann auf die kahle Kopfhaut zwischen dem Kranz schütterer Haare.Der Mann ging gebeugten Hauptes, eine irgendwie Mitleid erregende Figur, die so leichtgewichtig sein mußte, daß der riesige Tate Morris sie todsicher mühelos mit einer Hand fassen und am ausgestreckten Arm verhungern lassen konnte.Morris stieß jetzt einem gedrungenen, stämmigen Mann die Rechte in den Rücken. Der Stämmige taumelte zur Seite, fuhr sofort herum, stieß irgendeinen wilden Fluch aus, der im Zischen abblasenden Dampfes der Lok unterging und holte aus.Dann erst sah er den Deputysheriffstern an der Weste von Morris. Es war bezeichnend, daß sich die Augen des Stämmigen etwa auf der Höhe des Ordens befanden, denn Morris überragte den Mann um volle fünfundzwanzig Zoll.»Versuche es mal, Mister«, grollte der riesige Morris.Er fing den herumzuckenden Arm des Stämmigen mit der Rechten ab, schloß seine Finger um dessen Handgelenk und drehte einmal. »Hast du nicht gehört gehabt? Du sollst aus dem Wege gehen, sagte ich. Jetzt gehst du!Dan Madun sah freudlos zu, wie Morris dem Mann mit einem blitzschnellen Ruck den Ann umdrehte. Der Stämmige stieß einen heulenden Laut aus, und Madun war bereit zu wetten, daß er den Arm drei Tage nicht bewegen, aber auch kaum sitzen können würde.

  • Ein Strick wartet: G.F. Barner 128 – Western

    128

    Ein Strick wartet: G.F. Barner 128 – Western
    Ein Strick wartet: G.F. Barner 128 – Western

    Begleiten Sie die Helden bei ihrem rauen Kampf gegen Outlaws und Revolverhelden oder auf staubigen Rindertrails. G. F. Barner ist legendär wie kaum ein anderer. Seine Vita zeichnet einen imposanten Erfolgsweg, wie er nur selten beschritten wurde. Als Western-Autor wurde er eine Institution. G. F. Barner wurde als Naturtalent entdeckt und dann als Schriftsteller berühmt. Seine Leser schwärmen von Romanen wie "Torlans letzter Ritt", "Sturm über Montana" und ganz besonders "Revolver-Jane". Der Western war für ihn ein Lebenselixier, und doch besitzt er auch in anderen Genres bemerkenswerte Popularität. Die Dämmerung zieht über die spitzen Kegel des Hurrican Rock heran und läßt die Schatten zwischen dem Haus und dem Stall tiefer werden. Sie hüllt das Gesicht des Mädchens in sattes Rot und schimmert auf dem Revolver in dem Halfter, das Evelyne Heston trägt. Evelyne lauscht dem Grollen nach, das durch die Berge weht und zweimal, dreimal zu ihr klingt. »Jemand schießt!« sagt sie vor sich hin. »Und jetzt ist es wieder still.« Evelyne seufzt und macht die Tür zu. Sie ist jetzt einundzwanzig Jahre alt und in einem Land, in dem es alle dreißig Meilen eine Ansiedlung gibt, allein. Seufzend schiebt sie den Riegel vor die Tür und hört das Schnaufen der drei Pferde im Schuppen. Ihr Blick geht noch einmal zum Berg hin. »Sicher irgendein verrückter Pferdejäger!« murmelt sie und geht um das Haus. »Vater hat dort auch seine Pferde gefangen, aber jetzt… Sind da noch Pferde?« Sie schüttelt wieder den Kopf und ist an der Haustür. Über der Tür ist ein Dach, das von zwei hölzernen Säulen getragen wird, die Nelson Heston einmal mit einer Axt, einem Hobel und einem Schnitzmesser bearbeitete. Die Säulen sehen nach der Arbeit eines Mannes aus, der viel Zeit hatte. Und die hatte Nelson Heston auch. Er hat jetzt noch mehr Zeit. So viel Zeit, wie jemand, der tot ist und unter einem Hügel liegt. Dort liegt er nicht allein, denn auch seine Frau Mary, Evelynes Mutter, liegt dort, beide umgekommen bei einem Unfall.

  • Fort Filmore: G.F. Barner 101 – Western

    101

    Fort Filmore: G.F. Barner 101 – Western
    Fort Filmore: G.F. Barner 101 – Western

    Begleiten Sie die Helden bei ihrem rauen Kampf gegen Outlaws und Revolverhelden oder auf staubigen Rindertrails. G. F. Barner ist legendär wie kaum ein anderer. Seine Vita zeichnet einen imposanten Erfolgsweg, wie er nur selten beschritten wurde. Als Western-Autor wurde er eine Institution. G. F. Barner wurde als Naturtalent entdeckt und dann als Schriftsteller berühmt. Seine Leser schwärmen von Romanen wie "Torlans letzter Ritt", "Sturm über Montana" und ganz besonders "Revolver-Jane". Der Western war für ihn ein Lebenselixier, und doch besitzt er auch in anderen Genres bemerkenswerte Popularität. Seine Augen sind voller Argwohn, und sein Mund preßt sich zu einem schmalen Strich zusammen, als Ben Vansitter Fort Bayard erreicht. Die Dunkelheit ist tief und dicht, und nur die brennende Lampe über der Station zeigt an, daß sie besetzt ist. Er sieht über das Tor hinweg und blickt auf die drei Wagen und die Kisten, Tonnen und Warenstapel in der einen Ecke. Und dann denkt er bitter: Sie sind weg. Und wenn ich den verdammten Burschen erwische, der sie fahren ließ, dann bringe ich ihn um. Ich habe Racon Bescheid sagen lassen, daß er Ed nicht fahren lassen soll. Und nun ist Ed Cunnings weg und mit ihm seine Frau und der Junge. Er hört Schritte und das Klirren der Hänger an den Säbelgelenken. Vier Soldaten bleiben stehen, als sie den Schimmel erkennen. Sie starren den großen Mann an. »Vansitter, immer wenn du kommst, wartet die Hölle auf uns. Und es wird niemals anders sein. Du siehst abgehetzt und müde aus«, sagt Sergeant Donald Hume. »Und ich möchte fast sagen, du bist über irgend etwas ziemlich wütend. Vansitter, was ist nun wieder passiert?« »Wo ist Will Racon?« fragt Vansitter kühl und hart. »Hume, die Mimbres sind los. Ich habe mit zwei von ihnen gesprochen.« »Und wo sind die beiden nun?« »Wo sollen sie sein?« sagt Vansitter gleichmütig. »Sie rissen aus, als sie mich sahen, und ich holte sie ein. Und dann habe ich sie gefragt, wo ihre Brüder sind, denn ich fand die Zeltplätze verlassen, und keine Spur von Frauen und Kindern.« »Was sagt Major Green dazu?«

  • Drei-Dollar-Herde: G.F. Barner 110 – Western

    110

    Drei-Dollar-Herde: G.F. Barner 110 – Western
    Drei-Dollar-Herde: G.F. Barner 110 – Western

    Begleiten Sie die Helden bei ihrem rauen Kampf gegen Outlaws und Revolverhelden oder auf staubigen Rindertrails. G. F. Barner ist legendär wie kaum ein anderer. Seine Vita zeichnet einen imposanten Erfolgsweg, wie er nur selten beschritten wurde. Als Western-Autor wurde er eine Institution. G. F. Barner wurde als Naturtalent entdeckt und dann als Schriftsteller berühmt. Seine Leser schwärmen von Romanen wie "Torlans letzter Ritt", "Sturm über Montana" und ganz besonders "Revolver-Jane". Der Western war für ihn ein Lebenselixier, und doch besitzt er auch in anderen Genres bemerkenswerte Popularität. »Vince – wach auf, Junge!« Vince Pierce stöhnt schwer, fühlt, wie es lauwarm über seinen Hals in sein Hemd rinnt und hebt mühsam die bleischweren Lider. Vor ihm tauchen aus wogenden Schleiern zwei Gesichter auf, die sich wie ein Ei dem anderen ähneln. Es dauert fast eine Minute, ehe Pierce erkennt, daß er Valdez gleich zweifach gesehen hat. Valdez trägt ein Tuch um den Kopf, das blutverschmiert ist, schüttet Pierce das lauwarme Wasser ins Gesicht und sagt heiser: »Mann, und ich dachte schon, dein Kopf hätte es nicht ausgehalten. Du hast eine Beule, groß wie zwei Hühnereier, Amigo. Hat dich ein Rind gestoßen?« »Rind?« echot Vince und stiert in das satte Blau des Spätnachmittaghimmels. »Hol's der Satan! Es war irgendein Kerl mit einem schwarzen Bart, der mir seinen Gewehrkolben an den Kopf donnerte! Ich hatte Natchum…« »Ayeee!« stößt Valdez, der mexikanischer Abstammung ist, zischend hervor. »Natchum – du bist dir sicher?« »Ja, er hat einiges von mir einstekken müssen.« Vince schnappt sich den Eimer, der noch halbvoll ist, und stülpt ihn sich über den Kopf. »Verdammte Brühe! Das ist ein Leben, was? Seit sechs Wochen stecken wir in diesem Streifen, den der Teufel erschaffen haben muß, und quälen uns mit störrischen Stieren herum, die schon zwei Pferde auf die Hörner genommen haben. Und dann schickt der Satansbraten Monk Chaplin seine rauhen Burschen her, damit sie uns die Arbeit einer Woche zunichte machen. Du traust ihm das doch zu, Encio?« Valdez knirscht mit den Zähnen und nickt. »Er ist ein Bravado, ein Bandit«, antwortet er. »Natürlich war er es. Warum

  • Hold-up auf offener Strecke: G.F. Barner 132 – Western

    132

    Hold-up auf offener Strecke: G.F. Barner 132 – Western
    Hold-up auf offener Strecke: G.F. Barner 132 – Western

    Begleiten Sie die Helden bei ihrem rauen Kampf gegen Outlaws und Revolverhelden oder auf staubigen Rindertrails. G. F. Barner ist legendär wie kaum ein anderer. Seine Vita zeichnet einen imposanten Erfolgsweg, wie er nur selten beschritten wurde. Als Western-Autor wurde er eine Institution. G. F. Barner wurde als Naturtalent entdeckt und dann als Schriftsteller berühmt. Seine Leser schwärmen von Romanen wie "Torlans letzter Ritt", "Sturm über Montana" und ganz besonders "Revolver-Jane". Der Western war für ihn ein Lebenselixier, und doch besitzt er auch in anderen Genres bemerkenswerte Popularität. Das leise Knarren der Haustür ließ den dicken Mann flach zu Boden sinken und sein Gewehr fester umschließen. Gleichzeitig verschwand der Schatten links am Stall hinter der alten Wassertonne. Der zweite Mann verkroch sich in seiner Deckung, während drüben an der Fenz eine schwache Bewegung zu erkennen war. Dann rührte sich dort genauso wenig wie an der Scheune. Die vier Männer hielten den Atem an. Der dicke Jake Fordson lugte im Schuppen an dem Knüppelholz vorbei zur Haustür. Zwischen Stallmauer und Holztonne blickte sein Vetter Rice in den Hinterhof und sah, wie der dunkle Spalt langsam breiter wurde. Die Haustür war nun halb geöffnet, aber was sich im stockdunklen Flur tat, war noch nicht auszumachen. Tate, der dritte Mann hinter der Fenz, spähte zwischen den rissigen Brettern hindurch. Wie immer, wenn er auf etwas wartete, wurden seine Handflächen feucht, und er hatte das Gefühl, dass der Schaft der schweren Sharps nun von Waffenöl triefte. Tates Blicke glitten erst nach rechts, dann nach links, wo Vernon Mills am Ende der Fenz hinter dem Eckpfosten auf dem Bauch lag. Das Cornuda-Gras wuchs dort in einem Büschel von zwei Fuß Höhe, und es deckte Vernon Mills gegen jede Sicht vom Haus aus. Mills hob leicht die Linke, führte sie kurz wie winkend hin und her und zeigte dem nervösen Tate damit an, dass er abwarten und sich keine Sorgen machen sollte. Der Mann, hinter dem sie seit Monaten her waren, musste kommen. Bemerkte er jedoch seine Jäger, war zu vermuten, dass er auf der Stelle kehrtmachte und in das Haus mit den dicken Adobelehmmauern floh. Ihn herauszuholen, würde Opfer kosten und mit seinem Tod enden. Und genau das war es, was keiner der vier Menschenjäger wollte. Larry Clayton, der beinahe sechzig Meilen geritten war, um nach Los Corralitos in New Mexico zu kommen, musste ahnungslos in die helle Mondnacht treten und bis zum Corral gehen. In diesem Moment sollte die Falle zuschnappen, die Mills für ihn aufgebaut hatte. Fordsons Schweinsäuglein weiteten sich schlagartig, denn in der Dunkelheit des Flures bewegte sich nun etwas.

  • Der vierte Mann: G.F. Barner 125 – Western

    125

    Der vierte Mann: G.F. Barner 125 – Western
    Der vierte Mann: G.F. Barner 125 – Western

    Begleiten Sie die Helden bei ihrem rauen Kampf gegen Outlaws und Revolverhelden oder auf staubigen Rindertrails. G. F. Barner ist legendär wie kaum ein anderer. Seine Vita zeichnet einen imposanten Erfolgsweg, wie er nur selten beschritten wurde. Als Western-Autor wurde er eine Institution. G. F. Barner wurde als Naturtalent entdeckt und dann als Schriftsteller berühmt. Seine Leser schwärmen von Romanen wie "Torlans letzter Ritt", "Sturm über Montana" und ganz besonders "Revolver-Jane". Der Western war für ihn ein Lebenselixier, und doch besitzt er auch in anderen Genres bemerkenswerte Popularität. Das Fenster befindet sich in Mannshöhe über dem Boden. Der Baum steht acht Yards entfernt.Auf dem Baum sitzt ein Mann und blickt starr auf das erleuchtete Fenster, dessen Vorhänge nicht ganz zugezogen worden sind.Der Mann kann in das Zimmer blicken und rutscht auf dem Ast noch ein Stück weiter. Nun sieht er zwei Hände. Sie zählen mechanisch Geldscheine.Der Mann auf dem Baum seufzt.»Was ist?« sagt jemand unter ihm. »Steht er auf?»Nein, er zählt noch immer.»Es sieht fast so aus. Er wird gleich seinen Tee bekommen und aufstehen.»Woher weißt du, daß es gleich sein wird?Da steht noch einer an der Ecke neben dem vierten Mann. Und zwischen ihnen ist eine Tonne.»Ich weiß es, weil er ein Pedant ist.»Bringt seine Frau den Tee?»Ja, es ist neun Uhr. Sie muß pünktlich sein, das verlangt er in allen Dingen.

  • Ritt ohne Wiederkehr: G.F. Barner 117 – Western

    117

    Ritt ohne Wiederkehr: G.F. Barner 117 – Western
    Ritt ohne Wiederkehr: G.F. Barner 117 – Western

    Begleiten Sie die Helden bei ihrem rauen Kampf gegen Outlaws und Revolverhelden oder auf staubigen Rindertrails. G. F. Barner ist legendär wie kaum ein anderer. Seine Vita zeichnet einen imposanten Erfolgsweg, wie er nur selten beschritten wurde. Als Western-Autor wurde er eine Institution. G. F. Barner wurde als Naturtalent entdeckt und dann als Schriftsteller berühmt. Seine Leser schwärmen von Romanen wie "Torlans letzter Ritt", "Sturm über Montana" und ganz besonders "Revolver-Jane". Der Western war für ihn ein Lebenselixier, und doch besitzt er auch in anderen Genres bemerkenswerte Popularität. Von Brazos ist nichts zu sehen, dafür blicken ihn sieben, acht Männer seltsam an. Er ist noch nicht einen Schritt von der Tür weg, als es hinter ihm kratzt. Jemand macht einen kleinen Satz. Der Mann muß in der Nische neben dem Windfang gestanden haben. In der Sekunde, als sich hinter ihm der Mann bewegt, weiß Lane es, aber er kann nichts mehr tun. Die Blicke jener Leute am Tresen des Frontier Saloon haben eine gewisse Bedeutung gehabt. Das erkennt Lane um zwei Sekunden zu spät. Jetzt drückt sich ein Revolverlauf in seine Seite. Und dann sagt der Mann, der schnell wie eine Klapperschlange gewesen ist: »Ich würde stillstehen, Lane. Keine Bewegung, keinen Trick! Das Ding in meiner Hand geht sonst los.« Lane steht still. Alles blickt zu ihm hin. Niemand rührt sich. Sie betrachten Lane mit einer Mischung aus Schreck und Neugierde. Anscheinend haben sie etwas geahnt, aber Lane ist mit seinen Gedanken zu sehr bei Brazos gewesen, um die Blicke gleich richtig zu deuten. Ein Stuhl schurrt. Der zweite Mann hat also den Harmlosen gespielt, links an einem Tisch gesessen und nur darauf gewartet, daß der andere Lane den Revolver in den Rücken preßte. »Ganz ruhig!« sagt der erste Mann noch einmal drohend. »Lane, nur keine Narrheit begehen. Ich schieße dich nieder.« Der zweite Mann ist nun schräg von hinten herangekommen und entreißt Victor Lane, der Linkshänder ist und seinen Revolver auch an der linken Hüfte im Halfter stecken hat, die Waffe. Ob sie von der Armee geschickt worden sind? fragt sich Lane. Der eine Bursche redet

  • Canyon-Fehde: G.F. Barner 131 – Western

    131

    Canyon-Fehde: G.F. Barner 131 – Western
    Canyon-Fehde: G.F. Barner 131 – Western