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Sophienlust 112 – Familienroman: Endlich die richtige neue Mutti!
Sophienlust 113 – Familienroman: Mit Vati wäre unser Glück erst richtig vollkommen
Sophienlust 118 – Familienroman: Ich gebe mein Brüderchen nicht her
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Sophienlust

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About this series

Die Idee der sympathischen, lebensklugen Denise von Schoenecker sucht ihresgleichen. Sophienlust wurde gegründet, das Kinderheim der glücklichen Waisenkinder. Denise formt mit glücklicher Hand aus Sophienlust einen fast paradiesischen Ort der Idylle, aber immer wieder wird diese Heimat schenkende Einrichtung auf eine Zerreißprobe gestellt.
Diese beliebte Romanserie der großartigen Schriftstellerin Patricia Vandenberg überzeugt durch ihr klares Konzept und seine beiden Identifikationsfiguren.

Leuchtend stieg die Sonne im Osten auf und vergoldete mit ihrem Leuchten die Wasserfläche des Genfer Sees. Wie gebannt blieb Angelika Berger an dem großen Fenster der Wohnhalle stehen und bewunderte fasziniert diesen zauberhaften Ausblick. Plötzlich füllten sich ihre Augen mit Tränen. Der Abschied von der so herrlich gelegenen Villa fiel ihr doch bedeutend schwerer, als sie gedacht hatte. Als die alte Standuhr sechs dumpfe Schläge ertönen ließ, wandte das junge Mädchen sich vom Fenster ab, um noch ein allerletztes Mal durch die Räume zu gehen, in denen sie so viele frohe, aber auch traurige Stunden verlebt hatte. In wenigen Minuten würde sie bereits unterwegs sein, um endlich ihre Halbschwester Monika, die sie eine kleine Ewigkeit nicht mehr gesehen hatte, in Deutschland zu besuchen. In dem Schlafzimmer ihrer verstorbenen Tante Lizzy hielt Angelika sich etwas länger auf. Hier hatte die alte Dame, die für sie mehr als ihre eigene Mutter war, ihre letzten Tage verbracht, hier hatte sie ihr die Augen zugedrückt. »Liebe Tante Lizzy«, flüsterte Angelika ergriffen, »ich werde alles so tun, wie du es dir gewünscht hast. Noch einmal danke ich dir, dass du all die Jahre so unendlich lieb zu mir warst.« Sie trocknete hastig ihre Tränen, als sie Schritte hörte. Frau Zwingli, die Haushälterin von Tante Lizzy, hatte ihre Koffer zum Auto getragen. Eben kehrte sie, mit vom vielen Weinen dick verschwollenen Augen, wieder ins Haus zurück. Arme Seele, dachte Angelika voll Mitleid, denn sie wusste, dass die alte Frau sich nur schwer mit den neuen Verhältnissen abfinden konnte. Der Tod ihrer Herrin, der sie ein Menschenalter gedient hatte, war für sie sehr schmerzlich. Frau Lizzy Bürger war nicht unerwartet gestorben. Durch ein heimtückisches Leiden war sie fast zwei Jahre ans Bett gefesselt gewesen. Angelika hatte die geduldige Kranke mit aufopfernder Liebe betreut, auch Frau Zwingli hatte ihr jeden Wunsch von den Augen abgelesen. Frau Zwingli war in dem Testament von Frau Lizzy Bürger mit einem Legat bedacht worden, das sie in die Lage versetzte, ihren Lebensabend sorgenfrei zu verbringen.
LanguageDeutsch
PublisherKelter Media
Release dateApr 4, 2017
Sophienlust 112 – Familienroman: Endlich die richtige neue Mutti!
Sophienlust 113 – Familienroman: Mit Vati wäre unser Glück erst richtig vollkommen
Sophienlust 118 – Familienroman: Ich gebe mein Brüderchen nicht her

Titles in the series (100)

  • Sophienlust 118 – Familienroman: Ich gebe mein Brüderchen nicht her

    118

    Sophienlust 118 – Familienroman: Ich gebe mein Brüderchen nicht her
    Sophienlust 118 – Familienroman: Ich gebe mein Brüderchen nicht her

    Denise von Schoenecker verwaltet das Erbe ihres Sohnes Nick, dem später einmal, das Kinderheim Sophienlust gehören wird. Die beiden sind echte Identifikationsfiguren. Dieses klare Konzept mit seinen beiden Helden hat die zu Tränen rührende Romanserie auf ihren Erfolgsweg gebracht. "Ich will aber nicht ins Kinderheim. Warum kann ich nicht mit dir nach Weißenbach gehen, Mutti?" Kathrin Driesen seufzte verstohlen. "Ich habe es dir doch schon so oft erklärt, Ellen. Ich muss in der Apotheke wohnen und mich um die Frau des Apothekers Hermann kümmern, weil sie gelähmt ist und sich nicht allein helfen kann. In einem solchen Haushalt wärest du bestimmt nicht glücklich. Du hättest auch einen viel zu weiten Schulweg von Weißenbach aus. Ich hätte nie richtig Zeit für dich, und du würdest dir immer wie das fünfte Rad am Wagen vorkommen. In Sophienlust sind andere Kinder, mit denen du dich anfreunden kannst. Es gibt einen Schulbus, und der gesamte Betrieb des Heimes ist auf Kinder eingestellt. Ich möchte, dass du fröhlich bist."

  • Sophienlust 112 – Familienroman: Endlich die richtige neue Mutti!

    112

    Sophienlust 112 – Familienroman: Endlich die richtige neue Mutti!
    Sophienlust 112 – Familienroman: Endlich die richtige neue Mutti!

    Denise von Schoenecker verwaltet das Erbe ihres Sohnes Nick, dem später einmal, das Kinderheim Sophienlust gehören wird. Die beiden sind echte Identifikationsfiguren. Dieses klare Konzept mit seinen beiden Helden hat die zu Tränen rührende Romanserie auf ihren Erfolgsweg gebracht. Tiefblau wölbte sich der Himmel über der alten Lagunenstadt. Die Fassaden der Paläste spiegelten sich im dunklen Wasser des Canale Grande. Sinnend blickte der schwarzhaarige Gondoliere mit den glutvollen schwarzen Augen auf das Paar vor sich in die Gondel. Dann fing er an zu singen. Seine kraftvolle Tenorstimme übertönte das leise Plätschern des Ruderschlages und trug die zu Herzen gehende Melodie des venezianischen Volksliedes weit über die Dächer hinweg. Nella lehnte ihren Kopf an Lukas' Schulter und überließ sich mit einem glücklichen Lächeln der verliebten Stimmung. Endlich hatte sich ihr Wunsch erfüllt. Endlich gehörte Lukas ihr. Anbetungsvoll blickte sie zu dem geliebten Mann auf, in dessen schiefergrauen Augen sie nichts als Liebe las. Süße Schauer liefen ihr über die Haut, als er sie an sich zog und küsste. ­"Nella, geliebte kleine Nella", flüsterte er und küsste sie wieder. "Nella, ich liebe dich seit einer Ewigkeit. Nella …"

  • Sophienlust 113 – Familienroman: Mit Vati wäre unser Glück erst richtig vollkommen

    113

    Sophienlust 113 – Familienroman: Mit Vati wäre unser Glück erst richtig vollkommen
    Sophienlust 113 – Familienroman: Mit Vati wäre unser Glück erst richtig vollkommen

    Denise von Schoenecker verwaltet das Erbe ihres Sohnes Nick, dem später einmal, das Kinderheim Sophienlust gehören wird. Die beiden sind echte Identifikationsfiguren. Dieses klare Konzept mit seinen beiden Helden hat die zu Tränen rührende Romanserie auf ihren Erfolgsweg gebracht. Pünktchen warf noch einen letzten Blick auf das Fohlen, das mit tollpatschigen Sprüngen über die Koppel zu der Mutterstute galoppierte. Dann folgte sie Nick. "Es ist das schönste Fohlen, das ich jemals gesehen habe", stellte sie begeistert fest und strich sich eine rotblonde Strähne aus der Stirn. Das war ein unsinniges Unterfangen, weil der Wind ihr die Haare immer wieder ins Gesicht blies. Dominik von Wellentin-Schoenecker, ein ungefähr fünfzehnjähriger bildhübscher Junge mit sehr dunklen Augen und schwarzen lockigen Haaren, nickte. "Ja, der kleine Hengst Pollux ist etwas ganz Besonderes. Er wird bestimmt ein wunderschönes Pferd werden. Das Schöne ist, dass ich Pollux vom ersten Augenblick seines Lebens an kenne. Ich glaube, er weiß das auch. Wenn er mich kommen hört, läuft er mir entgegen."

  • Sophienlust 104 – Familienroman: Ein Sommer mit Hannibal

    104

    Sophienlust 104 – Familienroman: Ein Sommer mit Hannibal
    Sophienlust 104 – Familienroman: Ein Sommer mit Hannibal

    Die Idee der sympathischen, lebensklugen Denise von Schoenecker sucht ihresgleichen. Sophienlust wurde gegründet, das Kinderheim der glücklichen Waisenkinder. Denise formt mit glücklicher Hand aus Sophienlust einen fast paradiesischen Ort der Idylle, aber immer wieder wird diese Heimat schenkende Einrichtung auf eine Zerreißprobe gestellt. Diese beliebte Romanserie der großartigen Schriftstellerin Patricia Vandenberg überzeugt durch ihr klares Konzept und seine beiden Identifikationsfiguren. Dominik stellte seine Schultasche hin und schlich auf Zehenspitzen durch die Diele. Er hatte draußen den Wagen von Dr. Baumgarten stehen sehen und war nun sehr gespannt, was er diesmal über Henriks Befinden sagen würde. Auf Gut Schoeneich herrschte, ebenso wie in Sophienlust, seit zwei Wochen eine trübselige Stimmung, denn Henrik, der Jüngste der Schoeneckers, war an einer schweren Angina erkrankt. So krank war nie eines der Kinder gewesen, und deshalb machten sich alle große Sorgen. Am meisten natürlich Denise von Schoenecker. Sie selbst war blass und schmal geworden während dieser schweren Tage, die sie in Angst um ihren Kleinen verbracht hatte. Dominik lauschte aufmerksam, was Frau Dr. Frey seiner Mutter zu sagen hatte, denn tapfer, wie Denise war, hatte sie allen verbergen wollen, wie schlimm es um Henrik wirklich gestanden hatte. Sie mussten nahe bei der Tür stehen, denn Dominik konnte deutlich vernehmen, wie Frau Dr. Frey sagte: »Ein Aufenthalt an der See würde dem Jungen guttun, und Ihnen auch, glauben Sie es mir.« »Ich kann doch jetzt nicht weg. Die Ferien fangen erst in drei Wochen an, und es ist Erntezeit«, sagte Denise. »Dann müssen Sie eben alleine fahren. Warum sollte es denn nicht gehen? Es muss einfach möglich zu machen sein. Nick kann doch nachkommen.« »Nein, wenn es sein muss, Frau Doktor, werde ich es schon selbst tun. Aber meinen Sie nicht, dass die Luft an der See zu rau ist?« »Sie werden staunen, wie schnell er sich erholt«, sagte Frau Dr. Frey, und dann tat sich die Tür auch schon

  • Sophienlust 63 – Familienroman: Unser Sonnenschein

    63

    Sophienlust 63 – Familienroman: Unser Sonnenschein
    Sophienlust 63 – Familienroman: Unser Sonnenschein

    Diese beliebte Romanserie der großartigen Schriftstellerin Patricia Vandenberg überzeugt durch ihr klares Konzept und seine beiden Identifikationsfiguren: Denise von Schoenecker verwaltet das Erbe ihres Sohnes Nick, dem später einmal, das Kinderheim Sophienlust gehören wird. Die Dämmerung senkte sich über Sophienlust herab. Purpurrot färbte sich der Himmel. Denise von Schoen-ecker trat vor die Tür, um diesen herrlichen Anblick zu genießen. Doch wie aus dem Boden gewachsen stand plötzlich ein Junge vor ihr. Sie schätzte ihn auf etwa zehn Jahre. Das dunkle Haar hing ihm wirr in die Stirn, und sein Gesicht zeigte einen sehr entschlossenen, aber auch trotzigen Ausdruck. Er war keine Spur verwirrt, als sie ihn fragte, wer er sei. »Tonio«, erwiderte der lakonisch. »Und was möchtest du, Tonio?«, fragte Denise freundlich, denn es stimmte sie nachdenklich, dass ein Junge dieses Alters, den sie noch nie gesehen hatte, zu so später Stunde im Gutshof von Sophienlust erschien. »Hierbleiben«, erwiderte er kurz. »Dann komm erst mal herein«, forderte sie ihn auf. »Aber du musst mir schon ein wenig näher erklären, warum du hierbleiben willst und wer dich geschickt hat.« Der Junge trottete hinter ihr her. Auf dem Rücken hatte er einen kleinen Rucksack, in der Hand trug er eine Schultasche. Er war gut gekleidet und sah nicht so aus, als wäre er lange herumgelungert, was ja manchmal auch bei erst Zehnjährigen vorkam. Im Büro angekommen, machte Tonio keine Anstalten, von sich aus etwas zu sagen. Denise drückte ihn auf einen Stuhl und bot ihm Kekse an, von denen er ohne Schüchternheit ein paar nahm und in den Mund stopfte. Hunger hatte er offensichtlich. »Wer hat dich hergeschickt?«, fragte Denise. »Niemand«, kam die rasche Antwort. »Hier ist doch ein Kinderheim?« »Woher weißt du das?« »Von Frieder. Er hat gesagt, dass hier jeder aufgenommen wird. Und nun

  • Sophienlust 100 – Familienroman: Wo ist mein Elternhaus?

    100

    Sophienlust 100 – Familienroman: Wo ist mein Elternhaus?
    Sophienlust 100 – Familienroman: Wo ist mein Elternhaus?

    Denise von Schoenecker verwaltet das Erbe ihres Sohnes Nick, dem später einmal, das Kinderheim Sophienlust gehören wird. Die beiden sind echte Identifikationsfiguren. Dieses klare Konzept mit seinen beiden Helden hat die zu Tränen rührende Romanserie auf ihren Erfolgsweg gebracht. "Habt ihr es schon gehört?" Henrik sprang aus dem Wagen seiner Mutter, kaum dass Denise von Schoenecker angehalten hatte. Sofort umringten die Kinder von Sophienlust den Jungen. "Was ist denn los? Erzähl doch!", riefen sie durcheinander. Denise von Schoenecker hastete ins Haus. Sie hatte diesmal keine Zeit, sich um die Kinder zu kümmern. Da muss schon etwas Schlimmes passiert sein, dachte Pünktchen, wenn Tante Isi sich nicht einmal die Zeit nimmt, uns guten Tag zu sagen. Sie hörte sich nun mit den anderen Kindern Henriks Schilderung an.

  • Sophienlust 116 – Familienroman: Verloren und wiedergefunden

    116

    Sophienlust 116 – Familienroman: Verloren und wiedergefunden
    Sophienlust 116 – Familienroman: Verloren und wiedergefunden

    Denise von Schoenecker verwaltet das Erbe ihres Sohnes Nick, dem später einmal, das Kinderheim Sophienlust gehören wird. Die beiden sind echte Identifikationsfiguren. Dieses klare Konzept mit seinen beiden Helden hat die zu Tränen rührende Romanserie auf ihren Erfolgsweg gebracht. Denise von Schoenecker betrachtete mit gelassener Heiterkeit die Menschen, die auf der Straße vorübergingen. Die Vormittagssonne ließ ihre Gesichter fröhlich aussehen. "Beinahe Sonntagsstimmung", wandte sie sich an ihren Mann, der ihr vor dem Café Wachenberg an einem der weißen Tischchen gegenübersaß. "Unser letzter Ferientag, Isi", antwortete Alexander von Schoenecker mit einem leisen Seufzer. "Heute Abend sind wir wieder zu Hause." "Du freust dich genauso auf die Kinder wie ich, Alexander. Einmal ist jede Reise zu Ende. Du, das ist doch …" Sie hob die Hand und winkte.

  • Sophienlust 117 – Familienroman: Nur das Spielzeug ihrer Mutter

    117

    Sophienlust 117 – Familienroman: Nur das Spielzeug ihrer Mutter
    Sophienlust 117 – Familienroman: Nur das Spielzeug ihrer Mutter

    Denise von Schoenecker verwaltet das Erbe ihres Sohnes Nick, dem später einmal, das Kinderheim Sophienlust gehören wird. Die beiden sind echte Identifikationsfiguren. Dieses klare Konzept mit seinen beiden Helden hat die zu Tränen rührende Romanserie auf ihren Erfolgsweg gebracht. Ein lauer Sommerwind wehte Carlotta Hansen entgegen, als sie auf das alte Häuschen der Dörings zuschritt. Kein Laut rührte sich. Es war so still, dass sie das zarte Geräusch der hin und her wiegenden Tulpenstengel wahrnehmen konnte. Carlotta sah sich um, bevor sie das Haus betrat. Der Garten der Dörings war wundervoll gepflegt, und der Rosenstock, der sich an der Hausmauer bis unter das tiefgezogene Dach emporrankte, zeigte die ersten Knospen. Es war Mai, und überall schien neues Leben zu erwachen. Auch hier, bei dem alten Ehepaar. Bevor Carlotta eintrat, klopfte sie heftig gegen die Holztür. Dann öffnete sie diese und rief in den Flur hinein: "Frau Döring, ich bin es. Carlotta Hansen."

  • Sophienlust 103 – Familienroman: Eine Mami kommt ins Haus

    103

    Sophienlust 103 – Familienroman: Eine Mami kommt ins Haus
    Sophienlust 103 – Familienroman: Eine Mami kommt ins Haus

    Denise von Schoenecker verwaltet das Erbe ihres Sohnes Nick, dem später einmal, das Kinderheim Sophienlust gehören wird. Die beiden sind echte Identifikationsfiguren. Dieses klare Konzept mit seinen beiden Helden hat die zu Tränen rührende Romanserie auf ihren Erfolgsweg gebracht. "Regine, du hast bei deinen enthusiastischen Berichten über Sophienlust wirklich nicht übertrieben. Wenn Frau von Schoenecker nichts dagegen hätte, würde ich gern noch den Rest meines Urlaubes hierbleiben." Renate Hagen, fünfundzwanzig Jahre alt, mit auffallend schönen braunen Augen und dunklen Haaren, wandte sich ihrer langjährigen Freundin zu, die hier nach dem Tod ihres Mannes und ihrer kleinen Tochter Elke eine zweite Heimat gefunden hatte. "Nun kann ich auch verstehen, weshalb du nicht am Leben verzweifelt bist", fügte sie nach einer Weile leiser hinzu. "Am meisten hat mir Frau von Schoenecker geholfen. Ohne sie hätte ich nicht die Kraft aufgebracht, weiterzuleben.

  • Sophienlust 107 – Familienroman: Ninas kleine Welt ist wieder heil

    107

    Sophienlust 107 – Familienroman: Ninas kleine Welt ist wieder heil
    Sophienlust 107 – Familienroman: Ninas kleine Welt ist wieder heil

    Denise von Schoenecker verwaltet das Erbe ihres Sohnes Nick, dem später einmal, das Kinderheim Sophienlust gehören wird. Die beiden sind echte Identifikationsfiguren. Dieses klare Konzept mit seinen beiden Helden hat die zu Tränen rührende Romanserie auf ihren Erfolgsweg gebracht. Die Kinder von Sophienlust sowie Dominik von Wellentin-Schoenecker und sein kleiner Halbbruder Henrik von Schoenecker standen auf der Freitreppe und winkten dem weißen Mercedes nach, der eben langsam durch das Parktor davonfuhr. "Nun sind die Hs auch fort", stellte Pünktchen ein wenig traurig fest. Damit meinte sie die Brüder Hermann, Helmut und Horst Lochner, die von den anderen Kindern so genannt worden waren, weil ihre Vornamen alle mit H anfängen. "Jetzt sind nur noch zehn Kinder hier." Sie fing zu zählen an. "Da ist erst einmal Irmela, dann Angelika und Vicky, dann Fabian und Heidi, ja, und ich. Das sind sechs. Dann Helga, Ilse, Werner und Klaus. Ja, es sind zehn. Denn Nina bleibt ja nicht da."

  • Sophienlust 111 – Familienroman: Was soll aus uns werden?

    111

    Sophienlust 111 – Familienroman: Was soll aus uns werden?
    Sophienlust 111 – Familienroman: Was soll aus uns werden?

    Die Idee der sympathischen, lebensklugen Denise von Schoenecker sucht ihresgleichen. Sophienlust wurde gegründet, das Kinderheim der glücklichen Waisenkinder. Denise formt mit glücklicher Hand aus Sophienlust einen fast paradiesischen Ort der Idylle, aber immer wieder wird diese Heimat schenkende Einrichtung auf eine Zerreißprobe gestellt. Diese beliebte Romanserie der großartigen Schriftstellerin Patricia Vandenberg überzeugt durch ihr klares Konzept und seine beiden Identifikationsfiguren. Dominik von Wellentin-Schoenecker stand vor dem Herrenhaus. Da fuhr ein fremder Wagen auf den Hof von Sophienlust. Ein Mann saß hinter dem Steuer. Etwa fünfunddreißig Jahre alt. Die Frau neben ihm mochte einige Jahre jünger sein. Der Wagen bremste. Die Frau sprang heraus. »Hier muss ein kleines Mädchen sein!«, rief sie aufgeregt. Nick schaute die Unbekannte befremdet an. Grüßen kann sie wohl nicht, dachte er. Trotzdem blieb er höflich. »Ich habe kein Mädchen gesehen.« »Natürlich muss es hier sein. Nicht wahr, Fred?« Die Frau wandte sich zu ihrem Begleiter um, der gerade aus dem Wagen stieg. »Es muss hier sein«, bestätigte er. Gleichzeitig kam er näher. Auch er grüßte nicht. »Es ist fünf Jahre alt und hört auf den Namen Binchen. Eigentlich heißt sie Sabine.« Der Mann war genauso nervös wie die Frau. Das machte Nick misstrauisch. »Ist Ihnen das Kind davongelaufen?«, erkundigte er sich. »Natürlich ist es davongelaufen. Sonst würden wir es ja nicht suchen.« Anne Zimmermann schüttelte den Kopf. Nick spürte, wie er zornig wurde. Aber er wollte nicht unhöflich zu den Fremden werden. Deshalb rief er nach Frau Rennert. »Tante Ma!« Eine Minute später trat die Heimleiterin aus der Tür. »Guten Tag«, grüßte sie freundlich. Doch die Fremden erwiderten den Gruß nicht. Sie hielten es auch nicht für nötig, sich vorzustellen. »Wir suchen ein kleines Mädchen. Es muss hier sein«, wiederholte Fred Zimmermann barsch. »Handelt es sich um Ihre Tochter?«, erkundigte sich Frau Rennert. »Aber das ist doch völlig nebensächlich!«, rief Anne gereizt. Ein Schatten fiel über das gutmütige Gesicht der Heimleiterin. »Bei uns ist kein fremdes Kind«,

  • Sophienlust 101 – Familienroman: Prinzessin Rubinchen

    101

    Sophienlust 101 – Familienroman: Prinzessin Rubinchen
    Sophienlust 101 – Familienroman: Prinzessin Rubinchen

    Die Idee der sympathischen, lebensklugen Denise von Schoenecker sucht ihresgleichen. Sophienlust wurde gegründet, das Kinderheim der glücklichen Waisenkinder. Denise formt mit glücklicher Hand aus Sophienlust einen fast paradiesischen Ort der Idylle, aber immer wieder wird diese Heimat schenkende Einrichtung auf eine Zerreißprobe gestellt. Diese beliebte Romanserie der großartigen Schriftstellerin Patricia Vandenberg überzeugt durch ihr klares Konzept und seine beiden Identifikationsfiguren. Spiegelglatt war die Eisfläche, auf der ein zierliches kleines Mädchen graziös dahinschwebte. Ganz allein war es, und es sah winzig aus. »Mach jetzt endlich ein paar Sprünge, Ruth«, rief eine helle Frauenstimme. Das Kind blieb stehen. Wenn Tante Lilo sie »Ruth« rief, war sie nicht zufrieden. Wenn sie »Sabine« sagte, drückte das Lob aus. Das kleine Mädchen hieß Ruth-Sabine Campen, und von ihrem Daddy wurde sie Rubinchen genannt. Sie vermisste den zärtlichen Kosenamen ebenso wie ihren Daddy selbst, der in der Türkei eine Maschinenfabrik leiten musste und sie in der Obhut von Tante Lilo zurückgelassen hatte. »Na, wird es bald«, rief Tante Lilo ungehalten. Rubinchen lief mit gleitenden Schritten auf die pelzvermummte Gestalt zu, die am Rand der Eisfläche stand. »Es ist so kalt, Tante Lilo«, sagte sie. »Ich friere.« »Stell dich nicht so an. Du weißt genau, dass wir nur früh am Morgen so viel Platz haben. Wenn du dich mehr bewegst, wird es dir schon warm werden.« Rubinchen schlugen die Zähne aufeinander, aber sie wusste genau, dass sie von Tante Lilo, die vom Ehrgeiz besessen war, ihre Nichte zu einer Eisprinzessin zu machen, kein Verständnis erwarten konnte. Rubinchen hatte frühzeitig Schlittschuhlaufen gelernt und sich als sehr talentiert erwiesen. Mit Daddy hatte es ihr auch viel Spaß gemacht. Sie überlegte kurz, ob Daddy wohl einverstanden wäre, wenn er wüsste, dass sie so hart trainiert wurde. Was Training bedeutete, hatte Lilo ihr hinreichend erklärt. Rubinchen hatte einen langen Vortrag darüber zu hören bekommen, nachdem ein fremder Mann, den sie grässlich fand, zu Tante Lilo gesagt hatte, dass sie ein Naturtalent

  • Kati setzt sich durch: Sophienlust 134 – Familienroman

    134

    Kati setzt sich durch: Sophienlust 134 – Familienroman
    Kati setzt sich durch: Sophienlust 134 – Familienroman

    Die Idee der sympathischen, lebensklugen Denise von Schoenecker sucht ihresgleichen. Sophienlust wurde gegründet, das Kinderheim der glücklichen Waisenkinder. Denise formt mit glücklicher Hand aus Sophienlust einen fast paradiesischen Ort der Idylle, aber immer wieder wird diese Heimat schenkende Einrichtung auf eine Zerreißprobe gestellt. Diese beliebte Romanserie der großartigen Schriftstellerin Patricia Vandenberg überzeugt durch ihr klares Konzept und seine beiden Identifikationsfiguren. »Luchs, Balthasar ist unruhig. Ich glaube, er muss einmal aussteigen«, meinte die kleine schwarze Peggy. Dabei strich sie den Collie, der zwischen ihrem Pflegeonkel und ihr selbst saß, über den rassigen schmalen Kopf. »Ich sehe es. Er muss sich auch noch etwas gedulden. Wir dürfen erst beim nächsten Parkplatz anhalten. Wenn ich mich nicht irre, ist er in der Nähe des Titisees. Dort werden wir auch Picknick machen. Wir können uns ruhig Zeit lassen, Peggy.« Seine blauen Augen richteten sich liebevoll auf das Kind. »Aber wir sind doch heute Abend daheim?«, fragte Peggy. »Ich kann es kaum erwarten, endlich wieder in Swasiland zu sein.« »Hat dir denn die Reise durch den Schwarzwald nicht gefallen, Peggy?« »Sehr gut, Onkel Luchs. Aber am schönsten ist es doch daheim.« Noch immer streichelte Peggy selbstvergessen ihren Hund. »Weil doch auch Sophienlust in der Nähe ist. Und das Tierheim Waldi & Co.« Der sehnsüchtige Glanz in den schwarzen Augen des Kindes vertiefte sich. »Ich verstehe dich gut, mein Kleines.« Eugen Luchs fuhr nun langsamer. »Ich habe mich nicht getäuscht. Dort ist ein Parkplatz.« Peggy richtete sich etwas auf. »Es gibt sogar einen Tisch und Bänke dort. Da können wir picknicken. Hast du auch einen solchen Hunger wie ich, Onkel Luchs?« »Ja, Peggy. Immerhin sind wir heute sehr früh aufgestanden und haben schon um sieben Uhr gefrühstückt. Und jetzt ist es eins.« Eugen Luchs bog in den Parkplatz ein, der neben einer Wiese lag. Dahinter versteckten sich gewaltige Hügel. Peggy hielt Balthasar ganz fest an der Leine, als sie ausstieg. »Zieh doch nicht so«,

  • Sophienlust 102 – Familienroman: Der vertauschte Sohn

    102

    Sophienlust 102 – Familienroman: Der vertauschte Sohn
    Sophienlust 102 – Familienroman: Der vertauschte Sohn

    Denise von Schoenecker verwaltet das Erbe ihres Sohnes Nick, dem später einmal, das Kinderheim Sophienlust gehören wird. Die beiden sind echte Identifikationsfiguren. Dieses klare Konzept mit seinen beiden Helden hat die zu Tränen rührende Romanserie auf ihren Erfolgsweg gebracht. Dominik von Wellentin-Schoenecker, der Erbe des Kinderparadieses Sophienlust, schlicht Nick genannt, fühlte sich wie im siebten Himmel. Alles verlief genauso, wie er es sich ausgemalt hatte. Das Wetter hätte nicht schöner sein können. Ein tiefblauer wolkenloser Himmel wölbte sich über dem Land, und die goldenen Strahlen der Vormittagssonne ließen die blankgeputzten Fenster der Lehnschen Villa nur so funkeln, als der VW-Schulbus von Sophienlust vor der Eingangstür hielt. Lachend und vor Aufregung laut plappernd stiegen die Mädchen und Jungen aus. Nick war als erster herausgeklettert. Fröhlich begrüßte er seine bildhübsche Schwester Andrea, die mit dem Tierarzt Dr. Hans-Joachim von Lehn verheiratet war. "Wie geht es dir, Schwesterherz?", fragte er mit burschikoser Zärtlichkeit.

  • Sophienlust 110 – Familienroman: Oliver findet einen Freund fürs Leben

    110

    Sophienlust 110 – Familienroman: Oliver findet einen Freund fürs Leben
    Sophienlust 110 – Familienroman: Oliver findet einen Freund fürs Leben

    Denise von Schoenecker verwaltet das Erbe ihres Sohnes Nick, dem später einmal, das Kinderheim Sophienlust gehören wird. Die beiden sind echte Identifikationsfiguren. Dieses klare Konzept mit seinen beiden Helden hat die zu Tränen rührende Romanserie auf ihren Erfolgsweg gebracht. Es war ein herrlicher Sommertag. Sanftblau wölbte sich der Himmel über dem saftig-grünen Land. Es war ein Tag, an dem Wünsche und Wachträume das Herz mit einer seltsamen Unruhe erfüllten. Die schwermütigen Gedanken wichen von Dr. Clemens Wendt, als er die idyllische Landschaft vor sich erblickte. So romantisch hatte er sich die Umgebung des Kinderheims Sophienlust doch nicht vorgestellt. Nun war er ganz sicher, dass sein kleiner Oliver sich dort schnell einleben und auch wohlfühlen würde. Erleichtert atmete der Fabrikant auf. Er blickte seinen neben ihm sitzenden dreijährigen Sohn an. Noch wusste dieser nicht, dass er ihn in ein Kinderheim brachte, in dem er für die nächsten Wochen bleiben sollte, so lange, bis er seine ehelichen Probleme bereinigt hatte. Erst dann wollte er das Kind wieder heimholen.

  • Vom Vater im Stich gelassen: Sophienlust 138 – Familienroman

    138

    Vom Vater im Stich gelassen: Sophienlust 138 – Familienroman
    Vom Vater im Stich gelassen: Sophienlust 138 – Familienroman

    Die Idee der sympathischen, lebensklugen Denise von Schoenecker sucht ihresgleichen. Sophienlust wurde gegründet, das Kinderheim der glücklichen Waisenkinder. Denise formt mit glücklicher Hand aus Sophienlust einen fast paradiesischen Ort der Idylle, aber immer wieder wird diese Heimat schenkende Einrichtung auf eine Zerreißprobe gestellt. Diese beliebte Romanserie der großartigen Schriftstellerin Patricia Vandenberg überzeugt durch ihr klares Konzept und seine beiden Identifikationsfiguren. »Wisst ihr schon das Neueste?« Mit diesen Worten platzte Henrik von Schoenecker in den Aufenthaltsraum des Kinderheims Sophienlust, wo die Kinder gerade bei den Hausaufgaben saßen. Pünktchen legte ihre Füllfeder, an der sie eben gedankenvoll gekaut hatte, auf den Tisch und fragte: »Das Neueste? Was meinst du damit?« »Die Bankräuber …« Henrik war gezwungen, tief Atem zu holen, denn er war im Dauerlauf von Schoeneich nach Sophienlust gerannt, um den Kindern als erster die interessante Nachricht mitteilen zu können. Die Kinder sahen Henrik verständnislos an. »Was für Bankräuber? Wovon sprichst du eigentlich?«, wollte Fabian schließlich wissen. »Von den Gangstern, die in Köln eine Bank überfallen und beraubt haben. In allen Zeitungen wurde darüber berichtet. Habt ihr nichts davon gehört?« »O doch, natürlich.« Auch Irmela schob nun den Zirkel und das Dreieck, mit dessen Hilfe sie eben noch eine geometrische Figur konstruiert hatte, beiseite, um ihre Aufmerksamkeit ganz dem neuen Thema zu widmen. »Es müssen gefährliche Burschen sein«, meinte sie. »Sie haben kaltblütig auf die Bankangestellten geschossen und einen von ihnen lebensgefährlich verletzt.« »Ja, aber dann mussten sie flüchten, weil sich durch die Schüsse die Alarmanlage eingeschaltet hatte«, sagte Pünktchen, um zu beweisen, dass sie über die Angelegenheit ebenfalls informiert war. »Immerhin haben sie über vierhunderttausend Euro und außerdem noch Valuten erbeutet«, ergänzte Irmela. »Valuten? Was ist denn das?«, fragte Vicky. »Ausländisches Geld«, erklärte Henrik. »Englische Pfunde, französische Euro, amerikanische Dollars usw.« Die Herablassung in Henriks Stimme veranlasste Pünktchen zu der Bemerkung: »Ach, gib nicht so an mit deinem Wissen. Wieso bist du überhaupt so schnell gelaufen? Sind die Bankräuber hinter

  • Sophienlust 115 – Familienroman: Eltern unbekannt

    115

    Sophienlust 115 – Familienroman: Eltern unbekannt
    Sophienlust 115 – Familienroman: Eltern unbekannt

    Denise von Schoenecker verwaltet das Erbe ihres Sohnes Nick, dem später einmal, das Kinderheim Sophienlust gehören wird. Die beiden sind echte Identifikationsfiguren. Dieses klare Konzept mit seinen beiden Helden hat die zu Tränen rührende Romanserie auf ihren Erfolgsweg gebracht. Es war eine mondhelle Maiennacht. Eine jener Nächte, die das Herz mit einer unbestimmten Sehnsucht erfüllen und Träume nach Glück und Liebe erwecken. Auch Regine Nielsen fand nicht den ersehnten Schlaf. Mit offenen Augen lag sie im Bett und überließ sich ihren Gedanken. Seit dem Tod ihres Mannes und ihres damals zweijährigen Töchterchens Elke fürchtete sie sich vor diesen schlaflosen Nächten. Glücklicherweise waren sie, seit sie als Kinderschwester im Kinderheim Sophienlust tätig war, sehr selten geworden. Aber manchmal, wie in dieser Nacht, überfielen sie die quälenden Erinnerungen an ihre kurze glückliche Ehe wieder mit aller Macht. Dann schien ihr Herz eine einzige blutende Wunde zu sein. Mann und Tochter waren Schwester Regine in diesem Moment so nah, dass sie glaubte, die Stimmen der beiden zu hören. Deutlich sah sie alle beide vor sich. So greifbar nahe, dass sie das Gefühl hatte, sie seien in ihrem Zimmer. Heiße Tränen rannen über Regines Wangen, benetzten das Kopfkissen. Um diesem Wachtraum zu entfliehen, knipste sie die Nachttischlampe an. Das Licht verscheuchte die Schatten der Vergangenheit.

  • Du bist nicht allein, mein Sohn: Sophienlust 126 – Familienroman

    126

    Du bist nicht allein, mein Sohn: Sophienlust 126 – Familienroman
    Du bist nicht allein, mein Sohn: Sophienlust 126 – Familienroman

    Die Idee der sympathischen, lebensklugen Denise von Schoenecker sucht ihresgleichen. Sophienlust wurde gegründet, das Kinderheim der glücklichen Waisenkinder. Denise formt mit glücklicher Hand aus Sophienlust einen fast paradiesischen Ort der Idylle, aber immer wieder wird diese Heimat schenkende Einrichtung auf eine Zerreißprobe gestellt. Diese beliebte Romanserie der großartigen Schriftstellerin Patricia Vandenberg überzeugt durch ihr klares Konzept und seine beiden Identifikationsfiguren. »Ach, du meine Güte!«, rief Andrea von Lehn erschrocken, als sie merkte, dass ihr Wagen auf dem hartgefrorenen Schnee vor dem Schoeneicher Gutshaus ins Rutschen kam. Aber es geschah nichts, außer, dass sie ein wenig schräg parkte. Andrea stieg aus und blickte erleichtert zu der vermummten Gestalt hinüber, die ihre gefährliche Rutschpartie ängstlich beobachtet hatte. Es war der Chauffeur Hermann. Er hatte einen Kübel mit Asche bei sich, die er auf die Anfahrt streute. »Das ist ja noch einmal gutgegangen, Frau von Lehn!« Andrea lachte. »Das nächste Mal schicke ich ein Telegramm, Hermann. Dann streuen Sie nur dort, wo ich entlangfahre.« Andrea sah noch, dass er ihr heiter zuwinkte, dann stapfte sie über den knirschenden Schnee ins Haus. Es war bitterkalt, aber in der Halle knisterte das Feuer im Kamin und verbreitete eine wohlige Wärme. Gusti trug gerade einen Stapel frisch gebügelter Herren- und Knabenhemden nach oben. Sie sah sich nach Andrea um und strahlte über das ganze Gesicht, als sie sagte: »Frau von Schoen­ecker ist oben, Andrea. Soll ich Sie anmelden, oder wollen Sie …« »Ich will, Gusti.« Mit einer schwungvollen Bewegung streifte Andrea ihren gefütterten Ledermantel ab, band das wollene Tuch vom Kopf und rannte nach oben. Ja, sie wollte ihre geliebte Mutti überraschen. Aber trotzdem klopfte sie flüchtig an deren Zimmertür. »Wer ist da?«, hörte sie die weiche Stimme ihrer Mutter. Andrea verstellte sich. »Henrik, Mutti.« »Du darfst hereinkommen.« Andrea verbiss sich das Lachen. Sie öffnete die Tür mit einem Schwung, blieb dann aber mitten in der Bewegung verdutzt stehen. Denise von Schoenecker trug ein bodenlanges Brokatkleid mit einem

  • Sophienlust 105 – Familienroman: Mutterherz in Not!

    105

    Sophienlust 105 – Familienroman: Mutterherz in Not!
    Sophienlust 105 – Familienroman: Mutterherz in Not!

    Denise von Schoenecker verwaltet das Erbe ihres Sohnes Nick, dem später einmal, das Kinderheim Sophienlust gehören wird. Die beiden sind echte Identifikationsfiguren. Dieses klare Konzept mit seinen beiden Helden hat die zu Tränen rührende Romanserie auf ihren Erfolgsweg gebracht. "Warum weinen Sie denn?" Pünktchen war rein zufällig an dem kleinen Raum vorbeigekommen, in dem Besen, Schrubber und Bohnermaschine verwahrt wurden. Sie hatte im Musikzimmer ihre Federtasche vergessen und war rasch über die Seitentreppe der Schule gelaufen, weil sie damit den Weg abkürzte. Dabei hatte sie die weinende Maria Cortez entdeckt. Sämtliche Schüler des Gymnasiums in Maibach hatten die hübsche und sonst immer fröhliche Spanierin mit den dunklen Augen gern. Deshalb war Pünktchen auch ganz entsetzt, sie in Tränen zu finden. "Ich weiß nicht, was ich machen soll, Angelina." Pünktchen hieß mit vollem Namen Angelina Dommin. Aber es gab nur wenige Leute, die sie so nannten. Maria Cortez tat es, weil ihr der Name Angelina gut gefiel.

  • Sophienlust 68 – Familienroman: Das Kind des Grafen

    68

    Sophienlust 68 – Familienroman: Das Kind des Grafen
    Sophienlust 68 – Familienroman: Das Kind des Grafen

    Diese beliebte Romanserie der großartigen Schriftstellerin Patricia Vandenberg überzeugt durch ihr klares Konzept und seine beiden Identifikationsfiguren: Denise von Schoenecker verwaltet das Erbe ihres Sohnes Nick, dem später einmal, das Kinderheim Sophienlust gehören wird. Der Chauffeur des Autobusses, der von Maibach kam und nach Bachenau fuhr, wischte sich mit dem Taschentuch über die schweißfeuchte Stirn. An und für sich übte er seinen Beruf recht gern aus, doch an einem so schwülen Julitag wie diesem hätte er viel lieber in einem schattigen Wirtshausgarten bei einem kühlen Glas Bier gesessen. Der aufwirbelnde Staub versperrte ihm immer wieder die Sicht, aber das störte ihn nicht besonders, denn er kannte den Weg fast auswendig. Auch übersah er keine der Stationen. Wieder einmal hielt er und wartete geduldig, bis eine alte Bauersfrau umständlich ausgestiegen war. Er blickte für einen Augenblick nach hinten, um nachzuschauen, wie viele Fahrgäste noch im Bus saßen. Die meisten waren ihm bekannt. Sie fuhren diese Strecke täglich oder zumindest ein- bis zweimal in der Woche. Nur ein alter Mann und ein kleines, ungefähr vierjähriges Mädchen hatte er noch nie gesehen. Die beiden waren beim Maibacher Bahnhof eingestiegen und hatten Fahrkarten bis Bachenau gelöst. Zwischen ihnen lag ein bildschöner weißbrauner Cockerspaniel. Der Mann war klein, dünn und faltig. Um seinen ausgemergelten Körper schlotterten die Jacke und die Hose förmlich, und der gestärkte Kragen des buntkarierten Hemdes stand weit von seinem runzligen Hals ab. Sein noch volles eisgraues Haar umstand seinen kleinen Kopf wie eine Löwenmähne. Auffallend waren auch die dunklen, breiten Augenbrauen, die wie aufgeklebt aussahen, und die tiefliegenden Augen, deren wimpernlose Lider nervös flatterten. Alles in allem machte der Mann einen sehr zerfahrenen Eindruck. Das kleine Mädchen war ganz allerliebst. Es hatte große tiefblaue Augen und gelocktes rötliches Haar. Die gesunde bräunliche Gesichtsfarbe des Kindes deutete darauf hin, dass es sich viel im Freien aufhielt. Es trug ein schlichtes dunkelblaues Trägerkleidchen, darunter eine blau-weiß karierte Bluse mit Puffärmeln.

  • Mutter, wo bist du?: Sophienlust 192 – Familienroman

    192

    Mutter, wo bist du?: Sophienlust 192 – Familienroman
    Mutter, wo bist du?: Sophienlust 192 – Familienroman

    Die Idee der sympathischen, lebensklugen Denise von Schoenecker sucht ihresgleichen. Sophienlust wurde gegründet, das Kinderheim der glücklichen Waisenkinder. Denise formt mit glücklicher Hand aus Sophienlust einen fast paradiesischen Ort der Idylle, aber immer wieder wird diese Heimat schenkende Einrichtung auf eine Zerreißprobe gestellt. Diese beliebte Romanserie der großartigen Schriftstellerin Patricia Vandenberg überzeugt durch ihr klares Konzept und seine beiden Identifikationsfiguren. Die Mittagshitze lastete über dem Land. Seit Tagen hoffte man vergeblich auf Regen. Die Straßen waren um diese Stunde fast leer. Jedermann suchte Ruhe und Schatten. So fiel der schwere Tourenwagen, der sich der kleinen Ortschaft Bachenau näherte, mit seinem ausländischen Kennzeichen niemandem auf. Die Fremden mochten lange unterwegs gewesen sein, denn ihr Wagen war mit Schmutz und Staub bedeckt. Neben dem Fahrer, der aufmerksam umherspähte, als suche er etwas, saß eine schlanke Frau. Sie hielt ein schlafendes Kind auf dem Schoß. Als am Straßenrand eine dichte Hecke auftauchte, brachte der Mann das Auto zum Stehen. Die Frau stieg aus. Mit ein paar Schritten war sie an der Hecke, wo sie das schlummernde Kind zu Boden gleiten ließ. Ein kurzes Zaudern, ein letzter Blick – dann wandte sie sich um und kehrte eilig zu dem Wagen zurück. Kaum hatte sie dessen Tür geschlossen, fuhr ihr Begleiter auch schon an. Eine Minute später war es rundum wieder so still wie zuvor. Nahm wirklich niemand davon Notiz, daß man ein kleines Mädchen hilflos zurückgelassen hatte? Hinter der Hecke regte sich jetzt etwas. Ein krummbeiniger Dackel mit neugierigen Augen kroch zwischen den Zweigen hindurch. Mit seiner feuchten Schnauze stieß er die reglose kleine Gestalt im Gras an. Dann bellte er. Doch das hatte keinen Erfolg.

  • Sophienlust 106 – Familienroman: Zwei Schlingel brauchen Liebe

    106

    Sophienlust 106 – Familienroman: Zwei Schlingel brauchen Liebe
    Sophienlust 106 – Familienroman: Zwei Schlingel brauchen Liebe

    Denise von Schoenecker verwaltet das Erbe ihres Sohnes Nick, dem später einmal, das Kinderheim Sophienlust gehören wird. Die beiden sind echte Identifikationsfiguren. Dieses klare Konzept mit seinen beiden Helden hat die zu Tränen rührende Romanserie auf ihren Erfolgsweg gebracht. "Uff!" Barbara Wirthner stellte zwei schwere Einkaufstaschen vor ihrer Wohnungstür ab. Um die Tür aufzuschließen, brauchte sie wenigstens eine freie Hand. Umständlich holte sie ihr Schlüsselbund hervor und öffnete die Tür. "Hallo, Mami!" Vor Barbara stand Robin, ihr zehnjähriger Sohn. "Du bist schon da?", fragte sie erstaunt. "Wolltest du nicht eine Radtour mit deinem neuen Freund machen?" Robin half ihr, die schweren Taschen in die Küche zu tragen. "Doch", erzählte er dabei. "Aber Kai durfte nicht. Seine neue Mutter ist krank. Deswegen musste er in seinem Zimmer bleiben."

  • Kinderglück in Gefahr: Sophienlust 137 – Familienroman

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    Kinderglück in Gefahr: Sophienlust 137 – Familienroman
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