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Sophienlust 63 – Familienroman: Unser Sonnenschein
Sophienlust 101 – Familienroman: Prinzessin Rubinchen
Sophienlust 104 – Familienroman: Ein Sommer mit Hannibal
Ebook series30 titles

Sophienlust

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About this series

Die Idee der sympathischen, lebensklugen Denise von Schoenecker sucht ihresgleichen. Sophienlust wurde gegründet, das Kinderheim der glücklichen Waisenkinder. Denise formt mit glücklicher Hand aus Sophienlust einen fast paradiesischen Ort der Idylle, aber immer wieder wird diese Heimat schenkende Einrichtung auf eine Zerreißprobe gestellt.
Diese beliebte Romanserie der großartigen Schriftstellerin Patricia Vandenberg überzeugt durch ihr klares Konzept und seine beiden Identifikationsfiguren.

Leuchtend stieg die Sonne im Osten auf und vergoldete mit ihrem Leuchten die Wasserfläche des Genfer Sees. Wie gebannt blieb Angelika Berger an dem großen Fenster der Wohnhalle stehen und bewunderte fasziniert diesen zauberhaften Ausblick. Plötzlich füllten sich ihre Augen mit Tränen. Der Abschied von der so herrlich gelegenen Villa fiel ihr doch bedeutend schwerer, als sie gedacht hatte. Als die alte Standuhr sechs dumpfe Schläge ertönen ließ, wandte das junge Mädchen sich vom Fenster ab, um noch ein allerletztes Mal durch die Räume zu gehen, in denen sie so viele frohe, aber auch traurige Stunden verlebt hatte. In wenigen Minuten würde sie bereits unterwegs sein, um endlich ihre Halbschwester Monika, die sie eine kleine Ewigkeit nicht mehr gesehen hatte, in Deutschland zu besuchen. In dem Schlafzimmer ihrer verstorbenen Tante Lizzy hielt Angelika sich etwas länger auf. Hier hatte die alte Dame, die für sie mehr als ihre eigene Mutter war, ihre letzten Tage verbracht, hier hatte sie ihr die Augen zugedrückt. »Liebe Tante Lizzy«, flüsterte Angelika ergriffen, »ich werde alles so tun, wie du es dir gewünscht hast. Noch einmal danke ich dir, dass du all die Jahre so unendlich lieb zu mir warst.« Sie trocknete hastig ihre Tränen, als sie Schritte hörte. Frau Zwingli, die Haushälterin von Tante Lizzy, hatte ihre Koffer zum Auto getragen. Eben kehrte sie, mit vom vielen Weinen dick verschwollenen Augen, wieder ins Haus zurück. Arme Seele, dachte Angelika voll Mitleid, denn sie wusste, dass die alte Frau sich nur schwer mit den neuen Verhältnissen abfinden konnte. Der Tod ihrer Herrin, der sie ein Menschenalter gedient hatte, war für sie sehr schmerzlich. Frau Lizzy Bürger war nicht unerwartet gestorben. Durch ein heimtückisches Leiden war sie fast zwei Jahre ans Bett gefesselt gewesen. Angelika hatte die geduldige Kranke mit aufopfernder Liebe betreut, auch Frau Zwingli hatte ihr jeden Wunsch von den Augen abgelesen. Frau Zwingli war in dem Testament von Frau Lizzy Bürger mit einem Legat bedacht worden, das sie in die Lage versetzte, ihren Lebensabend sorgenfrei zu verbringen.
LanguageDeutsch
PublisherKelter Media
Release dateApr 4, 2017
Sophienlust 63 – Familienroman: Unser Sonnenschein
Sophienlust 101 – Familienroman: Prinzessin Rubinchen
Sophienlust 104 – Familienroman: Ein Sommer mit Hannibal

Titles in the series (100)

  • Sophienlust 104 – Familienroman: Ein Sommer mit Hannibal

    104

    Sophienlust 104 – Familienroman: Ein Sommer mit Hannibal
    Sophienlust 104 – Familienroman: Ein Sommer mit Hannibal

    Die Idee der sympathischen, lebensklugen Denise von Schoenecker sucht ihresgleichen. Sophienlust wurde gegründet, das Kinderheim der glücklichen Waisenkinder. Denise formt mit glücklicher Hand aus Sophienlust einen fast paradiesischen Ort der Idylle, aber immer wieder wird diese Heimat schenkende Einrichtung auf eine Zerreißprobe gestellt. Diese beliebte Romanserie der großartigen Schriftstellerin Patricia Vandenberg überzeugt durch ihr klares Konzept und seine beiden Identifikationsfiguren. Dominik stellte seine Schultasche hin und schlich auf Zehenspitzen durch die Diele. Er hatte draußen den Wagen von Dr. Baumgarten stehen sehen und war nun sehr gespannt, was er diesmal über Henriks Befinden sagen würde. Auf Gut Schoeneich herrschte, ebenso wie in Sophienlust, seit zwei Wochen eine trübselige Stimmung, denn Henrik, der Jüngste der Schoeneckers, war an einer schweren Angina erkrankt. So krank war nie eines der Kinder gewesen, und deshalb machten sich alle große Sorgen. Am meisten natürlich Denise von Schoenecker. Sie selbst war blass und schmal geworden während dieser schweren Tage, die sie in Angst um ihren Kleinen verbracht hatte. Dominik lauschte aufmerksam, was Frau Dr. Frey seiner Mutter zu sagen hatte, denn tapfer, wie Denise war, hatte sie allen verbergen wollen, wie schlimm es um Henrik wirklich gestanden hatte. Sie mussten nahe bei der Tür stehen, denn Dominik konnte deutlich vernehmen, wie Frau Dr. Frey sagte: »Ein Aufenthalt an der See würde dem Jungen guttun, und Ihnen auch, glauben Sie es mir.« »Ich kann doch jetzt nicht weg. Die Ferien fangen erst in drei Wochen an, und es ist Erntezeit«, sagte Denise. »Dann müssen Sie eben alleine fahren. Warum sollte es denn nicht gehen? Es muss einfach möglich zu machen sein. Nick kann doch nachkommen.« »Nein, wenn es sein muss, Frau Doktor, werde ich es schon selbst tun. Aber meinen Sie nicht, dass die Luft an der See zu rau ist?« »Sie werden staunen, wie schnell er sich erholt«, sagte Frau Dr. Frey, und dann tat sich die Tür auch schon

  • Sophienlust 63 – Familienroman: Unser Sonnenschein

    63

    Sophienlust 63 – Familienroman: Unser Sonnenschein
    Sophienlust 63 – Familienroman: Unser Sonnenschein

    Diese beliebte Romanserie der großartigen Schriftstellerin Patricia Vandenberg überzeugt durch ihr klares Konzept und seine beiden Identifikationsfiguren: Denise von Schoenecker verwaltet das Erbe ihres Sohnes Nick, dem später einmal, das Kinderheim Sophienlust gehören wird. Die Dämmerung senkte sich über Sophienlust herab. Purpurrot färbte sich der Himmel. Denise von Schoen-ecker trat vor die Tür, um diesen herrlichen Anblick zu genießen. Doch wie aus dem Boden gewachsen stand plötzlich ein Junge vor ihr. Sie schätzte ihn auf etwa zehn Jahre. Das dunkle Haar hing ihm wirr in die Stirn, und sein Gesicht zeigte einen sehr entschlossenen, aber auch trotzigen Ausdruck. Er war keine Spur verwirrt, als sie ihn fragte, wer er sei. »Tonio«, erwiderte der lakonisch. »Und was möchtest du, Tonio?«, fragte Denise freundlich, denn es stimmte sie nachdenklich, dass ein Junge dieses Alters, den sie noch nie gesehen hatte, zu so später Stunde im Gutshof von Sophienlust erschien. »Hierbleiben«, erwiderte er kurz. »Dann komm erst mal herein«, forderte sie ihn auf. »Aber du musst mir schon ein wenig näher erklären, warum du hierbleiben willst und wer dich geschickt hat.« Der Junge trottete hinter ihr her. Auf dem Rücken hatte er einen kleinen Rucksack, in der Hand trug er eine Schultasche. Er war gut gekleidet und sah nicht so aus, als wäre er lange herumgelungert, was ja manchmal auch bei erst Zehnjährigen vorkam. Im Büro angekommen, machte Tonio keine Anstalten, von sich aus etwas zu sagen. Denise drückte ihn auf einen Stuhl und bot ihm Kekse an, von denen er ohne Schüchternheit ein paar nahm und in den Mund stopfte. Hunger hatte er offensichtlich. »Wer hat dich hergeschickt?«, fragte Denise. »Niemand«, kam die rasche Antwort. »Hier ist doch ein Kinderheim?« »Woher weißt du das?« »Von Frieder. Er hat gesagt, dass hier jeder aufgenommen wird. Und nun

  • Sophienlust 101 – Familienroman: Prinzessin Rubinchen

    101

    Sophienlust 101 – Familienroman: Prinzessin Rubinchen
    Sophienlust 101 – Familienroman: Prinzessin Rubinchen

    Die Idee der sympathischen, lebensklugen Denise von Schoenecker sucht ihresgleichen. Sophienlust wurde gegründet, das Kinderheim der glücklichen Waisenkinder. Denise formt mit glücklicher Hand aus Sophienlust einen fast paradiesischen Ort der Idylle, aber immer wieder wird diese Heimat schenkende Einrichtung auf eine Zerreißprobe gestellt. Diese beliebte Romanserie der großartigen Schriftstellerin Patricia Vandenberg überzeugt durch ihr klares Konzept und seine beiden Identifikationsfiguren. Spiegelglatt war die Eisfläche, auf der ein zierliches kleines Mädchen graziös dahinschwebte. Ganz allein war es, und es sah winzig aus. »Mach jetzt endlich ein paar Sprünge, Ruth«, rief eine helle Frauenstimme. Das Kind blieb stehen. Wenn Tante Lilo sie »Ruth« rief, war sie nicht zufrieden. Wenn sie »Sabine« sagte, drückte das Lob aus. Das kleine Mädchen hieß Ruth-Sabine Campen, und von ihrem Daddy wurde sie Rubinchen genannt. Sie vermisste den zärtlichen Kosenamen ebenso wie ihren Daddy selbst, der in der Türkei eine Maschinenfabrik leiten musste und sie in der Obhut von Tante Lilo zurückgelassen hatte. »Na, wird es bald«, rief Tante Lilo ungehalten. Rubinchen lief mit gleitenden Schritten auf die pelzvermummte Gestalt zu, die am Rand der Eisfläche stand. »Es ist so kalt, Tante Lilo«, sagte sie. »Ich friere.« »Stell dich nicht so an. Du weißt genau, dass wir nur früh am Morgen so viel Platz haben. Wenn du dich mehr bewegst, wird es dir schon warm werden.« Rubinchen schlugen die Zähne aufeinander, aber sie wusste genau, dass sie von Tante Lilo, die vom Ehrgeiz besessen war, ihre Nichte zu einer Eisprinzessin zu machen, kein Verständnis erwarten konnte. Rubinchen hatte frühzeitig Schlittschuhlaufen gelernt und sich als sehr talentiert erwiesen. Mit Daddy hatte es ihr auch viel Spaß gemacht. Sie überlegte kurz, ob Daddy wohl einverstanden wäre, wenn er wüsste, dass sie so hart trainiert wurde. Was Training bedeutete, hatte Lilo ihr hinreichend erklärt. Rubinchen hatte einen langen Vortrag darüber zu hören bekommen, nachdem ein fremder Mann, den sie grässlich fand, zu Tante Lilo gesagt hatte, dass sie ein Naturtalent

  • Sophienlust 112 – Familienroman: Endlich die richtige neue Mutti!

    112

    Sophienlust 112 – Familienroman: Endlich die richtige neue Mutti!
    Sophienlust 112 – Familienroman: Endlich die richtige neue Mutti!

    Denise von Schoenecker verwaltet das Erbe ihres Sohnes Nick, dem später einmal, das Kinderheim Sophienlust gehören wird. Die beiden sind echte Identifikationsfiguren. Dieses klare Konzept mit seinen beiden Helden hat die zu Tränen rührende Romanserie auf ihren Erfolgsweg gebracht. Tiefblau wölbte sich der Himmel über der alten Lagunenstadt. Die Fassaden der Paläste spiegelten sich im dunklen Wasser des Canale Grande. Sinnend blickte der schwarzhaarige Gondoliere mit den glutvollen schwarzen Augen auf das Paar vor sich in die Gondel. Dann fing er an zu singen. Seine kraftvolle Tenorstimme übertönte das leise Plätschern des Ruderschlages und trug die zu Herzen gehende Melodie des venezianischen Volksliedes weit über die Dächer hinweg. Nella lehnte ihren Kopf an Lukas' Schulter und überließ sich mit einem glücklichen Lächeln der verliebten Stimmung. Endlich hatte sich ihr Wunsch erfüllt. Endlich gehörte Lukas ihr. Anbetungsvoll blickte sie zu dem geliebten Mann auf, in dessen schiefergrauen Augen sie nichts als Liebe las. Süße Schauer liefen ihr über die Haut, als er sie an sich zog und küsste. ­"Nella, geliebte kleine Nella", flüsterte er und küsste sie wieder. "Nella, ich liebe dich seit einer Ewigkeit. Nella …"

  • Sophienlust 105 – Familienroman: Mutterherz in Not!

    105

    Sophienlust 105 – Familienroman: Mutterherz in Not!
    Sophienlust 105 – Familienroman: Mutterherz in Not!

    Denise von Schoenecker verwaltet das Erbe ihres Sohnes Nick, dem später einmal, das Kinderheim Sophienlust gehören wird. Die beiden sind echte Identifikationsfiguren. Dieses klare Konzept mit seinen beiden Helden hat die zu Tränen rührende Romanserie auf ihren Erfolgsweg gebracht. "Warum weinen Sie denn?" Pünktchen war rein zufällig an dem kleinen Raum vorbeigekommen, in dem Besen, Schrubber und Bohnermaschine verwahrt wurden. Sie hatte im Musikzimmer ihre Federtasche vergessen und war rasch über die Seitentreppe der Schule gelaufen, weil sie damit den Weg abkürzte. Dabei hatte sie die weinende Maria Cortez entdeckt. Sämtliche Schüler des Gymnasiums in Maibach hatten die hübsche und sonst immer fröhliche Spanierin mit den dunklen Augen gern. Deshalb war Pünktchen auch ganz entsetzt, sie in Tränen zu finden. "Ich weiß nicht, was ich machen soll, Angelina." Pünktchen hieß mit vollem Namen Angelina Dommin. Aber es gab nur wenige Leute, die sie so nannten. Maria Cortez tat es, weil ihr der Name Angelina gut gefiel.

  • Sophienlust 108 – Familienroman: Für Mutti tue ich alles

    108

    Sophienlust 108 – Familienroman: Für Mutti tue ich alles
    Sophienlust 108 – Familienroman: Für Mutti tue ich alles

    Denise von Schoenecker verwaltet das Erbe ihres Sohnes Nick, dem später einmal, das Kinderheim Sophienlust gehören wird. Die beiden sind echte Identifikationsfiguren. Dieses klare Konzept mit seinen beiden Helden hat die zu Tränen rührende Romanserie auf ihren Erfolgsweg gebracht. Die Kinder von Sophienlust sowie Dominik von Wellentin-Schoenecker und sein kleiner Halbbruder Henrik von Schoenecker standen auf der Freitreppe und winkten dem weißen Mercedes nach, der eben langsam durch das Parktor davonfuhr. "Nun sind die Hs auch fort", stellte Pünktchen ein wenig traurig fest. Damit meinte sie die Brüder Hermann, Helmut und Horst Lochner, die von den anderen Kindern so genannt worden waren, weil ihre Vornamen alle mit H anfängen. "Jetzt sind nur noch zehn Kinder hier." Sie fing zu zählen an. "Da ist erst einmal Irmela, dann Angelika und Vicky, dann Fabian und Heidi, ja, und ich. Das sind sechs. Dann Helga, Ilse, Werner und Klaus. Ja, es sind zehn. Denn Nina bleibt ja nicht da."

  • Sophienlust 106 – Familienroman: Zwei Schlingel brauchen Liebe

    106

    Sophienlust 106 – Familienroman: Zwei Schlingel brauchen Liebe
    Sophienlust 106 – Familienroman: Zwei Schlingel brauchen Liebe

    Denise von Schoenecker verwaltet das Erbe ihres Sohnes Nick, dem später einmal, das Kinderheim Sophienlust gehören wird. Die beiden sind echte Identifikationsfiguren. Dieses klare Konzept mit seinen beiden Helden hat die zu Tränen rührende Romanserie auf ihren Erfolgsweg gebracht. "Uff!" Barbara Wirthner stellte zwei schwere Einkaufstaschen vor ihrer Wohnungstür ab. Um die Tür aufzuschließen, brauchte sie wenigstens eine freie Hand. Umständlich holte sie ihr Schlüsselbund hervor und öffnete die Tür. "Hallo, Mami!" Vor Barbara stand Robin, ihr zehnjähriger Sohn. "Du bist schon da?", fragte sie erstaunt. "Wolltest du nicht eine Radtour mit deinem neuen Freund machen?" Robin half ihr, die schweren Taschen in die Küche zu tragen. "Doch", erzählte er dabei. "Aber Kai durfte nicht. Seine neue Mutter ist krank. Deswegen musste er in seinem Zimmer bleiben."

  • Sophienlust 111 – Familienroman: Was soll aus uns werden?

    111

    Sophienlust 111 – Familienroman: Was soll aus uns werden?
    Sophienlust 111 – Familienroman: Was soll aus uns werden?

    Die Idee der sympathischen, lebensklugen Denise von Schoenecker sucht ihresgleichen. Sophienlust wurde gegründet, das Kinderheim der glücklichen Waisenkinder. Denise formt mit glücklicher Hand aus Sophienlust einen fast paradiesischen Ort der Idylle, aber immer wieder wird diese Heimat schenkende Einrichtung auf eine Zerreißprobe gestellt. Diese beliebte Romanserie der großartigen Schriftstellerin Patricia Vandenberg überzeugt durch ihr klares Konzept und seine beiden Identifikationsfiguren. Dominik von Wellentin-Schoenecker stand vor dem Herrenhaus. Da fuhr ein fremder Wagen auf den Hof von Sophienlust. Ein Mann saß hinter dem Steuer. Etwa fünfunddreißig Jahre alt. Die Frau neben ihm mochte einige Jahre jünger sein. Der Wagen bremste. Die Frau sprang heraus. »Hier muss ein kleines Mädchen sein!«, rief sie aufgeregt. Nick schaute die Unbekannte befremdet an. Grüßen kann sie wohl nicht, dachte er. Trotzdem blieb er höflich. »Ich habe kein Mädchen gesehen.« »Natürlich muss es hier sein. Nicht wahr, Fred?« Die Frau wandte sich zu ihrem Begleiter um, der gerade aus dem Wagen stieg. »Es muss hier sein«, bestätigte er. Gleichzeitig kam er näher. Auch er grüßte nicht. »Es ist fünf Jahre alt und hört auf den Namen Binchen. Eigentlich heißt sie Sabine.« Der Mann war genauso nervös wie die Frau. Das machte Nick misstrauisch. »Ist Ihnen das Kind davongelaufen?«, erkundigte er sich. »Natürlich ist es davongelaufen. Sonst würden wir es ja nicht suchen.« Anne Zimmermann schüttelte den Kopf. Nick spürte, wie er zornig wurde. Aber er wollte nicht unhöflich zu den Fremden werden. Deshalb rief er nach Frau Rennert. »Tante Ma!« Eine Minute später trat die Heimleiterin aus der Tür. »Guten Tag«, grüßte sie freundlich. Doch die Fremden erwiderten den Gruß nicht. Sie hielten es auch nicht für nötig, sich vorzustellen. »Wir suchen ein kleines Mädchen. Es muss hier sein«, wiederholte Fred Zimmermann barsch. »Handelt es sich um Ihre Tochter?«, erkundigte sich Frau Rennert. »Aber das ist doch völlig nebensächlich!«, rief Anne gereizt. Ein Schatten fiel über das gutmütige Gesicht der Heimleiterin. »Bei uns ist kein fremdes Kind«,

  • Sophienlust 121 – Familienroman: Die Kinder der Taxifahrerin

    121

    Sophienlust 121 – Familienroman: Die Kinder der Taxifahrerin
    Sophienlust 121 – Familienroman: Die Kinder der Taxifahrerin

    Denise von Schoenecker verwaltet das Erbe ihres Sohnes Nick, dem später einmal, das Kinderheim Sophienlust gehören wird. Die beiden sind echte Identifikationsfiguren. Dieses klare Konzept mit seinen beiden Helden hat die zu Tränen rührende Romanserie auf ihren Erfolgsweg gebracht. Frau Dr. Anja Frey ging mit dem Fieberthermometer zum Fenster, um die Skala besser sehen zu können. "Wirklich, Nick, du darfst auf keinen Fall aufstehen", erklärte sie ernst. "38,8. Du hast zwar kein hohes Fieber, aber mit einer Angina darf man auf keinen Fall leichtsinnig sein." Dominik von Wellentin-Schoenecker, den alle Nick nannten, machte ein recht unglückliches Gesicht bei dieser Anordnung. "Ich wollte doch zusammen mit Mutti nach München fahren", entgegnete er erregt. "Ich habe mich doch so auf die Reise gefreut." "Es ist unmöglich, mein Junge. Vielleicht kann deine Mutter die Reise um ein paar Tage verschieben."

  • Sophienlust 100 – Familienroman: Wo ist mein Elternhaus?

    100

    Sophienlust 100 – Familienroman: Wo ist mein Elternhaus?
    Sophienlust 100 – Familienroman: Wo ist mein Elternhaus?

    Denise von Schoenecker verwaltet das Erbe ihres Sohnes Nick, dem später einmal, das Kinderheim Sophienlust gehören wird. Die beiden sind echte Identifikationsfiguren. Dieses klare Konzept mit seinen beiden Helden hat die zu Tränen rührende Romanserie auf ihren Erfolgsweg gebracht. "Habt ihr es schon gehört?" Henrik sprang aus dem Wagen seiner Mutter, kaum dass Denise von Schoenecker angehalten hatte. Sofort umringten die Kinder von Sophienlust den Jungen. "Was ist denn los? Erzähl doch!", riefen sie durcheinander. Denise von Schoenecker hastete ins Haus. Sie hatte diesmal keine Zeit, sich um die Kinder zu kümmern. Da muss schon etwas Schlimmes passiert sein, dachte Pünktchen, wenn Tante Isi sich nicht einmal die Zeit nimmt, uns guten Tag zu sagen. Sie hörte sich nun mit den anderen Kindern Henriks Schilderung an.

  • Sophienlust 107 – Familienroman: Ninas kleine Welt ist wieder heil

    107

    Sophienlust 107 – Familienroman: Ninas kleine Welt ist wieder heil
    Sophienlust 107 – Familienroman: Ninas kleine Welt ist wieder heil

    Denise von Schoenecker verwaltet das Erbe ihres Sohnes Nick, dem später einmal, das Kinderheim Sophienlust gehören wird. Die beiden sind echte Identifikationsfiguren. Dieses klare Konzept mit seinen beiden Helden hat die zu Tränen rührende Romanserie auf ihren Erfolgsweg gebracht. Die Kinder von Sophienlust sowie Dominik von Wellentin-Schoenecker und sein kleiner Halbbruder Henrik von Schoenecker standen auf der Freitreppe und winkten dem weißen Mercedes nach, der eben langsam durch das Parktor davonfuhr. "Nun sind die Hs auch fort", stellte Pünktchen ein wenig traurig fest. Damit meinte sie die Brüder Hermann, Helmut und Horst Lochner, die von den anderen Kindern so genannt worden waren, weil ihre Vornamen alle mit H anfängen. "Jetzt sind nur noch zehn Kinder hier." Sie fing zu zählen an. "Da ist erst einmal Irmela, dann Angelika und Vicky, dann Fabian und Heidi, ja, und ich. Das sind sechs. Dann Helga, Ilse, Werner und Klaus. Ja, es sind zehn. Denn Nina bleibt ja nicht da."

  • Sophienlust 120 – Familienroman: Dein Glück ist auch meins

    120

    Sophienlust 120 – Familienroman: Dein Glück ist auch meins
    Sophienlust 120 – Familienroman: Dein Glück ist auch meins

    Denise von Schoenecker verwaltet das Erbe ihres Sohnes Nick, dem später einmal, das Kinderheim Sophienlust gehören wird. Die beiden sind echte Identifikationsfiguren. Dieses klare Konzept mit seinen beiden Helden hat die zu Tränen rührende Romanserie auf ihren Erfolgsweg gebracht. Die siebenjährige blonde Evi schlief ruhig und ahnungslos in ihrem Bett. Ihre Mutter blickte auf sie nieder. ­Heiße Tränen stiegen ihr in die Augen. Die schlanke junge Frau hatte Schweres durchgemacht. Ihr Mann war vor einigen Monaten gestorben und hatte sie und das Kind unversorgt zurückgelassen. Für eine Pension war er noch zu jung gewesen. Deshalb verfügte Hella nun kaum noch über Geld. Vor der Hochzeit hatte Hella Weimann eine Schneiderlehre abgeschlossen und auch einige Jahre in diesem Beruf gearbeitet. Das kam ihr jetzt zustatten. Sie hatte den Rat einer Bekannten befolgt und sich auf Zeitungsinserate beworben. Inzwischen hatte sie in einem eleganten Modehaus die Stelle einer Direktrice erhalten. Es war ein recht gut bezahlter Posten. Doch sie würde dadurch keine Möglichkeit mehr haben, sich um Evi zu kümmern.

  • Sophienlust 110 – Familienroman: Oliver findet einen Freund fürs Leben

    110

    Sophienlust 110 – Familienroman: Oliver findet einen Freund fürs Leben
    Sophienlust 110 – Familienroman: Oliver findet einen Freund fürs Leben

    Denise von Schoenecker verwaltet das Erbe ihres Sohnes Nick, dem später einmal, das Kinderheim Sophienlust gehören wird. Die beiden sind echte Identifikationsfiguren. Dieses klare Konzept mit seinen beiden Helden hat die zu Tränen rührende Romanserie auf ihren Erfolgsweg gebracht. Es war ein herrlicher Sommertag. Sanftblau wölbte sich der Himmel über dem saftig-grünen Land. Es war ein Tag, an dem Wünsche und Wachträume das Herz mit einer seltsamen Unruhe erfüllten. Die schwermütigen Gedanken wichen von Dr. Clemens Wendt, als er die idyllische Landschaft vor sich erblickte. So romantisch hatte er sich die Umgebung des Kinderheims Sophienlust doch nicht vorgestellt. Nun war er ganz sicher, dass sein kleiner Oliver sich dort schnell einleben und auch wohlfühlen würde. Erleichtert atmete der Fabrikant auf. Er blickte seinen neben ihm sitzenden dreijährigen Sohn an. Noch wusste dieser nicht, dass er ihn in ein Kinderheim brachte, in dem er für die nächsten Wochen bleiben sollte, so lange, bis er seine ehelichen Probleme bereinigt hatte. Erst dann wollte er das Kind wieder heimholen.

  • Sophienlust 68 – Familienroman: Das Kind des Grafen

    68

    Sophienlust 68 – Familienroman: Das Kind des Grafen
    Sophienlust 68 – Familienroman: Das Kind des Grafen

    Diese beliebte Romanserie der großartigen Schriftstellerin Patricia Vandenberg überzeugt durch ihr klares Konzept und seine beiden Identifikationsfiguren: Denise von Schoenecker verwaltet das Erbe ihres Sohnes Nick, dem später einmal, das Kinderheim Sophienlust gehören wird. Der Chauffeur des Autobusses, der von Maibach kam und nach Bachenau fuhr, wischte sich mit dem Taschentuch über die schweißfeuchte Stirn. An und für sich übte er seinen Beruf recht gern aus, doch an einem so schwülen Julitag wie diesem hätte er viel lieber in einem schattigen Wirtshausgarten bei einem kühlen Glas Bier gesessen. Der aufwirbelnde Staub versperrte ihm immer wieder die Sicht, aber das störte ihn nicht besonders, denn er kannte den Weg fast auswendig. Auch übersah er keine der Stationen. Wieder einmal hielt er und wartete geduldig, bis eine alte Bauersfrau umständlich ausgestiegen war. Er blickte für einen Augenblick nach hinten, um nachzuschauen, wie viele Fahrgäste noch im Bus saßen. Die meisten waren ihm bekannt. Sie fuhren diese Strecke täglich oder zumindest ein- bis zweimal in der Woche. Nur ein alter Mann und ein kleines, ungefähr vierjähriges Mädchen hatte er noch nie gesehen. Die beiden waren beim Maibacher Bahnhof eingestiegen und hatten Fahrkarten bis Bachenau gelöst. Zwischen ihnen lag ein bildschöner weißbrauner Cockerspaniel. Der Mann war klein, dünn und faltig. Um seinen ausgemergelten Körper schlotterten die Jacke und die Hose förmlich, und der gestärkte Kragen des buntkarierten Hemdes stand weit von seinem runzligen Hals ab. Sein noch volles eisgraues Haar umstand seinen kleinen Kopf wie eine Löwenmähne. Auffallend waren auch die dunklen, breiten Augenbrauen, die wie aufgeklebt aussahen, und die tiefliegenden Augen, deren wimpernlose Lider nervös flatterten. Alles in allem machte der Mann einen sehr zerfahrenen Eindruck. Das kleine Mädchen war ganz allerliebst. Es hatte große tiefblaue Augen und gelocktes rötliches Haar. Die gesunde bräunliche Gesichtsfarbe des Kindes deutete darauf hin, dass es sich viel im Freien aufhielt. Es trug ein schlichtes dunkelblaues Trägerkleidchen, darunter eine blau-weiß karierte Bluse mit Puffärmeln.

  • Studentenehe: Sophienlust 157 – Familienroman

    157

    Studentenehe: Sophienlust 157 – Familienroman
    Studentenehe: Sophienlust 157 – Familienroman

    Die Idee der sympathischen, lebensklugen Denise von Schoenecker sucht ihresgleichen. Sophienlust wurde gegründet, das Kinderheim der glücklichen Waisenkinder. Denise formt mit glücklicher Hand aus Sophienlust einen fast paradiesischen Ort der Idylle, aber immer wieder wird diese Heimat schenkende Einrichtung auf eine Zerreißprobe gestellt. Diese beliebte Romanserie der großartigen Schriftstellerin Patricia Vandenberg überzeugt durch ihr klares Konzept und seine beiden Identifikationsfiguren. Das Baby im Arm der eleganten Dame schrie aus Leibeskräften. Sein kleines rundes Gesichtchen war krebsrot. Wild fuchtelten die geballten Fäust­chen durch die Luft. Denise von Schoenecker ging der Besucherin lächelnd entgegen. Charmant reichte sie der Frau in dem auffallend modischen Kleid die Hand. Doch jeder Versuch einer Verständigung war durch das ohrenbetäubende Geschrei des Säuglings unmöglich. Die Besucherin zuckte die Schultern und verdrehte die Augen. »Geben Sie mir das Kleine«, meinte Denise und streckte in ihrer mütterlichen Art die Hände aus. Nur zu gern kam die vornehme Dame diesem Vorschlag nach. Sie war sichtlich froh, von der ungewohnten Last befreit zu werden. Und dann zeigte sich, dass sie das Baby nicht ungern, sondern auch äußerst ungeschickt gehalten hatte. Bei Denise beruhigte sich das Kind sofort. »Ich bin Astrid Langenburg. Mein Mann ist Eigentümer des bedeutends­ten Verlagshauses in diesem Raum«, stellte sich die brünette Dame mit der tadellos sitzenden Frisur vor. Es hätte dieser Erläuterungen nicht bedurft. Denise kannte die Langenburgs und wusste, dass sie zu den reichsten Familien von Maibach gehörten. Der Verlag Max Langenburg beschäftigte etwa sechshundert Arbeiter und Angestellte. Die jugendliche Denise von Schoen­ecker bot ihrer Besucherin einen Platz im Biedermeierzimmer an und setzte sich ihr gegenüber. Immer wieder sah sie auf den Säugling in ihrem Arm. Es war ein bildhübsches Kind mit einer glatten rosigen Haut und erstaunlich klaren dunklen Augen. »Ich wollte Sie bitten, das Kind bei sich aufzunehmen, bis man Adoptionseltern gefunden hat«, begann Astrid Langenburg geschäftsmäßig. Ihre schlanken gepflegten Hände lagen dabei ruhig auf der Kroko-Ledertasche. An ihren etwas langen

  • Sophienlust 116 – Familienroman: Verloren und wiedergefunden

    116

    Sophienlust 116 – Familienroman: Verloren und wiedergefunden
    Sophienlust 116 – Familienroman: Verloren und wiedergefunden

    Denise von Schoenecker verwaltet das Erbe ihres Sohnes Nick, dem später einmal, das Kinderheim Sophienlust gehören wird. Die beiden sind echte Identifikationsfiguren. Dieses klare Konzept mit seinen beiden Helden hat die zu Tränen rührende Romanserie auf ihren Erfolgsweg gebracht. Denise von Schoenecker betrachtete mit gelassener Heiterkeit die Menschen, die auf der Straße vorübergingen. Die Vormittagssonne ließ ihre Gesichter fröhlich aussehen. "Beinahe Sonntagsstimmung", wandte sie sich an ihren Mann, der ihr vor dem Café Wachenberg an einem der weißen Tischchen gegenübersaß. "Unser letzter Ferientag, Isi", antwortete Alexander von Schoenecker mit einem leisen Seufzer. "Heute Abend sind wir wieder zu Hause." "Du freust dich genauso auf die Kinder wie ich, Alexander. Einmal ist jede Reise zu Ende. Du, das ist doch …" Sie hob die Hand und winkte.

  • Sophienlust 119 – Familienroman: Kleines Herz in Gefahr

    119

    Sophienlust 119 – Familienroman: Kleines Herz in Gefahr
    Sophienlust 119 – Familienroman: Kleines Herz in Gefahr

    Denise von Schoenecker verwaltet das Erbe ihres Sohnes Nick, dem später einmal, das Kinderheim Sophienlust gehören wird. Die beiden sind echte Identifikationsfiguren. Dieses klare Konzept mit seinen beiden Helden hat die zu Tränen rührende Romanserie auf ihren Erfolgsweg gebracht. Die kleine Peggy strahlte übers ganze Gesicht, als sie neben ihrem Onkel Luchs die Stufen zum Portal des Herrenhauses von Schoeneich hinaufstieg. Das ungefähr sechsjährige Mädchen sah in dem rosa Kleid, das mit kleinen blauen Blumen bestickt war, den dazu passenden Söckchen und den weißen Sandalen allerliebst aus. Die großen schwarzen Augen weiteten sich vor Begeisterung, als der siebenjährige Henrik, das Nesthäkchen der Familie von Schoenecker, aus dem Haus gelaufen kam und rief: "Da seid ihr ja endlich! Der Kaffeetisch ist schon gedeckt. Auch Nick ist da. Euretwegen ist er nicht wie sonst am Nachmittag in Sophienlust geblieben. Es gibt Nusstorte mit Schlagsahne.

  • Sophienlust 103 – Familienroman: Eine Mami kommt ins Haus

    103

    Sophienlust 103 – Familienroman: Eine Mami kommt ins Haus
    Sophienlust 103 – Familienroman: Eine Mami kommt ins Haus

    Denise von Schoenecker verwaltet das Erbe ihres Sohnes Nick, dem später einmal, das Kinderheim Sophienlust gehören wird. Die beiden sind echte Identifikationsfiguren. Dieses klare Konzept mit seinen beiden Helden hat die zu Tränen rührende Romanserie auf ihren Erfolgsweg gebracht. "Regine, du hast bei deinen enthusiastischen Berichten über Sophienlust wirklich nicht übertrieben. Wenn Frau von Schoenecker nichts dagegen hätte, würde ich gern noch den Rest meines Urlaubes hierbleiben." Renate Hagen, fünfundzwanzig Jahre alt, mit auffallend schönen braunen Augen und dunklen Haaren, wandte sich ihrer langjährigen Freundin zu, die hier nach dem Tod ihres Mannes und ihrer kleinen Tochter Elke eine zweite Heimat gefunden hatte. "Nun kann ich auch verstehen, weshalb du nicht am Leben verzweifelt bist", fügte sie nach einer Weile leiser hinzu. "Am meisten hat mir Frau von Schoenecker geholfen. Ohne sie hätte ich nicht die Kraft aufgebracht, weiterzuleben.

  • Sophienlust 102 – Familienroman: Der vertauschte Sohn

    102

    Sophienlust 102 – Familienroman: Der vertauschte Sohn
    Sophienlust 102 – Familienroman: Der vertauschte Sohn

    Denise von Schoenecker verwaltet das Erbe ihres Sohnes Nick, dem später einmal, das Kinderheim Sophienlust gehören wird. Die beiden sind echte Identifikationsfiguren. Dieses klare Konzept mit seinen beiden Helden hat die zu Tränen rührende Romanserie auf ihren Erfolgsweg gebracht. Dominik von Wellentin-Schoenecker, der Erbe des Kinderparadieses Sophienlust, schlicht Nick genannt, fühlte sich wie im siebten Himmel. Alles verlief genauso, wie er es sich ausgemalt hatte. Das Wetter hätte nicht schöner sein können. Ein tiefblauer wolkenloser Himmel wölbte sich über dem Land, und die goldenen Strahlen der Vormittagssonne ließen die blankgeputzten Fenster der Lehnschen Villa nur so funkeln, als der VW-Schulbus von Sophienlust vor der Eingangstür hielt. Lachend und vor Aufregung laut plappernd stiegen die Mädchen und Jungen aus. Nick war als erster herausgeklettert. Fröhlich begrüßte er seine bildhübsche Schwester Andrea, die mit dem Tierarzt Dr. Hans-Joachim von Lehn verheiratet war. "Wie geht es dir, Schwesterherz?", fragte er mit burschikoser Zärtlichkeit.

  • Mutterliebe ist stärker: Sophienlust 132 – Familienroman

    132

    Mutterliebe ist stärker: Sophienlust 132 – Familienroman
    Mutterliebe ist stärker: Sophienlust 132 – Familienroman

    Die Idee der sympathischen, lebensklugen Denise von Schoenecker sucht ihresgleichen. Sophienlust wurde gegründet, das Kinderheim der glücklichen Waisenkinder. Denise formt mit glücklicher Hand aus Sophienlust einen fast paradiesischen Ort der Idylle, aber immer wieder wird diese Heimat schenkende Einrichtung auf eine Zerreißprobe gestellt. Diese beliebte Romanserie der großartigen Schriftstellerin Patricia Vandenberg überzeugt durch ihr klares Konzept und seine beiden Identifikationsfiguren. Die junge Frau wirkte nervös. Immer wieder zog sie den kleinen Jungen auf ihrem Schoß zärtlich an sich. Immer wieder strich sie ihm mit der Hand über die dunkelblonden Locken. »Ich wäre Ihnen sehr dankbar, Frau von Schoenecker, wenn Sie Uwe für einige Zeit behalten könnten. Selbstverständlich kommen wir für die Unkosten auf.« Die schönen dunklen Augen der jungen Mutter flehten. Denise von Schoenecker, die das Kinderheim Sophienlust für ihren Sohn Nick verwaltete, nickte. »Gern. Uwe wird sich bestimmt wohlfühlen. Die Kleinen sind alle gern hier. Manchen von ihnen ist Sophienlust zur Heimat geworden.« Denise sah lächelnd auf den hübschen kleinen Kerl, der keine Ahnung davon zu haben schien, dass hier über ihn verhandelt wurde. Er lehnte das Köpfchen an den Oberkörper seiner Mama und strahlte sie aus dunklen Augen glücklich an. »Man hört viel Gutes von Ihrem Heim. Deshalb hatte ich auch den Mut, hierherzukommen«, meinte Inge Hellbach leise. »Uwe soll nur vorübergehend bei Ihnen bleiben. Vielleicht für vier oder sechs Wochen. Genau weiß ich es noch nicht. Mein Mann ist Dirigent und tritt mit seinem Orchester eine Auslandstournee an. Er besteht darauf, dass ich ihn begleite. Und da er, wie vielleicht alle Künstler, sehr sensibel ist, möchte ich ihm diesen Wunsch nicht abschlagen. Uwe aber ist für derartige Strapazen noch zu klein. Er hätte auf dieser Reise keine Ruhe. Jeden Tag in einer anderen Stadt, jeden Abend in einem anderen Bettchen, das möchten wir ihm nicht zumuten.« »Das verstehe ich sehr gut. Ich erinnere mich, kürzlich über Ihren Mann in der Zeitung

  • Ohne Vater geht es nicht: Sophienlust 127 – Familienroman

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    Ohne Vater geht es nicht: Sophienlust 127 – Familienroman
    Ohne Vater geht es nicht: Sophienlust 127 – Familienroman

    Die Idee der sympathischen, lebensklugen Denise von Schoenecker sucht ihresgleichen. Sophienlust wurde gegründet, das Kinderheim der glücklichen Waisenkinder. Denise formt mit glücklicher Hand aus Sophienlust einen fast paradiesischen Ort der Idylle, aber immer wieder wird diese Heimat schenkende Einrichtung auf eine Zerreißprobe gestellt. Diese beliebte Romanserie der großartigen Schriftstellerin Patricia Vandenberg überzeugt durch ihr klares Konzept und seine beiden Identifikationsfiguren. Pünktchen und Nick trieben ihre Pferde an, die Kopf an Kopf über den Bach sprangen. »Gewonnen!«, rief Pünktchen und zügelte ihre zierliche Fuchsstute. Dabei leuchteten ihre blauen Augen freudig auf. »Ja, ich habe gewonnen. Dein Ajax hat den Boden einige Sekunden nach Goldi berührt.« Nick lachte. »Natürlich hast du gewonnen«, erwiderte er fröhlich und klopfte seinem Schimmelhengst den Hals. Er hatte seine kleine Freundin absichtlich gewinnen lassen. So etwas tat er aber nur bei Pünktchen. Das Mädchen mit den Sommersprossen nahm eine besondere Stellung bei ihm ein. Seit dem Tag, als er Pünktchen halb verhungert von der Straße aufgelesen und nach Sophienlust gebracht hatte, fühlte er sich in jeder Weise für sie verantwortlich. Er hatte auch vor, sie später, wenn sie beide erwachsen sein würden, zu heiraten. Aber er sprach mit niemandem über seine Absicht, nicht einmal mit seiner Mutter, die er im Allgemeinen stets ins Vertrauen zog, wenn er irgendwelche Probleme hatte. »Sieh mich nicht so an.« Mit einem übermütigen Lachen blickte Pünktchen den hochgeschossenen hübschen Jungen mit den schwarzen Haaren und den dunklen Augen an. »Sag nur nicht, dass du mich absichtlich hast gewinnen lassen. Ich kenne dich doch.« »I wo!«, rief er heiter. »So etwas würde ich niemals tun.« »Wirklich nicht?« So ganz traute sie ihm doch nicht. »Aber sei es, wie es sei«, erklärte sie dann. »Nicht wahr, wir sitzen ab und lassen Goldi und Ajax grasen? Wir können uns doch ein Weilchen ans Ufer setzen und die Forellen beobachten. Einverstanden?« Nick blickte auf seine Armbanduhr. »Einverstanden«, erklärte er dann. »Wir haben

  • Sophienlust 123 – Familienroman: An Mutterstelle

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    Sophienlust 123 – Familienroman: An Mutterstelle
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    Denise von Schoenecker verwaltet das Erbe ihres Sohnes Nick, dem später einmal, das Kinderheim Sophienlust gehören wird. Die beiden sind echte Identifikationsfiguren. Dieses klare Konzept mit seinen beiden Helden hat die zu Tränen rührende Romanserie auf ihren Erfolgsweg gebracht. Vor dem Studentenwohnheim in Heidelberg stand ein junges Mädchen. Olivia Gartenberg. In der Hand hielt sie einen kleinen Koffer, den sie nun abstellte. "Hallo, Olivia!" Aus dem Haus trat eine Gruppe junger Leute. "Fährst du auch nach Hause?" "Ja. Sascha hat versprochen, mich in seinem Wagen mitzunehmen." "Dann mach's gut. Schöne Ferien!" "Euch auch!" Olivia winkte den Studenten lächelnd nach. Sie freute sich auf die großen Semesterferien. Und besonders auf das Wiedersehen mit der kleinen Schwester. Eigentlich war Natalie ja ihre Halbschwester. Aber daran dachte Olivia überhaupt nicht mehr.

  • Die richtige Mutter für Effi: Sophienlust 119 – Familienroman

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    Die richtige Mutter für Effi: Sophienlust 119 – Familienroman
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