Beat German

Kreatives Sprungbrett Modularsynthesizer

Fast 15 Jahre nach der Veröffentlichung von „Oi Oi Oi“ gibt es keine Anzeichen dafür, dass die Popularität von Alex Ridhas Projekt Boys Noize nachlassen würde. Er wurde schon als einer der Top-DJs der Welt bezeichnet und sein aggressiver Techno-Punk-Sound ist kompromisslos und unverwechselbar. Das führte zu Remixen für Bands wie Depeche Mode, Daft Punk und Nine Inch Nails sowie zu überraschenden Kooperationen mit Snoop Dogg, Mark Ronson und Lady Gaga. Er geht jedes Album von Grund auf neu an und lässt sich vom Sound selbst inspirieren. Dabei führte ihn seine Faszination für Technologie in letzter Zeit in den Bereich des Modularen, insbesondere zu Eurorack-Modulen. Der vertraute Sound von motorischen, hämmernden Beats und zutiefst eindringlichen Texturen prägt sein neuestes Boys-Noize-Album „Polarity“, das mithilfe einer ganzen Reihe von Kollaborationen die klanglichen Spannungen zwischen Industrial-Rock und Electronic-Pop auslotet.

Beat / Wie hängen die Albumsymbolik und der Titel „Polarity“ zusammen?

/ Der visuelle Aspekt der Musik war mir sehr wichtig. Bei „Polarity“ hatte ich das Vergnügen, mit dem Grafikdesigner Eric Timothy Carlson zusammenzuarbeiten, weil ich ein großer Fan seiner Arbeit für Bon Iver war. Wir gingen auf jeden Aspekt der Polarität ein und wie sie mit meiner Persönlichkeit zusammenhängt, sammelten Ideen und illustrierten sie, bevor wir sie in das Design einbrachten. Mit Polarität meine ich nicht nur unsere Gesellschaft und unsere persönlichen Beziehungen, sondern, ob musikalische Extreme zusammen funktionieren können. Was kann ich zum Beispiel tun, um eine sehr harte, verstörende und industriell verzerrte Sequenz

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